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freiwilliige gesetzliche Krankenversicherung von Geschäftsführer

16.11.2016 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Ich bin 63 Jahre alt und habe 50% Anteil von einer GmbH beteiligt und bin gleichzeitig Geschäftsführerin. Wöchentlich arbeite ich aber nur 8 Stunden und Einkommen war bis Oktober weniger als 400 Euro , (eigentlich wegen Geschäftswagen Vorteil, der als Gehalt zu sehen ist), Weil ich in diesem Fall nicht „hauptberuflich selbstständige" bin, bin ich bis Oktober in Familieversicherung geblieben. Ab November verdiene ich c.a.452 Euro pro Monat , (eigentlich wegen Geschäftswagen Vorteil, der als Gehalt zu sehen ist), sagt AOK, dass ich ab November aus Familie-Versicherung raus bin. Weil ich weiter gesetzlich krank versichern möchte muss ich als freiwillige versichert sein. So ist für mich ok. Jetzt sind die Fragebogen von AOK für den Antrag allerdings komisch: 1. Ich muss ein Formular ausfüllen, das „Antrag auf Beitragsentlastung für hauptberuflich selbstständige" heißt. Ich bin doch nicht hauptberuflich selbstständig, weil ich nur 8 Stunden in der Woche arbeite. Wieso muss ich diese ausfüllen? 2. Aok hat nachgefragt, ab wann ich selbstständig war. Die Familieversicherung hat diese doch schon mehrmals bestätigt, dass ich bis Oktober Familieversicherung bleiben konnte, warum interessiert sie ab wann? Ab November ist diese erst interessant? 3. Was bringt mir am meisten Vorteil (vom Geld her), im Ansicht von Summe von allen Beiträgen „Krankenversicherung+ Arbeitsloseversicherung+ Rentenversicherung " usw.??? . als Angestellte oder als Hauptberuflich Selbstständige oder als nebenberuflich Selbstständige? Als Angestellte muss ich wahrscheinlich für Arbeitsversicherung usw zu viel bezahlen daher nicht zu empfehlen? Oder umgekehrt? , als hauptberuflich Selbstständige muss ich mehr zahlen als „nebenberuflich Selbständige"? Was ist „Best Case" und erfülle ich die Voraussetzung von dieser „Best Case"?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Wieso muss ich diese ausfüllen?"

Zum einen sind Sie dazu nach § 206 SGB V verpflichtet sind und zum anderen, weil dies u.a. auch für Ihre Beitragseinstufung notwendig ist. Hier dürfte der Antrag nach Ihrer Schilderung möglicherweise einfach aufgrund Ihres Statuswechsels innerhalb der Krankenversicherung vorsorglich geschehen sein, um Ihnen alle Optionen zu bieten.

Ein solcher Antrag hat ohnehin nur dann Erfolg, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Welche dies sind, können Sie z.B. unter :

https://www.ikk-suedwest.de/beitraege/beitragsentlastung-fuer-hauptberuflich-selbststaendige/


nachlesen.


Erfüllen Sie die dort genannten Voraussetzungen nicht, wäre ein solcher Antrag vergebliche Mühe. In diesem Fall können Sie darauf hinweisen, dass Sie nebenberuflich selbständig sind und nach der Mindestbemessungsgrenze veranlagt werden wollen. Diese beträgt 2016 ungefähr 933 € monatlich.


Frage 2:
"warum interessiert sie ab wann? Ab November ist diese erst interessant?"

Ab November ist es nach Ihren Angaben interessant und maßgeblich. Sollte sich aber später herausstellen, dass Ihr Steuerbescheid ein höheres Einkommen ausweist, kann es im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie auf das Kalenderjahr umgerechnet über die Einkommensgrenze kommen, die an sich zur Familienversicherung berechtigt. Da die Einkommensgrenze in Ihrem Fall 2016 nur 415 € beträgt, kann so ein Fall durchaus auftreten.

Dann würde in diesem Fall die Familienversicherung ab dem Datum enden, wo die Voraussetzungen weggefallen sind. Eine Rolle spielt dies aber nur, wenn Sie nicht bereits ganzjährig ( also Beginn am 01.01. des jeweiligen Jahres) selbständig waren.


