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frage ueber ausländerrecht

13.01.2010 01:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


guten tag. ich habe eine frage. ich bin georgierin und wohne seit 8 jahre in deutschland. ich bin ferheiratet. mein mann ist deutsch und ich besitze unbefristete aufehnhalterlaubnis. unsere problem ist volgende: mein sohn ist17( von meine erste ehe) und wohnt in georgien. wir laden mein sohn sehr oft als gast ein, aber jedes mal gibt es immer probleme. er war schon 3 mal bei uns. leider ist meine mutter geschtorben und mein sohn hat dort niemanden mehr. wir sind selbständig und haben keine finanzielen probleme. trotzem krikt er nur schengelvisum, wir können aber dieses visum nicht verlängern. bitte, beraten sie uns, haben wir einen schons, das er hir bleiben kann?? er kommt in eine woche wieder als gast ...

Sehr geehrter/e Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

1. Da Sie schon lange in Deutschland leben und dementsprechend nicht zusammen mit Ihrem Sohn nach Deutschland ziehen, greift hier die altersabhängige Regelung des § 32 II AufenthG ein.

Danach muss ein Kind, das 16 Lebensjahr vollendet hat besondere Integrationsanforderungen erfüllen. Ihr Sohn müsste also gem.: § 32 II AufenthG entweder die deutsche Sprache beherrschen oder es muss gewährleistet sein, dass er sich auf Grund seiner bisherigen Ausbildung und Lebensverhältnisse sich gut in die gesellschaftliche Strukturen in der BRD integrieren wird. Sprache beherrschen heißt in diesem Zusammenhang, dass seine Deutschkenntnisse so gut sein müssen wie durchschnittlich bei deutschen Kindern (VGH Hessen 1999).

Ob die Integrationsfähigkeit des Kindes besteht, muss in einer Gesamtbetrachtung der bisherigen Lebensverhältnisse und Ausbildung des Kindes erfolgen. Hilfreich wäre in Ihrem Fall, wenn Ihr Sohn z.B. zumindest in der Schule die deutsche Sprache als Fremdsprache gehabt hat. Es muss irgendein Bezug zu Deutschland ersichtlich sein. Insoweit könnten seine von Ihnen erwähnten zahlreiche Deutschlandbesuche hilfreich sein. Sollte er zufällig ein über den Durchschnitt begabter Sportler sein, so wäre das eine Integrationsgarantie, falls er seine sportliche Kariere hier in Deutschland durch ein Sportverein bzw. Verband fortsetzen würde.

2. Die nächste Möglichkeit bietet die Härteregelung des § 32 IV AufenthG. Danach kann auch einem 17 Jährigen, der die obengenannten Voraussetzungen des § 32 II AufenthG nicht erfüllt, eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn ein Härtefall vorliegt. Hier können Sie damit argumentieren, dass Ihr Sohn nach dem Tod Ihrer Mutter keine Verwandte mehr in Georgien hat. In dieser Hinsicht wäre sehr hilfsreich, wenn Sie das alleinige Sorgerecht über Ihren Sohn hätten. Dann könnte man nämlich argumentieren, dass sein leiblicher Vater (falls noch am leben) kein Sorgerecht besitzen würde und auch sonst finanziell nicht in der Lage wäre, dieses Recht effektiv auszuüben. Da nach § 32 IV, S. 2 AufenthG auch das Kindeswohl zu berücksichtigen ist, ist das alleinige Sorgerecht ein Indiz dafür, dass die Gestattung des Nachzugs dem Wohl Ihres Sohnes entspricht. Als letztes Argument kann die mangelnde Zukunftsperspektive des 17 Jährigen beim Verbleiben in Georgien wegen schwieriger wirtschaftlicher Lage angeführt werden. Die Entscheidung nach § 32 IV AufenthG liegt im Ermessen der Behörde.

3. Als weiteres Mittel sollte Ihr deutscher Mann über die Adoption des 17 Jährigen nachdenken. In diesem Fall hätte Ihr Sohn einen Anspruch nach § 28 I, Nr. 2 AufenthG mit der Folge dass die Altersbeschränkung wegfällt. Dies ist aber nur möglich, solange Ihr Sohn noch nicht 18 Jahre Alt geworden ist. Sie haben also sehr wenig Zeit. Zusätzlich müsste man in diesem Fall beachten, dass nach georgischem Recht erfolgte Adoption von dem für das deutsche Adoptionsrecht (§1741 I BGB) maßgeblichen Gesichtspunkt des Kindeswohls getragen wird.

4. Schließlich kann man auch darüber nachdenken Ihren Sohn als Studenten nach Deutschland zu holen.

Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass die Erstberatung nur die erste rechtliche Beurteilung des Rechtsproblems auf Grund von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts bieten kann. Bei Unklarheiten biete ich Sie die kostenlose Nachfragefunktion zu nutzen. Abgesehen davon können Sie bei weiteren Fragen auch die Funktion “Direktanfrage” in Anspruch nehmen.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und verbleibe mit freundlichen Grüßen:

T. Kakachia
-Rechtsanwalt-

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Temuri Kakachia
Anwaltskanzlei

Tel: 07621/5830303
Fax: 07621/5839304

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