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Schaden durch Umbau

24.06.2009 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


15:25

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 3 Monaten hatten wir einen Umbau durch unsere Hausverwaltung.
Der Umbau bzw. Deckenschluss zeitgleich mit einer Strangsanierung in allen Räumen.
Folgender Schaden ist entstanden...

Die Computer und Drucker sowie sämtliche Bildschirme sind völlig eingestaubt. Die Geräte waren alle neu. ( 3 Monate ).
Der Deckenschluss wurde mit erheblicher Staubentwicklung verursacht, der so stark war das er sich durch sämtliche Räume zog und auch mit eingeatmet wurde. Selbst die Brille von meinem Mitarbeiter wurde während er sie trug beschlagen. Der Laminatboden der in einem Raum liegt wurde aufgerissen und soll nun sporadisch Rep. werden, dh. eine Leiste erhöht soll nun angrenzen auf dem noch verbliebenen Teil des Laminat. Dadurch bin ich eingeschränkt Tische so zu stellen wie ich es gerne hätte.

Folgende Fragen habe ich nun :

Muss die Hausverwaltung die Geräte auf Ihre Kosten reinigen lassen, da sie verantwortlich für den imensen Staub verantwortlich ist ? Die Hausverwaltung hat uns vorgeworfen nicht genügend gegen den Staub unternommen zu haben. ( Wie nasse Tücher aufhängen oder zeitweise die Geräte abzudecken ) Der Staub lag innerhalb von zwei Stunden in jedem Ritz. Es ist feiner Betonstaub !

2 Frage : Ist die Hausverwaltung verpflichtet den Boden (Laminat) odernungsgemäß wieder herzurichten so dass ich ihn uneingeschränkt nutzen kann ?

Wir haben den Boden vor 6 Jahren neu gelegt waren aber damals nur Untermieter, d.h. wir haben den Boden somit doch rein rechtlich nicht selber gelegt, sondern nur im Auftrag ...
Wir haben mit der Übernahme unseres eignen Mietvertrag doch den Boden als solches übernommen und die Hausverwaltung müsste ihn wieder so herstellen wie er war. So haben wir den Mietvertrag dann als Hauptmieter ( und alleiniger ) unterschrieben.

Ist die Hausverwaltung verpflichtet gewesen alles zu unternehmen um unser Eigentum zu schützen (alles abdecken z.B. ? bzw. nicht zu beschädigen (was durch den Staub erfolgt ist... ) Welche Rechtlichen Grundlagen habe ich um dies vor Gericht zu erstreiten ?

Ich habe 100 Fotos gemacht und Zeugen die während der 1-wöchigen Umabauarbeiten eingekauft haben bei uns.unser dunkelblauer Teppich in allen Räumen war schneeweiß vom Staub um das mal zu veranschaulichen !

24.06.2009 | 14:54

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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Sehr geehrte Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


I.

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, daß es sich bei den angesprochenen Räumlichkeiten um Büroräume handelt.

Ferner gehe ich davon aus, daß Sie nicht Eigentümer dieser Räume sind, sondern Mieter.

Dies vorausgeschickt, weise ich darauf hin, daß nicht die Hausverwaltung Ihre Vertragspartnerin ist, sondern der Vermieter. Schadenersatzansprüche können, sofern diese dem Grunde nach gerechtfertigt sind, mithin entweder gegen den Vermieter oder gegen die Bauunternehmung aus dem Gesichtspunkt der unerlaubten Handlung geltend gemacht werden.


II.

Ob dem Grunde nach ein Schadenersatzanspruch besteht, hängt nicht zuletzt davon ab, ob man Ihnen ein Mitverschulden an dem Schaden anlasten kann.

Wenn Sie seitens der Hausverwaltung oder seitens der Bauunternehmung oder seitens des Vermieters darauf hingewiesen worden sind, daß mit erheblicher Staubentwicklung während der Bauarbeiten gerechnet werden müsse, hätten Sie entweder selbst für den Schutz der Geräte sorgen müssen oder Sie hätten den Vermieter auffordern müssen, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Aus der Schilderung des Sachverhalts geht nicht eindeutig hervor, ob für Sie vor Beginn der Arbeiten bereits erkennbar gewesen ist, daß mit einer erheblichen Staubentwicklung gerechnet werden müsse. Wenn beispielsweise aufgrund der Beschreibung der durchzuführenden Baumaßnahmen auch für den Laien erkennbar sein muß, daß es zu Staub und Dreck kommen wird, wird man von dem Mieter verlangen dürfen, daß er Schutzvorkehrungen trifft bzw. den Vermieter auffordert, entsprechende Maßnahmen vorzunehmen. Erkennbar ist die Staubentwicklung z.B., wenn Wände aufgeschlagen werden.

