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Offenlegung er in der Fallpauschalen enthaltenen Leistungen

30.07.2009 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


09:23

Sehr geehrter Herr Hein
Ich bin nur temporär in Deutschland und bin Privat-KK versichert im Ausland.
Ich war nun in der PK, wo mir 3 Stents eingesetzt wurden.
In der Rechnung ist folgendes aufgeführt:


- Diagnosen...unter anderem N18.82
- die Codes für die vorgenommenen Eingriffe und Material
- 3 Stents
- Fallpauschale nach DRG

Meine Versicherung in kennt das DRG System nicht und arbeitet nicht damit, und wird mir hierfür somit nichts erstattet werden.
Ich bat deshalb die Klinik, mir die in der Fallpauschale enthaltenen Leistungen schriftlich zu erörtern.
Die Klinik weigert sich jedoch.
Ausserdem steht die Pos. N18.82 für chronische Niereninsuffizienz. Meine Nieren waren und sind 100% in Ordnung, ich hatte noch nie irgendwelche Nierenprobleme.

Frage: a) habe ich Anrecht auf die Offenlegung der in der Fallpauschale erbrachten Leistungen, bzw. ist die Klinik dazu verpflichtet, und
b) kann ich die nicht vorhandene Niereninsuffizienz beanstanden, sofern dies eine vermindernde Auswirkung auf die Höhe der Fallpauschale hat.
Der behandelnde Arzt stellte mir seinerseits sein Chefarzthonorar in Rechnung, worin auch die Assistenz, sowie das Kathetermaterial aufgeführt ist.In seinen Berichten, gleich wie bei den diversen Bluttests wurde nirgends ein Nierenproblem festgestellt.

Besten Dank für Ihre Hilfestellung.

Mit freundlichen Grüssen

30.07.2009 | 13:46

Antwort

von


(207)
Am Kabutzenhof 22
18055 Rostock
Tel: 0381 25296970
Web: http://www.mv-recht.de
E-Mail:



Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Zur Ordnungsgemäßheit von Krankenhausrechnungen gab es in jüngerer Vergangenheit eine einschlägige Entscheidung.
Nach dem OLG Oldenburg (5 U 24/08 ) müssen Krankenhausrechnungen die abgerechneten Leistungen nicht so detailliert aufzeigen, wie es von anderen privatärztlichen Rechnungen gefordert wird.

Es reiche danach aus, wenn Zeitraum der Behandlung, Leistungsart und die entsprechenden Tarife dargestellt werden und die entsprechenden DRG-Subklassifizierungen mit den Haupt- und Nebendiagnosen aufgeführt und in der Spezifizierung eine Einzelfallübersicht mit den Falldaten vorgetragen wird.

Ist die DRG Klassifizierung aber fehlerhaft, so ist die gesamte Rechnung fehlerhaft.

Wurde bei Ihnen also die Behandlung einer Niereninsuffizienz abgerechnet obwohl dies tatsächlich nicht – nicht mal annähend – geschehen ist, so weist die Ihnen gestellte Rechnung Fehler auf, die zur Zurückbehaltung Ihrer Zahlung berechtigt.


Sie sollten den Krankenhausträger auf die Fehler in der Abrechnung aufmerksam machen und um Berichtigung bitten. Solange sollten Zahlungen von Ihnen nicht geleistet werden.

Entsprechend verhält es sich mit der Rechnung bzgl. Chefarztbehandlung.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung weitergeholfen zu haben.


An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.

Haben Sie noch Nachfragen, so nutzen Sie dafür die vorhandene Nachfragefunktion.




Rechtsanwalt Mathias Drewelow
Fachanwalt für Medizinrecht

Rückfrage vom Fragesteller 30.07.2009 | 14:12

Besten Dank für Ihre erste Antwort.

Zu meinem Anliegen habe ich noch folgende Frage:

Die Klinik ist bereit, mir eine modifizierte Rechnung auszustellen, d.h. so wie wenn ich Selbstzahler ohne Versicherung bin. Allerdings würde dann die Rechnung erheblich teurer ausfallen. Aber hätte ich dann wenigstens das RECHT und die Klinik die VERPFLICHTUNG alle Leistungen detailliert und mit deren entsprechenden Beträgen auszuweisen ?

Besten Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.07.2009 | 09:23

Sehr geehrter Fragesteller,

vermutlich ist die Klinik bereit, Ihnen eine Rechnung im Sinne der Privatliquidation im Einzelfall auszustellen.

Dass die bereits erfolgte Behandlung nun aber teurer werden soll, ist nicht nachvollziehbar.

Zwar bestehen bei gesetzlich Krankenversicherten jeweilige Höchstsätze, was die Abrechnung von Leistungen betrifft.
Und auch bei privat versicherten, dürfen gewisse gebührenmäßige Steigerungssätze nicht überschritten werden.

Dass Sie als Selbstzahler nun aber noch mehr zahlen sollen, als ein Privatversicherter, ist dem Grunde nach unzulässig, es sei denn ein solches wude vor der Behandlung vereinbart.

Für die Erstellung einer Rechnung selbst, darf nicht mehr Entgelt vereinbart werden.

Ich kann Ihnen nur raten, entweder nach der Grundlage der Erhöhung bem Krankenhaus noch einmal nachzufragen oder aber tatsächlich die Rechnung noch einmal von einem Rechtsbeistand nachprüfen zu lassen. Hierzu würde aber der Krankenhausbehandlungsvertrag benötigt.

mit freundlichen Grüßen
RA Drewelow

ANTWORT VON

(207)

Am Kabutzenhof 22
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