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Tujahecke

14.12.2005 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wohnen in BW in einem alten Baugebiet. Vor 7 Jahren bekamen wir einen neuen Nachbar. Im Zuge der Renovierung des alten Hauses wurde die Gartenanlage neu gestaltet. Wir wohnen an einem Südhang. Der neue Nachbar ebnete sein Grundstück ein, in dem er an unserer Grunstücksseite sogenannte L-Steine verlegte und somit sein Grundstück ca 1m anhob. Darauf pflanzte er eine Tujahecke die mitlerweile 180 cmh hoch ist. Die Hecke hat einen Abstand von 50 cm bis zum Stamm gemessen von der Grundstücks-grenze. Somit überragt er den ursprünglichen Geländeverlauf insgesamt 2,8 m.
Unser Nachbar wollte diese Hecke mit unserem Einverständnis von unserem Grundstück aus pflegen. Wir haben Ihm dies untersagt. darauf hin hat er die Hecke bis auf den Stamm zurückgeschnitten so daß er nun von seinem Grundstück aus die Hecke schneiden kann. Die Höhe hat er auf unser Verlangen nicht zurückgenommen. Im Gegenteil hat er am Ende der Hecke noch einen Sichtschutzzaun aus einem Weidengeflecht von über 2m aufgestellt. Abstand zur Grenze wenniger als 10 cm. Durch den geringen Abstand zu unserem Haus zur Hecke ca. 4m haben wir auch einen starken Moosbewuchs.Welche Höhe an Hecke müssen wir dulden und wie verhält es sich mit dem Abfall des Rückschnittes der in unserem Vorgarten landet.
Mit freundlicehm Gruß

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

1. Nach § 12 Abs. 1 des NachbarrechtsG Baden-Württemberg (NG) ergibt sich zunächst der Grundsatz, dass die Hecke bei dem entsprechenden Abstand 1,80m hoch sein dürfte. Jede Mehrgröße muss in entsprechender Größe den Abstand vergrößern. Aufgrund der Besonderheiten (sie ist ja faktisch 2,80m hoch), wird sie gekürzt werden müssen. Wegen der Grundstückserhöhung kann nur dies (auch wenn im Gesetz nicht ausdrücklich genannt) zu sachgerechten Ergebnissen (unter Berücksichtigung des gesetzlichen Schutzzwecks) führen.

Nach § 12 Abs. 2 des NG ist die Hecke dabei bis zur Hälfte des nach Absatz 1 vorgeschriebenen Abstands (hier 50cm+1m) zurückzuschneiden. Nach meiner Rechnung wäre Sie daher um auf 75cm zu kürzen.

2. Den Abfall muss Ihr Nachbar entfernen. Dies ergibt sich bereits aus § 12 Abs. 3 NG, wonach der Eigentümer der Hecke zum Rückschneiden verpflichtet ist und als Verpflichteter natürlich in diesem Sachzusammenhang auch den Abfall entsorgen muss. Ferner ergibt sich dies auch aus §§ 823, 1004 BGB.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Sollten dennoch Verständnisschwierigkeiten verbleiben, nutzen Sie doch bitte die kostenlose Nachfragemöglichkeit. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung – soweit gewünscht. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


Burgwedel, den 14.12.05
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)



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