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garantie nach autokauf


| 27.06.2005 08:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



guten morgen,ich habe am 26.06.04 einen honda s2000 in einem renomierten autohaus gekauft.auslieferung des jetzt 5jahre alten fahrzeugs war der 02.07.04. am 25.07, war ich das 1.mal in der werkstatt des autohauses und habe auf ein geräusch unter dem motorblock und der hinterachse hingewiesen.eine angebliche prüfung ergab nichts.im abstand von jeweils ca 3 monaten wurde ich jeweils wegen dem gleichen problem dort vorstellig.jetzt am 21.06.05, vor ablauf der gebrauchtwagengarantie, letztmalig.diesmal stellte sich heraus das es sich dabei um einen getriebeschaden handelt,kosten ca 800 euro die ich zu tragen hätte.in der historie des fahrzeugs ist beschrieben, das ich auf den fehler hingewiesen habe, laut dem wekstattleiter.aber damals waren die geräusche angeblich nicht so gut zu hören.
nun meine frage: läuft diese reperatur unter der gebrauchtwagen garantie, muß ich die kosten voll oder anteilig tragen? oder reicht die meldung des schadens, da das getriebe von beginn an defekt gewesen sein muß...
mit freundlichen grüßen
27.06.2005 | 10:20

Antwort

von


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Sehr gehrter *****,

ich danke für Ihre Anfrage, die ich aufgrund des von Ihnen mitgeteilten Sachverhaltes beantworten möchte:

Ich unterstelle, dass Sie den Wagen als "Verbraucher", also für private Zwecke gekauft haben.

1. Rechtslage

Sie haben aufgrund des Kaufvertrags einen Anspruch darauf, dass das Auto mangelfrei ist. Das ist nur der Fall, wenn es keine technischen Mängel aufweist, die die Gebrauchsfähgikeit hindern bzw. beeinträchtigen. Das gilt nur dann nicht, wenn ein Mangel bei Abschluß der Kaufs offengelegt wurde.

Wenn also bei Abschluß des Vertrags kein Getriebeschaden offengelegt wurde, so ist das ein Mangel der Kaufsache.

Maßgeblich ist jetzt, dass der Mangel "bei Gefahrübergang" vorgelegen haben muß, hier also bei Übergabe des Wagens am 02.07.2004.
Das ist eine Frage des Beweises. Nun greift im Verbrauchsgüterkauf die Beweislastumkehr zu Ihren Gunsten. Wenn sich ein Mangel innerhalb von 6 Monaten zeigt, geht man davon aus, dass der Mangel auch bei Gefahrübergang bereits vorlag. Sie haben hier geschildert, dass Sie bereits nach 3 Wochen und dann alle drei Monate mit dem Wagen beim Händler waren und das Geräusch vorgestellt haben.
Dass es sich dabei um dasselbe Geräusch handelt, das dann später auch auf den Getriebeschaden hinwies, hat Ihnen der Werkstattleiter ja auch bestätigt. Unerheblich ist, dass das Geräusch "angeblich nicht so gut zu hören" gewesen ist. Nach dieser Aussage war jedenfalls etwas zu hören und nun stellt sich der Getriebeschaden dar.
Sie haben also einen Anspruch auf Reparatur und müssen selbst nichts dazu bezahlen.

2. Weiteres Vorgehen

Fordern Sie den Händler zur Reparatur des Wagens auf. Setzen Sie ihm dabei eine Frist von 2 Wochen.
Jetzt kommt es darauf an, was Sie erreichen möchten:
- Sagen Sie dem Händler, dass Sie, wenn er die Reparatur nicht in der Frist durchführt, vom Vertrag zurücktreten werden und Schadensersatz statt der Leistung verlangen werden.

- Wenn Sie den Wagen auf jeden Fall behalten wollen, sagen Sie ihm, dass Sie die Reparatur nach Ablauf der Frist von einem Dritten durchführen lassen und er dann diese Kosten zu tragen hat.

Da es nach Ihrer Schilderung so aussieht, dass der Händler nicht sehr kooperativ ist, würde ich Ihnen auch empfehlen, einen Rechtsanwalt mit der Formulierung der Fristsetzung zu beauftragen.

Zu beachten ist auch die Verjährung. Die Verjährungsfrist dürfte aufgrund der Verhandlungen zwischen Ihnen und dem Händler gehemmt sein. Setzen Sie die Frist zur Reparatur trotzdem noch vor dem 02.07.2005 und beschreiben Sie - oder Ihr Rechtsbeistand - in dem Schreiben die bisherigen Vorgänge, um die Verhandlungen zwischen Ihnen zu belegen und so auf jeden Fall die Verjährung zu verhindern.

Ich hoffe, ich habe Ihnen helfen können.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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