Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
500.114
Registrierte
Nutzer
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kredit

27.11.2005 00:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Unsere Tochter war Sozialhilfeempfängerin. Nach ihrem Tod haben wir einen Erbschein, zum Auflösen ihres Bankkonto, beantragt und auch erhalten. Jetzt haben wir eine Aufforderung des Sozialamtes erhalten, wonach wir einen, nicht völlig zurückgezahlten Kredit unserer Tochter, zurückzahlen sollen.
Unsere Frage: Sind wir verpflichtet diesen Kredit zurückzuzahlen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Rechtsfrage beantworte ich anhand der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt:

1.
Ja.
Mit dem Tod Ihrer Tochter ist die Erbschaft auf Sie beide gemeinschaftlich übergegangen, §§ 1922, 1942 BGB. Dabei unterstelle ich, dass außer Ihnen keine anderen oder weiteren Erben vorhanden sind.
Somit haben Sie gemäß § 1967 BGB auch die Nachlassverbindlichkeiten zu tragen, müssen also den noch offenen Teil der Schulden Ihrer Tochter an das Sozialamt bezahlen.
Die Forderung aus dem Kredit erlischt nicht mit dem Tod Ihrer Tochter.

2.
Mit der Beantragung des Erbscheins haben Sie die Erbschaft bereits angenommen und können sie deshalb laut § 1943 BGB auch nicht mehr ausschlagen.

3.
Es verbleibt Ihnen daher nur die Möglichkeit, die Annahme der Erbschaft wegen Eigenschaftsirrtums gemäß § 119 Abs. 2 BGB anzufechten, und zwar durch gemeinschaftliche Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht zur Niederschrift bei dem Nachlassgericht oder in öffentlich beglaubigter Form (§§ 1945, 1955 BGB).
Dann haben Sie aber auch keinen Anspruch mehr auf das gegebenenfalls vorhandene Nachlassvermögen.

Ein beachtlicher Eigenschaftsirrtum liegt (unter anderem) vor, wenn die Belastung des Nachlasses mit der Verbindlichkeit erheblich von Ihren Vorstellungen bei der Annahme der Erbschaft abweicht, also insbesondere bei unvorhergesehener Nachlassüberschuldung.

Die Anfechtung kann gemäß § 1954 Abs. 1 und Abs. 2 BGB nur binnen sechs Wochen von dem Zeitpunkt an erfolgen, in dem Sie von dem Anfechtungsgrund erfahren haben, hier also ab dem Zeitpunkt, in dem Sie die Aufforderung des Sozialamtes erhalten haben.


Ich hoffe, meine Ausführungen haben die rechtliche Situation für Sie klarer gemacht.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64203 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Gut verständliche und eindeutige Antwort. Liebe Frau Türk, gerne komme ich auf Sie zurück so notwendig. Momentan sind wir noch in der Phase in der meine Gegenüber meine alle besonders "schlau" zu sein..... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Bester Anwalt! Von drei persönlich aufsuchenden Anwälten erhielten wir immer nur unklare Auskünfte, haben viel Geld bezahlt und schlauer waren wir nach den Erstgesprächen nie. RA Steidel hat uns klare und präzise Antworten ... ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr schnelle und kompetente Hilfe + Lösung. Danke! ...
FRAGESTELLER