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freiberufliche Tätigkeit, steuerliche Behandlung eines beruflichbedingten PKWs


| 18.12.2009 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin freiberuflich als Architekt seit mehreren Jahren tätig.

Im Jahre 2008 und 2009 habe ich eine "Arbeitspause" aus privaten Gründen eingelegt, entsprechend keine Umsätze, relativ geringe Kosten, entsprechende Verluste.

Im kommenden Jahr 2010 werde ich wieder voll freiberuflich tätig sein.

Ich habe vor, im Jahre 2010 einen beruflich bedingten PKW anzuschaffen.
Beruflich bedingt bedeutet für mich eine Nutzung von dem PKW zu 80%, entsprechend 20% privat. Der PKW selbst wird 40.000,- € plus 7.600,- € MWSt kosten, also insgesamt 47.600,- €.

Wie ist die Umsatz- und Einkommensteuerliche Behandlung, Nutzungsdauer voraussichtlich 4 Jahre.

Bei meiner Tätigkeit werden die vereinbarten Honorare immer erst relativ spät gezahlt, dadurch ergeben sich erstmal nur Kosten u.a. auch diesen obigen PKW.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

1.) Einkommensteuerliche Behandlung:
Gem. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2+3 EStG haben Sie die Wahl, die private Nutzung als Nutzungsentnahme durch a) Abrechnung nach pauschalen Nutzungswerten, sog. 1%-Methode oder b) Abrechnung nach tatsächlichen Kosten, sog. Fahrtenbuchmethode zu berechnen.
Voraussetzung für die Anwendung des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2+3 EStG ist, dass das Kfz zum Betriebsvermögen gehört und auch privat genutzt wird. Bei mehr als 50% iger betrieblicher Nutzung stellt das Kfz notwendiges Betriebsvermögen dar.

Bei der Abrechnung nach pauschalen Nutzungswerten (1%-Methode) ist der Bruttolistenpreis inkl. Sonderausstattung zu Grunde zu legen. An das Fahrtenbuch werden formelle Anforderungen gestellt (vgl. R 31 Abs. 9 Nr. 2 LstR 2002 http://www.berlin.de/imperia/md/content/buergeraemter/rechtsgrundlagen/lohnsteuerrichtlinien2002.pdf)

2.)Umsatzsteuerliche Behandlung:

Ein angeschafftes, eingeführtes oder innergemeinschaftlich erworbenes Kraftfahrzeug kann dem Unternehmen zugeordnet werden, wenn es mindestens zu 10% betrieblich genutzt wird (§ 15 Abs. 1 Satz 2 UStG). Maßgeblich ist das Verhältnis der Kilometer betrieblich/privat.
In diesem Fall kann der in den Anschaffungskosen und laufenden Kosten enthaltene Umsatzsteuerbetrag als Vorsteuer geltend gemacht werden, § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG. Die Nutzungsdauer spielt hier keine Rolle.
Wegen der Privatnutzung ist aber die nichtunternehmerische Nutzung als unentgeltliche Wertabgabe abzuziehen (§ 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG).

Bei 1%-Methode:
Monatlich muss als unentgeltliche Wertabgabe abgegeben werden:
1% vom Bruttolistenpreis, abzgl. 20 %= Bemessungsgrundlage für Umsatzbesteuerung19% der Bemessungsgrundlage ist der Betrag der monatlich als unentgeltliche Wertabgabe abzuführen ist.
(vgl. BMF-Schreiben vom 27.8.2004 unter 2.1)

Fahrtenbuch:
Bemessungsgrundlage sind die so ermittelten Kosten für die private Nutzung.

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Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Online-Beratung lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung auf Grund der von Ihnen geschilderten Sachverhaltsumstände handelt.
Abschließend hoffe ich, Ihnen weitergeholfen zu haben und würde mich über eine positive Bewertung durch Sie freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 23.12.2009 | 09:51


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