Frage 3: "Was ist „Best Case" und erfülle ich die Voraussetzung von dieser „Best Case"?"


"Best case" war der Zustand in welchem Sie als nebenberuflich Selbständige in der beitragsfreien Familienversicherung verbleiben konnten. Dieser Zustand hat sich nun nach Überschreiten der Einkommensgrenze bereits in den "worst case" verwandelt. Insofern wäre es ggf. das Beste im nächsten Kalenderjahr unter diese Grenze zu kommen und dies der Kasse rechtzeitig anzuzeigen.



Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2016 | 19:20

Leider haben Sie meine Fragen fast gar nichts beantwortet.

Ob ich hauptberuflich oder nebenberuflich selbstständig bin, hat nach dem Gesetz mit meinem Einkommen nichts zu tun, oder?. Weil ich nur 8 Stunden in der Woche arbeite, bin ich nebenberuflich selbstständig. Ich habe deshalb aus Familieversicherung weggefallen, weil ich die andere Bedingung von Familieversicherung (Einkommengrenze) nicht erfülle, die erste Bedingung von Familieversicherung "nebenberuflich" habe ich weiterhin erfüllt. Ich weiß nicht warum Sie noch einen LInk über hauptberuflich sebstständig geschickt haben?!

Zu meiner 3. Frage, mein Einkommen ist jetzt 452 Euro und geht nicht mehr weniger, das bleibt ab jetzt für immer so hoch. Meine Frage war, in dem Fall jetzt und in Zukunft (immer 452 Euro) was der Best Case ist, als Angestellte oder hauptberuflich selbstständig oder nebenberuflich selbständig?? Meine Frage ist nicht, ob die Vergangenheit der Bestcase ist, die Vergangenheit geht nicht zurück. Als Angestellte muss man mehr Arbeitslosversicherung usw.zahlen, daher nicht gut?? Als hauptberuflich selbsständige muss man normaleweise 2.178,75 Euro als Grundlage berechnen, im Gegenteil als nebenberuflich selbstständige soll man 933 Euro als Grundlage? Daher nebenberuflich selbständig ist der best case?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2016 | 21:19

Nachfrage 1:
"Ob ich hauptberuflich oder nebenberuflich selbstständig bin, hat nach dem Gesetz mit meinem Einkommen nichts zu tun, oder?"

Bei Ihnen nicht, da Sie wohl neben Ihrer nebenberuflichen Selbständigkeit keine hauptberufliche Erwerbstätigkeit ausüben. Die Nebenberuflichkeit wäre aber auch bei einem Einkommen von 452 € monatlich grundsätzlich nicht infrage gestellt.

Denn nimmt der zeitliche Aufwand für die selbstständige Tätigkeit nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich in Anspruch, so ist in der Regel anzunehmen, dass die selbstständige Tätigkeit nicht hauptberuflich ausgeübt wird. Dies gilt nicht, wenn das Arbeitseinkommen 75 % der monatlichen Bezugsgröße (2016 = 2.178,75 Euro) übersteigt und deshalb anzunehmen ist, dass es die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts darstellt.



Nachfrage 2:
" Ich weiß nicht warum Sie noch einen LInk über hauptberuflich sebstständig geschickt haben?!"

Damit Sie verstehen, welche Voraussetzungen dafür zum einen notwendig sind und welche Beitragseinstufungen es zum anderen diesbezüglich überhaupt bei Hauptberuflichkeit gibt.


Nachfrage 3:
"Meine Frage war, in dem Fall jetzt und in Zukunft (immer 452 Euro) was der Best Case ist, als Angestellte oder hauptberuflich selbstständig oder nebenberuflich selbständig?"

Nach Ihrer Schilderung wäre es hier wohl am besten, wenn Sie eine versicherungspflichtige Angestelltentätigkeit hätten, da dann die nebenberuflichen Einkünfte sozialversicherungsfrei bleiben könnten.


Nachfrage 4:
" Als hauptberuflich selbsständige muss man normaleweise 2.178,75 Euro als Grundlage berechnen, im Gegenteil als nebenberuflich selbstständige soll man 933 Euro als Grundlage?"


So ist es in § 240 SGB V in Verbindung mit der jeweiligen Beitragssatzung der Krankenkasse festgelegt.


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