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probleme mit der telekom

22.09.2005 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Betreff: probleme mit t-online

Nachricht: sehr geehrter herr anwalt! ich stelle diese frage für meine partnerin,bin selbst relativ gut mit dem sachverhalt vertraut. zuerst ein kurzer abriss der ereignisse: auf grund von zahlungsverzögerungen wurden meiner freundin von der telekom sowohl der telefon- wie auch der internetanschluss gesperrt. erst nach hinterlegung einer kaution von 250,-€ wurden die anschlüsse wieder frei gemacht. meine freundin hatte vor der sperre eine dsl-flatrate und hat eine solche auch wieder telefonisch über eine telekom-hotline bestellt. innerhalb der nächsten tage erhielt sie mehrere internet-zugangsdaten. eine solche"datenkarte" ist eindeutig einer flatrate zuzuordnen und befindet sich im besitz meiner freundin! mit diesen daten hatte meine freundin nun zugang zum internet und surfte im glauben,für eine flatrate freigeschaltet zu sein. das böse erwachen kam dann bei der nächsten telekom-rechnung,weil ihre internet-präsenz im minutentarif abgerechnet wurde,und nicht über eine flatrate. auf ihren einspruch(schriftlich) hin behauptete die telekom,alles sei in ordnung und der fehler läge bei meiner freundin. sie hätte sich mit falschen zugangsdaten(für den minutentarif) angemeldet! mittlerweile hat sich ein bekannter dieser sache angenommen und über eine regulierungsbehörde einspruch angemeldet. daraufhin kam die telekom mit zugeständnissen wie z.b. ein jahr grundgebührenbefreiung auf meine freundin zu .als letztes erhielt sie post der herren "seiler und kollegen! mit einer forderung von mehr als 600,-€ .uns(meiner freundin und mir)wächst diese sache allmählich über den kopf und auch der bekannte scheint sich nicht mehr 100% um das problem zu kümmern! leider ist meine freundin nicht rechtsschutzversichert und kann sich teuere anwaltskosten nicht leisten. die geforderten 600,- € stellen für sie schon ein absolutes desaster da.was würden sie ihr für eine weitere vorgehensweise empfehlen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Abfrage beantworte ich aufgrund des dargestellten Sachverhaltes wie folgt:

Zunächst gehe ich davon aus, daß das ursprüngliche Problem mit der Zahlunsverzögerung wohl gelöst wurde.

Hinsichtlich der bestellten DSL Flatrate sind Sie beweispflichtig, dass Sie diese bestellt haben. Ob hier die Datenkarte ausreicht, um dieser einer Flatrate zuzuordnen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Sicherlich durfte der Telekom anzulasten sein, dass Sie Ihnen mehrer Zugangsdaten zur Verfügung gestellt haben, obgleich Sie nur eine Flatrate bestellt haben. Dies spricht auf jeden Fall gegen die Telekom und deren Minutenabrechung.

Durch die Einschaltung der Regulierungsbehörde müsste zumindestens eine Rückmeldung dieser vorliegen. Diese sollten Sie unbedingt anfordern. Unter Umständen sind hier für das Verfahren verwertbare Informationen enthalten.

Durch die Einschaltung der Kanzlei Seiler & Kollegen werden Sie sicherlich nicht um die Einschaltung eines Kollegen herumkommen. Die Forderung der Kanzlei enthält sicherlich neben der Hauptforderung auch Kosten, Gebühren und Verzugszinsen. Soweit Sie sich gegen diese Forderung nicht zu wehr setzen , kann es passieren, dass die Forderung rechtskräftig wird und Sie dann bezahlen müssen. Z.B. wenn Seiler & Kollgen einen Mahnbescheid beantragen und Sie keinen Widerspruch einlegen.

Insofern rate ich einen Kollegen vor Ort mit der Sache zu beauftragen. Aufgrund des Streitwertes, der sich nach der Hauptforderung richtet, sollte die Gebühr sich in überschaubaren Grenzen halten. Natürlich können Sie auch mit Seiler & Kollegen selbst in Kontakt treten, wobei ich die Erfolgsaussichten aus meiner bisherigen Erfahrung als eher gering einschätze.

Weiterhin sollten Sie prüfen, ob seitens der Kollegen nicht bereits ein Schufaeintrag veranlaßt wurde, was in anderen Bereichen zu Problemen führen könnte.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen behilflich zu sein.

Beste Grüße

RA Schröter

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