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fünftelregelung

24.07.2007 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers


Ich hatte zum 31.12.05 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, mit der Auszahlung der Abfindung 2006. Nun hat das Finanzamt
die Einkommensteuerabrechnung 2006 geschickt und ich bin geschockt über die hohe Steuerschuld meiner Abfindung.

Meine Frage: wird zur Berechnung der Steuerschuld für die Fünftelregelung meiner Abfindung 1. auch das Gehalt meines Mannes hinzugerechnet und 2. mein Arbeitslosengeld für 2006,
3. wird die Abfindung nur in 2006 nachbesteuert oder wirkt
sich das auch auf die kommenden Jahre aus.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

In der Tat erhöht sich bei der Zusammenveranlagung, die Sie offenbar beantragt haben, der Steuersatz für die tarifbegünstigte Abfindung durch die Zusammenrechnung mit dem Einkommen Ihres Ehemanns. Zudem führt die Zusammenveranlagung dazu, dass das steuerpflichtige Einkommen Ihres Ehemanns durch die Hinzurechnung des Arbeitslosengeldes einem höheren Steuersatz unterliegt. Denn das Arbeitslosengeld ist zwar selbst eine steuerfreie Leistung, unterliegt aber dem sog. Progressionsvorbehalt. Dieser bewirkt, dass sich der Steuersatz für die übrigen steuerpflichtigen Einkünfte erhöht.

Das alles können Sie allerdings auch jetzt noch verhindern, indem Sie innerhalb der Einspruchsfrist die getrennte Veranlagung beantragen, die bei dieser Sachlage (ein Ehepartner erhält hohe Lohnersatzleistungen und/oder hohe steuerermäßigte Einkünfte, der andere Ehepartner bezieht "normale" steuerpflichtige Einkünfte) reglmäßig zu einem steuerlich günstigeren Ergebnis führt. Lassen Sie sich vorsorglich vorab die steuerliche Belastung durch einen Fachmann ausrechnen. Gerne bin ich Ihnen dabei behilflich.

Die Versteuerung der Abfindung erfolgt in dem Jahr, in dem sie Ihnen zugeflossen ist und hat damit auch nur in diesem Jahr steuerliche Auswirkung.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

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