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fragliches mobbing,was kann ich dagegen tun?


| 05.11.2007 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

ich bin 26j und arbeite seit 7 jahren als exam. krankenschwester auf der kardiologie.ganuso lange arbeite ich mit meiner 60j. kollegin (krankenpflegehelferin). von der position her stehe ich ganz klar, über ihr,...aber seit ich dort angefangen habe,gibt sie mir ständig das gefühl,daß ich kein recht habe ihr anweisungen zu geben. Ich muß vorab erwähnen,daß sie für ihren umgang mit manchen kollegen und patienten nicht sehr beliebt ist,....sie ist auch nicht kompetent,kann nur alles sehr gut nachsagen. sie lässt ihre kollegen und ärzte vor patienten schlecht aussehen,gibt dies bei konfrontationen nicht zu. sie hat ein einziges gespräch mit der pflegedienstleitung gehabt,aber sie wollen sie nicht versetzen,da sie,wie man so schön sagt,zum inventar dazu gehört,...und das man frauen in dem alter nicht mehr ändern kann.sie hat dann ganz klare defintionen ihrer arbeit erhalten, um schlimme und gefährliche fehler und ausseinandersetzungen im team zu vermeiden.

wenn ich mit ihr arbeite hält sie sich nicht daran,... sie übernimmt die oberhand,gibt mir wichtige informationen nicht weiter und lässt mich dumm da stehen,...wenn ich sie dann damit konfrontiere,verdreht sie die tatsachen,daß sie dann als opfer da steht und ich würde sie nur zu "schülerarbeiten" verdonnern.ich bin ein sehr belastbarer und toleranter mensch und habe einfach die tatsache akzeptiert,daß ich sie eifach so nehme wie sie ist.ich verschwand dann für ein jahr (erziehungsurlaub), und als wiederkehrte,mußte ich erfahren,daß sie schlimme gerüchte über meine person und kompetenz verbreitet hatte,auchsehr viele persönliche sachen,die ich ihr damals im vertrauen erzählt habe.ich habe die leute befragt und sie haben mir die geschichten bestätigt.mir ist egal,was leute über mich denken,es geht mir nur um ihr verhalten und was sie macht. ich gebe zu,daß ich selber schuld bin und von anfang an nicht genügend etwas dagegen getan habe. ich dachte immer,daß sie mich trotzallerdem privat gut leiden kann,aber die letzten monaten waren sehr schlimm. sie wiedersetzt sich gerade zu meinen anweisungen. ich kann vor wut nicht mehr schlafen und es macht mich psychisch total kaputt. was kann ich dagegen tun? kann ich sie anzeigen? ich habe ja genügend leute,die ihre lügereien bestätigen würden. ich halte das nicht mehr aus und werde ab januar auch die abteilung wegen ihr wechseln,aber ich will einfach nicht,daß sie ohne konsequenzen davon kommt.
05.11.2007 | 11:19

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

"Mobbing" ist ein mit juristischen Mitteln nur schwer zu handhabendes Phänomen.

Zunächst möchte ich Sie auf meinen Artikel allgemein zum Thema Mobbing hinweisen. Sie finden ihn unter der Internetadresse

https://www.123recht.net/article.asp?a=15525

Wenden Sie sich zunächst einmal an Kollegen und Vorgesetze, um das "Mobbing"-Problem anzusprechen. Suchen Sie auch Hilfe beim Betriebs- bzw. Personalrat (sofern vorhanden) und natürlich auch beim Arbeitgeber. Scheuen Sie auch nicht davor, die betreffende Kollegin unmittelbar auf ihr Verhalten anzusprechen. Meist hilft schon die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Betrefenden, um eine Besserung zu erzielen.

Sollten diese innerbetrieblichen Maßnahmen nichst fruchten, überlegen Sie - ggf. mit Hilfe eines Rechtsanwalts - ob Sie gerichtliche Hilfen in Anspruch nehmen wollen und welche Erfolgsaussichten bestehen.

Gegen falsche Verdächtigungen und üble Nachrede schützt das Strafgesetzbuch - allerdings sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass eine Strafanzeige gegen die betreffende Person sicherlich nicht zu einer Verbesserung des Betriebsklimas führt. Hinzu kommt, dass solche Anzeigen häufig im Sande verlaufen, da es regelmäßig schwierig ist, diese Straftatbestände in einer Hauptverhandlung bewiesen zu kriegen. Eine Anzeige sollte also nur als wirklich allerletzte Möglichkeit in Betracht kommen.

Selbstverständlich könnten Sie auch im Wege der Unterlassungsklage - ggf. im Wege einstweiligen Rechtsschutzes - vorgehen. Aber auch hier stellt sich das gleiche Problem der Beweisbarkeit. Schließlich haben Sie auch die Möglichkeit, Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen einer Persönlichkeitsverletzung einzuklagen. Allerdings ist auch hier das zentrale Problem die Beweisbarkeit des mobbinghaften Verhaltens. Die von mir in dem o.a. Artikel angegebene Rechtsprechung des LAG Thüringen ist inzwischen überholt: Das Bundesarbeiitsgericht hat in seiner jüngsten Entscheidung zum Thema "Mobbing" dieser Rechtsauffassung des LAG Thüringen zur Frage der Beweiserleichterung eine Absage erteilt (BAG, Urt. v. 16.06.2007, Az: 8 AZR 709/06, in NZA 2007, 155 ff.). Es bleibt dabei, dass das Mobbingopfer die volle Beweislast daür trät, dass es Opfer einer systematischen (!), sich aus vielen einzelnen Handlungen zusammensetzenden Vehaltensweise ist, die in ihrer Gesamtheit betrachtet geeignet ist, jemanden anzufeinden, zu schikanieren oder zu diskriminieren. Wenn dies nicht vor Gericht bewiesen werden kann, hätte eine solche Klage wenig Aussicht auf Erfolg.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Auskunft behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Fenimore v. Bredow
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


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"ich habe in meinem anliegen erklärt,dass ich diese zeugen hätte,die die verbreiteten gerüchte über mich bestätigen würden, da hätten sie mehr drauf eingehen können,welche möglichkeiten und erfolgschancen ich dadurch hätte,im falle einer anzeige.da ich meine station ab januar wechseln werde,ist mir das arbeitsklima egal,...ich will nur,daß sie "bestraft" wird. "
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4/5.0

ich habe in meinem anliegen erklärt,dass ich diese zeugen hätte,die die verbreiteten gerüchte über mich bestätigen würden, da hätten sie mehr drauf eingehen können,welche möglichkeiten und erfolgschancen ich dadurch hätte,im falle einer anzeige.da ich meine station ab januar wechseln werde,ist mir das arbeitsklima egal,...ich will nur,daß sie "bestraft" wird.


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