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fristlose Kündigung bei extremer schimmelbildung


08.03.2007 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Lieber Anwalt/Anwältin
Ich Wohne mit meiner Freundin ca 3 Jahre in dieser Wohnung ,ich habe meinem vermieter einige male darauf hingewiesen (Angerufen) das er sich das mal anschauen soll und er kam beim letzten mal im dezember 2006 da sich an der Wohnzimmerwand hinterm Bild und mittlerweile durch 2 bilder der schimmel gefressen hat, der Vermieter meinte es könnte von den Nachbarn kommen und verschwand hat sich bis heute auch nicht mehr gemeldet.gut in der Zeit hat es sich immer mehr ausgebreitet und mittlerweile ist der ganze Flur bertroffen ( unten an der Wand alle Wände) das zieht sich über mehrere Meter .ich kann schon garnicht mehr durchschlafen , und glaub auch das es daran liegt (weil mann es auch riecht).daraufhin habe ich ne neue wohnung zugeschichert bekommen und auch schon unterschrieben ,und gleichzeitig am 06.03.07 diese wohnung zum 01.04.07 gekündigt fristlos .jetzt hat sich der mietverwalter gemeldet und sprach mit meiner freundin das wir nicht einfach so kündigen können,wenn es vor gericht kommen würde würden wir sowieso verlieren, wir sollten uns mit dem vermieter einigen er hatte sich für 19:00uhr angekündigt kam aber nicht .was kann ich tun? muss ich die frist von 3 monaten einhalten?
vielen Dank ich hoffe Sie können mir weiterhelfen
Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Dem Vermieter obliegt die Mängelbeseitigungspflicht bezüglich des Schimmels. Er trägt auch die Beweislast, dass die Ursache in seiner Sphäre liegt. Da er dieser Pflicht innerhalb von über drei Monaten nicht nachkommt und zudem, wie Sie schildern, der Mangel so erheblich ist, dass er schlicht nicht mehr behoben werden kann (Nichtgewährung des Gebrauchs), konnten Sie fristlos kündigen. Sie sollten zur Sicherheit noch Bilder von dem Ausmaß des Schimmels machen und zudem ein Gutachten hinsichtlich der Sporenbildung bzw. Schimmelbildung machen lassen. Eine fristlose Kündigung kommt gerade in Betracht, wenn die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigt oder zumindest gefährdet ist, z.B. durch Schimmel. In Ihrer schriftlichen Kündigung müssen dabei nicht nur der Kündigungsgrund „Gesundheitsgefahr“, sondern auch die Umstände genannt werden, von denen die Gefahr ausgeht. Sollte das nicht der Fall sein, holen Sie dies nach, indem Sie eine neue fristlose Kündigung aufsetzen. Ferner muss auch die Gesundheitsgefährdung beweisbar sein, deshalb sollten Sie zur Sicherheit ein Gutachten anfertigen lassen. Zudem haben Sie u.U. auch Anspruch auf Ersatz des Schadens, der ihm durch die Kündigung und den erzwungenen Umzug entsteht.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

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