1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verbindliche Bestellung, Gebrauchtwagen – für beide Seiten bindend

03.01.2010 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe im Internet bei einem Autohaus ein Auto entdeckt, was mir sehr gut gefallen hat. Daraufhin habe ich mit dem Verkäufer telefoniert, er hat mir ein Angebot gemacht und mir eine Verbindliche Bestellung eines gebrauchten Kraftfahrzeuges zugeschickt. Der Wagen sollte bar bezahlt werden. Auf der verbindlichen Bestellung sind die Adressdaten des Händlers, die Fahrzeugdaten und der Kaufpreis des Wagens. Ich habe meine Adressdaten eingetragen und unterschrieben per Mail zurückgeschickt. Kurze Zeit später habe ich telefonisch nachgefragt, ob meine Bestellung angekommen sei, da ich keine schriftliche Bestätigung kommen habe. Der Verkäufer bestätigte mir am Telefon, dass das Formular angekommen sei und er sich meldet, wenn das Fahrzeug eingetroffen ist. Auf der Verbindlichen Bestellung habe nur ich unterschrieben. Ich habe keine AGBs des Autohauses bekommen und auch auf der Homepage keine gefunden.

Am Abend erhielt ich einen Anruf des Verkäufers, indem er mir kurz mitteilte, er hätte einen falschen Preis (zu seinen Ungunsten) eingetragen, im Angebot was er mir vorher machte war der höhere Preis enthalten. Er hätte mir eine neue Verbindliche Bestellung bereitgestellt und ich solle ihm diese doch bitte unterschrieben zuschicken.


Nun zu meiner Frage:

Muss das Autohaus das Fahrzeug zu dem niedrigeren Preis ausliefern, oder kann es sogar vom Vertrag zurücktreten?

03.01.2010 | 12:46

Antwort

von


(445)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihren Schilderungen ist vorliegend davon auszugehen, dass ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Auch wenn der Händler Ihnen noch keine Bestätigung geschickt hat, so ist dennoch von einer Annahme des Angebotes auszugehen. Schliesslich hat der Händler Ihnen das telefonisch bestätigt und könnte jederzeit eine Bestätigung schicken. Aber darum geht es vorliegend nicht.

Ungeachtet dessen, dass ein Kaufvertrag vorliegt, der für beide Seiten verbindlich ist, ist vorliegend dem Händler ein Erklärungsirrtum unterlaufen. Ein solcher Irrtum liegt vor, wenn schon der äußere Erklärungstatbestand nicht dem Willen des Erklärenden entspricht. Ein typischer Irrtum ist das Verschreiben.Dieser Irrtum berechtigt ihn zur Anfechtung seiner Annahmeerklärung. Die Rechtsfolge ist letztlich, dass ein Kaufvertrag nicht zustande gekommen ist.

Ob nun also eine Annahme des Händlers vorliegt oder nicht, ist für den Fall unbeachtlich, da der Händler jedenfalls zur Anfechtung berechtigt ist.


ANTWORT VON

(445)

Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Insolvenzrecht, Kreditrecht, Vertragsrecht, Mietrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90380 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Dankeschön :) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell. Unkompliziert. Verständlich. Direkt. Absolut weitergeholfen. Klare Empfehlung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
trotz kurzer Info, genau auf den Punkt getroffen. ...
FRAGESTELLER