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gebrauchtwagen kauf von privat


| 05.05.2006 19:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



werte dame,werter herr!habe am 14.03.2006 einen alfa romeo für 1500,00 euro gekauft. (im vertrag stand wie gesehen so gekauft).nach einiger zeit kamen minimale geräusche aus dem vorderen bereich,was ich aber nicht genau zu ordnen konnte.vor drei tagen mußte ich den adac anrufen weil die rote lampe nicht mehr aus ging(motor wurde zu heiss).der konnte auch nur feststellen das mit dem motor was nicht stimmt.nach abkühlen des motors fuhr ich sofort zu einer werkstatt,die einen gravierenden motorschaden feststellte.die kosten würden bei 1500,00 euro liegen.meine frage:kann ich das auto dem verkäufer zurück geben,oder die reperaturkosten mir von ihm bezahlen zu lassen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.


Wenn in dem Vertrag nur steht, dass die Sache „gekauft wie gesehen“ wird, so bedeutet dies einzig, dass ein Gewährleistungsausschluss für erkennbare Mängel vereinbart wurde, wobei es auf die Erkennbarkeit für den Käufer ankommt. Einen Motorschaden aber kann ein Laie nicht erkennen, so dass ein Gewährleistungsausschluss nach Ihren Schilderungen hier nicht greift.

Sie haben also gegen den Verkäufer Gewährleistungsansprüche. Diese bestehen zunächst darin, dass der Verkäufer den Motor reparieren (lassen) muss.

Jedoch besteht dieser Anspruch nur, wenn das Fahrzeug schon bei Kauf defekt war bzw. die Grundlagen für den Defekt angelegt waren. Dies können Sie nur nachweisen, wenn Sie ein Sachverständigengutachten einholen, das mit nicht ganz geringen Kosten verbunden ist.

Insofern bieten sich Ihnen zwei Möglichkeiten. Sie können jetzt einen Sachverständigen mit der Untersuchung des Wagens beauftragen. Falls dieser feststellt, dass der Schaden bereits bei Kauf des Fahrzeuges vorgelegen hat, haben Sie gegen den Verkäufer einen Anspruch auf Nachbesserung, d.h. er muss den Schaden reparieren. Auch können Sie ihm dann die Kosten des Gutachtens in Rechnung stellen.

Als andere Möglichkeit bietet sich an, den Verkäufer direkt anzuschreiben und Ihn mit Fristsetzung aufzufordern, den Schaden zu reparieren. Tut er das bis Fristablauf nicht, so können Sie das Fahrzeug anderweitig reparieren lassen und dem Verkäufer sodann die Kosten in Rechnung stellen.

Weigert sich der Verkäufer aber, so müssten Sie in beiden Fällen gegen den Verkäufer klagen. Und dann müssen Sie auch vor Gericht nachweisen, dass der Schaden schon bei Kauf vorgelegen hat. Dies wird das Gericht – auch wenn Sie bereits vorher einen Sachverständigen beauftragt haben – durch Einholung eines weiteren Gutachtens untersuchen. Und die Kosten des Gutachtens trägt dann wiederum der Verlierer des Prozesses.

Zusammenfassend gilt also: Sie können von dem Verkäufer die Reparatur des Fahrzeuges verlangen , wenn der Schaden schon bei Kauf vorgelegen hat. Insofern spielt die Formulierung in dem Kaufvertrag keine Rolle. Jedoch müssen Sie das auch nachweisen. Um insoweit keine Fehler zu begehen, empfehle ich Ihnen, einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihrer Interessen zu beauftragen. Gerne kann dies auch über unser Büro erfolgen.

Ich hoffe, Ihnen gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

Bewertung des Fragestellers 16.11.2008 | 00:32


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