Wenn Sie also, obwohl deutlich erkennbar war, daß die Büroräume „eingestaubt“ würden, keine Schutzmaßnahmen ergriffen haben, wird man Ihnen ein Mitverschulden anrechnen können. Diesbzgl. kann man natürlich trefflich darüber streiten, wie hoch und wie schwerwiegend dieses Mitverschulden anzusehen ist. Das Mitverschulden wird gravierender beurteilt werden können, wenn Sie explizit auf Staubentwicklung hingewiesen worden sind.

Je weniger ausgeprägt die Möglichkeit für Sie war, das Ausmaß der Staubentwicklung im Vorfeld abzusehen, um so geringer ist Ihr Mitverschulden.

Im Streitfall entscheidet im Zweifel der Richter.


III.

Bzgl. des Laminatbodens ist der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen. Auch hier ist der Vermieter Ihr Vertragspartner und damit Anspruchsgegner. Ggfls. kann der Vermieter seinerseits Schadenersatz bei der Hausverwaltung oder dem Bauunternehmen geltend machen. Da der Laminatboden vor 6 Jahren gelegt worden ist, werden Sie sich vermutlich einen Abzug „neu für alt“ entgegenhalten lassen müssen.


IV.

Wenn Sie Ihren Anspruch rechtlich geltend machen worden, rate ich Ihnen, sich diesbzgl. an den Vermieter der Büroräume zu wenden. Der Vermieter schuldet Ihnen ordnungsgemäße Räume und keine Räume, die durch Baustaub verunreinigt sind. Dem Vermieter können Sie einen Kostenvoranschlag für die Reinigung bzw. eine Rechnung für bereits durchgeführte Reinigungsarbeiten vorlegen und ihm zur Zahlung eine angemessene Frist (z.B. 2 Wochen) dem Datum nach setzen.

Bzgl. des Laminatbodens empfehle ich ebenfalls, den Vermieter unter Fristsetzung aufzufordern, den beschädigten Boden instandsetzen zu lassen. Um die Kosten beziffern zu können, rate ich Ihnen, einen Kostenvoranschlag einer Firma, die Laminatböden verlegt, einzuholen.


Mit freundlichen Grüßen


Gerhard Raab
(Rechtsanwalt)


Rückfrage vom Fragesteller 24.06.2009 | 15:11

Zwecks Staubentwicklung; Von der Hausverwaltung wurde der Raum in dem Die Wand aufgerissen, abgedeckt...die andern Räume wurde nicht berücksichtigt sondern nur sporadisch der Teppich mit Papier verdeckt... das will heißen das die Hausverwaltung kam Ihrer Pflicht Vorkehrungsmaßnahmen zu unternehmen nicht nach. Sie haben uns auch nicht auf die riesige Staubentwicklung hingewiesen, somit konnten wir nichts abdecken.. Wie soll uns dann eine Mitverschulden zugesprochen werden ?

Zitat die Hausverwalterin : Wir haben mit soviel Staub nicht gerechnet ...

die Räume sind Gewerberäume... die Hausverwaltung hätte uns mitteilen müssen das keine Arbeit möglich sei während der Umbauzeit. Dies wäre der Fall wenn alles abgedeckt werden müsste.
Das hat aber die Hausverwaltung nicht so gesehen. Sie haben uns das nur für den Raum mit dem Deckenschluss mitgeteilt... und uns dafür mit einer Einmalzahlung entschädigt.

Zudem wurden sie daruf hingewiesen das unser Eigentum schaden nimmt. Die Hausverwaltung und die ausführende Firma gehören alle samt dem Eigentümer.

Bitte geben sie mir § wonach sich die Reglung auf Wiederherstellung ordnungsgemäßer Räume bezieht.
Die Hausverwaltung hat nach der Bauphase eine Grundreinigung durch eine Firma durchführen lassen, weil sie wussten was sie verursacht haben. für die techn. Geräte haben sie uns mitgeteilt das sie sich nicht beteilgen werden.


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.06.2009 | 15:25

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Wie bereits o.a., sollten Sie die Schadenersatzansprüche gegenüber dem Vermieter geltend machen, da der Vermieter Ihr Vertragspartner ist.

Anspruchsgrundlage für Schadenersatzansprüche aus dem Mietverhältnis ist positive Vertragsverletzung des Mietvertrags.

Ggfls. kommen gegen die Hausverwaltung sowie gegen die Bauunternehmung Ansprüche aus unerlaubter Handlung gem. § 823 Abs. 1 BGB in Betracht.

Wenn der Schaden beziffert werden kann und wenn sich der Vermieter weigert, Schadenersatz zu leisten, haben Sie die Möglichkeit, den Schadenbetrag von der Miete in Abzug zu bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
(Rechtsanwalt)

ANTWORT VON

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