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fristlose Kündigung wegen Fehlverhaltens

| 26.02.2008 14:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,
ich habe am 18.02.08 einen neuen Mitarbeiter eingestellt.
Seit Beginn der Tätigkeit erfolgt so gut wie keinerlei Leistung.Lässt sich von seinem unmittelbaren Vorgesetzten nichts sagen " ich weiß alles" Arbeitsabläufe sind gefährdet.Gestern hat er die Geschäftsleitung auch durch Worte bedroht, wirtft der Geschäftsleitung Lügen , Verschleierung usw. vor. Es geht um seinen vertraglich zugesicherten Stundenlohn, welchen jetzt der Mitarbeiter in netto haben möchte, was unvorstellbar ist. Das ganze Klima in der Firma ist geschädigt.Ich möchte diesen Mitarbeiter fristlos kündigen, auf was muss ich achten? Reicht diese Begründung? Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen, wir haben keinen Tarivvertrag ( kleine Firma 12 Mitarbeiter)
für Ihre Hilfe im voraus vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Eine fristlose Kündigung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht. Sie ist nur zulässig, wenn sie die unausweichlich letzte Maßnahme des Arbeitgebers ist. Vor dem Ausspruch einer fristlosen Kündigung müssen alle anderen milderen Mittel wie Abmahnung, ordentliche Kündigung, Versetzung,etc. erschöpft sein.

Insofern stellt sich die Frage, ob vorliegend ein derat krasser Ausnahmefall/ Vertrauensbruch etc. vorliegt, dass auf eine vorausgehende Abmahnung des Fehlverhaltens verzichtet werden kann.

Die Abmahnung muss zum einen eine genaue Schilderung der dem Arbeitnehmer zur Last gelegten Pflichtverletzungen enthalten und zum anderen ist die Abmahnung zur Vornereitung nur dann geeignet, wenn in ihr auf die Gefährdung von Inhalt oder Bestand des Arbeitsverhältnisses bei künftigen gleichartigen Vertragsverletzungen hingewiesen wird.

Ohne vorherige Abmahung laufen Sie große Gefahr, dass die außerordentliche fristlose Kündigung - welche das letzte Mittel sein soll - durch das Arbeitsgericht für unwirksam erklärt wird.

Insofern empfehle ich Ihnen das Fehlverhalten schriftlich abzumahnen, um im wiederholten Falle die außerordentliche Kündigung auszusprechen.

Unabhängig davon können Sie dem Arbeitnehmer aufgrund seiner kurzen Beschäftigungsdauer ( eventuell Probezeit) auch ohne Angabe von Gründen ordentlich kündigen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen



Florian Günthner
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 26.02.2008 | 15:29

Danke für die super schnelle und hilfreiche Antwort.
Der Mitarbeiter befindet sich in der Probezeit, kann man nicht in der Probezeit auch fristlso kündigen? Keiner von meinen anderen Mitarbeiter ist gewillt mit ihm zusammenzuarbeiten.Es ist einfach zumm Haare raufen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.02.2008 | 16:09

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage.

In der Probezeit kann man grundsätzlich auch außerordentlich fristlos kündigen. Allerdings besteht hier ebenfalls oben angesprochene Problematik ( Erforderlichkeit der Abmahnung).

Die Kündigungsfrist für die ordentliche Kündigung beträgt innerhalb der Probezeit - sofern nichts abweichendes vereinbart ist - 2 Wochen.
Sofern Sie den Arbeitnehmer ordentlich kündigen, können Sie diesen bis zum Ablauf der Kündigungsfrist von der Arbeit freistellen. Selbstverständlich müssen Sie in diesem Fall sein Gehalt bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnis ohne Gegenleistung fortbezahlen.
Aber nach Ihrer Schilderung wird dies wohl das "kleinere übel" sein.



Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

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