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Beschäftigungsverbot wegen Schwangerschaft - kann mich mein Arbeitgeber in der Probezeit kündigen?

08.09.2009 21:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich habe am 1.4.09 eine Ausbildung als Gesundheits-und Krankenpflegerin angefangen.Nun bin ich seit dem 24.7. krankgeschrieben,also schon länger als 6 Wochen.Am 30.7. habe ich erfahren,das ich Schwanger bin.Am 7.9. habe ich nun ein Beschäftigungsverbot Laut §3 Absatz 1 von meiner Frauenärztin bekommen,wegen drohender Fehlgeburt.Ich befinde mich bis Ende September in der Probezeit,kann ich trotz dem ich ein Beschäftigungsverbot habe gekündigt werden?Ich habe große Angst vor finanziellen Problemen!Ich denke das mein Arbeitgeber es darauf hinaus laufen lassen will,das ich selbst kündige oder wir einen Aufhebungsvertrag schließen,was ich aber nicht tun werde,da ich seit Juni eine eigene Wohnung habe und auch noch Leben muss.Oder mein Arbeitgeber lässt die Probezeit einfach auslaufen,ist dies möglich?Wie ist es jetzt mit Geld geregelt,wer kommt jetzt für mich auf?Die Krankenkasse oder muss ich zum Amt gehen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Sie können nicht innerhalb der Probezeit gekündigt werden, weil Sie schwanger sind. Nach § 9 I MuSchG ist eine Kündigung unzulässig und zwar bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung.

Wichtig ist aber, dass Sie dem AG mitteilen das Sie schwanger sind, denn nur bei Kenntnis des AG greift das Kündigungsverbot. Aus dem Beschäftigungsverbot nach § 3 I MuschG folgt ja, dass Sie schwanger sind. Keinesfalls dürfen Sie selbst kündigen oder einen Aufhebungsvertrag schließen, denn der Sonderkündigungsschutz aus dem MuSchG greift nur bei Kündigungen des AG.

Es kommt auf die Bedigungen Ihres Arbeitsvertrages an, ob der AG die Probezeit auslaufen lassen kann. Wenn Ihr Arbeitsvertrag bis zum Ende der Probezeit befristet ist, dann braucht der AG keine Kündigung und könnte es einfach auslaufen lassen. Ist der Vertrag unbefristet und sieht nur eine verkürzte Frist zur Kündigung in der Probezeit vor, dann muss er kündigen, was während der Schwangerschaft nicht zulässig ist.

Ihr AG muss während der Dauer des Beschäftigungsverbots nach § 11 I MuSchG den Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen weiterzahlen. Sie haben also weiter einen Lohnanspruch. Sie müssen aber wegen des Beschäftigungsverbots arbeitsunfähig sein und nicht aus anderen Gründen.

Später während der Mutterschutzfristen (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung) haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld gegen die Krankenkasse.

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