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Arbeiten ohne AV -> unbefrister Vertrag?

| 01.02.2010 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo an Alle!

Ich habe folgendes Problem:

Ich bin in einer Firma befristet seit Januar`09 bis 31.01.2010 eingestellt. Im Oktober `09 habe ich bereits eine Mitteilung bekommen, in welchem mir eine Verlängerung um ein Jahr versprochen wurde.

Auf Grund eines Arbeitsunfalls, bin ich seit Anfang November krank. Seit Dezember liegt mein Vertrag fertig zur Unterschrift in der Firma.

Heute war ich den ersten Tag wieder in der Firma, da ich einer Einarbeitung, welche von der BG bezahlt wird zugestimmt habe. Ich bin also weiterhin krank geschrieben. Ab morgen arbeite ich 4h, um mich langsam wieder an den Job zu gewöhnen.

Allerdings habe ich seit heute keinen gültigen unterschriebenen Arbeitsvertrag mehr in der Hand. Gilt jetzt das, da mich mein AG arbeiten läßt, das ich stillschweigend einen unbefristeten Vertrag erhalten habe? Oder bin ich jetzt, da mir der neue Befristete Vertrag angeboten wurde und nur noch nicht unterschrieben ist, als weiterhin befristet eingestellt?

Bin ich befristet oder unbefristet eingestellt?
Und wie soll ich mich verhalten?

Danke für die Antworten!!!!

Sehr geehrte Ratsuchende,


sofern der nun befristete Arbeitsvertrag zugesagt worden ist, gilt auch diese Vereinbarung; allerdings müssten Sie dieses im Streitfall auch beweisen können.

Gelingt dieser Beweis nicht, wird im Streitfall der "alte" befristete Arbeitsvertrag herangezogen, der dann automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf, am 31.01.2010 auslaufen wird.

Wird nun das Arbeitverhältnis über diesen Stichtag 31.01.2010 fortgesetzt und ohne dass der neue befristete Arbeitsvertrag unterschrieben ist (denn bei der Befristung ist Schriftform erforderlich) , befinden Sie sich dann automatisch in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Derzeit, bis zum 31.01.2010 befinden Sie sich noch in dem alten befristeten Arbeitsverhältnis.


Sie haben letztlich derzeit zwei Möglickeiten:

1.)

Sie drängen zur Rechtsklarheit auf Unterzeichnung des neuen Vertrages.

2.)

Sie machen nichts und warten die Entwicklung über den 31.01.2010 ab. Werden Sie dann weiterbeschäftigt, gelten die obigen Ausführungen und es liegt - falls es zu keiner neuen schriftlichen Befristung kommt - ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vor.


Fraglich ist, ob Sie das Risiko eingehen wollen, dass der Arbeitgeber die neue Befristung bestreitet und dann automatisch am 31.01.2010 das Arbeitsverhältnis endet.

Können Sie hingegen diese Vereinbarung sicher nachweisen, würde ich Ihnen zur zweiten Alternative raten, also abwarten und einfach über den 31.01.2010 weiterarbeiten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2010 | 17:07

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich war HEUTE in der Firma 01.02.2010 um meine Einarbeitung, welche von der BG bezahlt wird zugestimmt habe. Ich bin also weiterhin krank geschrieben. Ab morgen arbeite ich 4h, um mich langsam wieder an den Job zu gewöhnen.

Also, wenn ich morgen arbeite, ohne einen Vertrag unterschrieben zu haben bin ich unbefristet eingestellt, trotz anhaltender Krankheit, oder hat die Krankheit nicht damit zu tun?

Oder zählt der heutige Tag schon? Da ich auch alle Absprachen bezüglich der Einarbeitung im Personalbüro besprochen habe.

Danke für Ihre Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2010 | 18:35

Sehr geehrte Ratsuchende,


ich hatte der Erstfrage so nicht entnommen, dass Sie heute schon wieder gearbeitet haben.

Sie sollten morgen also mit der Arbeit beginnen, da dann ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt. Die Krankheit ist dabei unbeachtlich, leider auch das heutige Gespräch mit der Personalabteilung - entscheidend ist, dass Sie Ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, so dass Sie zunächst ganz normal die Tätigkeit aufnehmen sollten, also, ob Sie wirklich gearbeitet haben.

Auch wenn Ihnen dann im Laufe des Tages der Arbeitsvertrag vorgelegt werden sollte, ändert dieses dann nicht an einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Gleichwohl sollten Sie den befristeten Arbeitsvertrag dann nicht unterzeichnen, sondern manifestieren, dass Sie schon gearbeitet haben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 01.02.2010 | 18:40

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Stellungnahme vom Anwalt:
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