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Hohes Einkommen - anrechnungsfreier Teil

31.01.2010 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Abend !

Im Internet habe ich gelesen, daß Einkommensbestandteile über 6.000 € bei der Unterhaltsberechnung
anrechnungsfrei bleiben. Folgende Fragen habe ich dazu:

- hat jemand von Ihnen dazu schon einmal etwas gehört ?
- bezieht sich der Bestandteil auf das Einkommen aus Arbeit oder auf das gesamte Einkommen (Arbeit, Zinsen, Wohnvorteil, etc.) ?

Es geht um Unterhalt gegenüber einer Mutter eines nichtehelichen Kindes.

Vielleicht weiß ja jemand von euch bescheid !?

Viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Wenn das Nettoeinkommen über € 6.000 liegt, wird davon ausgegangen, dass die über dieser Grenzen liegenden Einkünfte nicht, oder nicht vollständig, für den laufenden Unterhalt ausgegeben werden, sondern vermögensbildend oder für die Altersvorsorge angelegt werden. Bei der Berechnung des nachehelichen Unterhalts bzw. Trennungsunterhaltes bleiben diese Einkünfte daher außen vor.

Wenn der Unterhaltsberechtigte trotzdem eine Anrechnung des über 6.000 EUR netto gehenden Einkommens erreichen möchte, muss er darlegen und im Streitfall beweisen, dass auch diese Einkünfte für den ehelichen Unterhalt ausgegeben wurden (vgl. OLG Köln FamRZ 2002,326).

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Bei Bedarf kontaktieren Sie mich bitte unter <info@rechtsanwalt-schwartmann.de> oder telefonisch unter 0221-3559205.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2010 | 20:25

Guten Abend Herr Schwartmann !

Erst einmal vielen Dank für Ihre Antwort !
Ihre Antwort hat mir zum Teil geholfen.

Jedoch haben Sie auf meine Frage:

" bezieht sich der Bestandteil auf das Einkommen aus Arbeit oder auf das gesamte Einkommen (Arbeit, Zinsen, Wohnvorteil, etc.) ? "

nicht geantwortet.

Vielleicht können Sie das noch nachholen !

Vielen Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2010 | 20:41

Das bezieht sich auf die gesamten, unterhaltsrechtlich relevanten Einkünfte - also auch auf Zinsen aus Kapitalerträgen etc.

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