1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Befristeter Vertrag und Stellenwechsel als Elternzeitvertretung

| 13.07.2009 09:08 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich habe eine 2 Jahresvertrag bekommen, der nun bald ausläuft. In dieser Zeit, habe ich aufgrund gesundheitlicher Probleme einige Ausfallzeiten gehabt.

Nun möchte man mir einen weiteren befristeten Vertrag geben, jedoch soll ich hierzu meinen bisheriges Arbeitsbereich verlassen um eine Elternzeitvertretung zu übernehmen.

Gerne möchte ich jedoch in meinem bisherigen Arbeitsbereich verbleiben und hier eine weitere Befristung erhalten. Leider gibt es jedoch in diesem Bereich niemanden der Elternzeit beantragt hat oder länger Krank ist. Meine Stelle müsste, wenn ich in einen anderen Arbeitsbereich wechseln muss neu besetzt werden.

Sehen Sie eine Möglichkeit, dass ich in meinem bisherigen Arbeitsbereich verbleiben kann und der Arbeitgeber trotzdem die Möglichkeit erhält mich nochmals zu befristen ?

Im Anschluss an die weitere Befristung, würde dann die Entscheidung über einen unbefristeten Vertrag stehen.

Ich danke ihnen schon jetzt für ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Die Möglichkeit der Befristung von Arbeitsverträgen ergibt sich aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz, dort § 14.
Nach § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine bis zu dreimalige Befristung ohne Vorliegen eines Grundes nur bis zu einer Höchstdauer von 2 Jahren möglich. Erfolgt eine längere oder häufigere Befristung, so gilt das Arbeitsverhältnis per Gesetz als auf unbestimmte Zeit geschlossen, also als unbefristet. Dies wird Ihrem Arbeitgeber sicher bekannt sein, so dass er von einer gegen § 14 Abs. 2 TzBfG verstoßenden erneuten Befristung absehen wird.
Darüber hinaus sind Befristungen des Arbeitsverhältnisses nur zulässig, wenn ein Grund vorliegt, § 14 Abs. 1 TzBfG. Ein solcher Grund ist die von Ihnen angesprochene Aushilfe während der Elternzeit von anderen Arbeitnehmern. Wenn also an Ihrem momentanen Arbeitsbereich kein Vertretungsbedarf besteht, so besteht die einzige Möglichkeit darin, dass der Arbeitgeber durch Umstrukturierung der Plätze einen entsprechenden Arbeitsplatz frei schafft. Ob er dies tut bzw. ob dies betrieblich möglich ist, bleibt allein dem Arbeitgeber überlassen. Einen Anspruch hierauf haben Sie leider nicht. Sie können höchstens versuchen, Ihren Arbeitgeber in Gespräch dazu zu bringen, die Voraussetzungen für eine weitere Befristung auf Ihrer momentanen Arbeitsstelle zu schaffen.
Weitere Möglichkeiten sind leider nicht gegeben, wenn es sich bei Ihrem Arbeitgeber nicht um ein neu gegründetes Unternehmen handelt; in diesem Falle wäre eine Befristung auch ohne Grund bis zu vier Jahren möglich.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2009 | 08:22

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für die schnelle Bearbeitung meines Anliegens.

Eine Frage habe ich jedoch noch.
Ich habe gelesen, dass ich als Arbeitnehmer aus persönlichen Gründen freiwillig eine Befristung beim Arbeitgeber erbitten kann. Wenn dies möglich ist, stellt sich mir nur die Frage ob eine anschließende unbefristete Einstellung möglich ist.

Wäre nett, wenn Sie mir diese Nachfrage noch beantworten könnten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2009 | 09:12

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich bedarf die Befristung eines Arbeitsverhältnisses eines Grundes; ein solcher kann auch in der Person des Arbeitnehmers liegen, § 14 Abs. 1 Nr. 6 TzBfG. Hier kommt es natürlich auf die genauen Gründe im Einzelfall an; der ausschließliche Wunsch des Arbeitnehmers, einen befristeten Vertrag einzugehen, reicht jedoch nur dann aus, wenn ein objektiver Grund hinzukommt, z.B. die Lebensplanung oder ein sozialer Überbrückungszweck.
Eine anschließende unbefristete Einstellung ist natürlich möglich und ist sogar das, was der Gesetzgeber mit der Begrenzung der Befristung ermöglichen wollte. Einen Anspruch darauf haben Sie aber nicht. Sie müssen also nun zunächst bedenken, dass Ihr aktueller Vertrag ausläuft und Sie, wenn Sie keine Einigung mit dem Arbeitgeber erzielen, nach Ablauf des Vertrages arbeitslos sein werden.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 22.10.2010 | 14:51

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 22.10.2010 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70649 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wunderbar ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche und klare Antwort und das noch fast vor Mitternacht ! Vielen Dank ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER