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Wieviel darf das Inkassounternehmen eintreiben?

28.03.2010 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt!
Ich habe vor 12 Jahren ein Konto bei der rv-Bank Haibach gehabt. Dort hatte ich einen Dispo von ca 1200 Mark und habe mal hier und da 100 Mark bezahl aber nicht einhalten können da ich immer zwischendurch Arbeitslos war. 2004/2005 erhielt ich Post von den Rechstanwälten Tonnemacher und erklärte meine Situation. Kurz darauf erhielt ich Post von der Greif Inkasso die knapp knapp 2000 € wollten inkl der Inkasso Gebühren Zinsen Bearbeitungsgebühren. Ich erklärte wiederum meine damalige Situation und kurz darauf rief mich eine Frau Stephan an vom Inkasso und drohte mir wenn ich nicht zahle trotz meiner Situation würden Sie auf Pfändung und Zwangsvollstreckung gehen. Aus Angst damals habe ich das Schuldanerkenntnis unterschrieben und zahlte brav jeden Monat meinen Betrag . Einmalig 100 euro und dann 30 euro bis letztes Jahr 2009 Wo ich dann eine Schlußrate von über 94 euro überwies und war somit fertig. Kurz darauf erhielt ich nochmal Post und da wollten Sie wieder über 2200 euro haben angeblich Zinsen und Bearbeitungsgebühren. Da dachte ich ich bin im falschen Film. Dann kurz darauf waren es etwas über 1220 euro Zinsen die ich sofort begleichen sollte und dann erhielt ich vor kurzem ein Zwangsvollstreckungsbescheid wo die kosten aus der Hauptforderung 500 euro bestünden plus Inkassokosten und Zinsen wären es wiederum insgesamt wieder etwas über 1220 euro. Ich habe aus Angst 50 euro Rate bezahlt aus der HP 500 euro da ich keine Vollstreckung möchte und jetzt habe ich wieder ein Schreiben bekommen wo sie mir wieder drohten. Muß ich das wieder bezahlen? dann komm ich ja nie raus aus den Kosten! Ich habe doch schon eigendlich alles beglichen. Was darf denn ein Inkassounternehmen einfordern? Ich wäre Ihnen sehr Dankbar wenn Sie mir helfen könnten!

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Das Inkassobüro kann Gebühren und Zinsen auf die Hauptforderungen verlangen. Der Zinssatz darf 5 % Punkte über dem jeweiligen Basiszinssatz nicht übersteigen. Der Basiszinssatz ändert sich jeweils zum 01.01 und 01.07 eines Jahres, die Höhe der letzten Jahre und den aktuellen können Sie hier finden: http://basiszinssatz.de/. Ein höherer Zinssatz darf nicht verwendet werden. Sie sollten die Forderungsaufstellung des Inkassobüros dahingehend überprüfen. Auf der angegebenen Seite können Sie auch eine Zinsberechnung durchführen.

Die Kosten des Inkassobüros dürfen bei einer Hauptforderung (ohne Zinsen) von ca. 1000,00 € nicht mehr als die üblichen Anwaltskosten betragen und dies wären bei dem Wert ca. 280,00 €.

In einer ordentlichen Forderungsaufstellung des Inkassobüros müssen die Hauptforderung, Kosten und Zinsen separat ausgewiesen sein und somit sollte für Sie erkennbar sein, welche Forderungen geltend gemacht werden. Wenn Ihnen keine solche Forderungsaufstellung vorliegt, dann sollten Sie eine solche anfordern und mit Ihren gesamten Zahlungen sowie Kosten und Zinsen wie oben stehend betrachten. Allerdings darf ich darauf hinweisen, dass nach § 367 BGB Zahlungen zunächst auf Kosten und Zinsen erfolgen und dann auf die Hauptforderung, so dass die Verzinsung meist weiterläuft.

Sollte eine Überprüfung der Forderungsaufstellung im Ergebnis unzutreffend sein und nicht vom Schuldanerkenntnis gedeckt sein, dann widersprechen sie dieser. Im Übrigen darf ich darauf hinweisen, dass strittige Zahlungen, d.h. wenn nicht alle Zahlungen ordentlich verbucht wurden, liegt bei Ihnen die Nachweispflicht.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin



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