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Trennungsunterhalt + Zugewinn

06.06.2009 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:08
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Ich bin Deutscher und meine Frau ist Polin und hat 2 Kinder mit in die Ehe gebracht.
sie ist leztes Jahr zu mir nach Deutschland gezogen und wir sind jetzt 5 Monate verheiratet.
Für die Ausländerbehörde musste ich eine Freizügigkeitsbescheinigung unterschreiben und eine Krankenversicherung für sie und die Kinder nachweisen.
Nach der Heirat ist sie und die Kinder in die Familienversicherung aufgenommen worden.

Im März 2009 haben wir uns eine Eigentumswohnung (ETW 1) gekauft wo sie im Grundbuch als Teileingentümerin (50%) eingetragen ist, ebenso im Darlehensvertrag. (Wurde vom Darlehensgeber so verlangt)
Die Wohnung hat 97000 Euro gekostet wovon 47000 Euro bezahlt und ein Kredit über 50000 Euro aufgenommen wurden.

In die Ehe habe ich folgendes Kapital mitgebracht :
85000 Euro Barvermögen
Eine Eigentumswohnung (ETW 2) in der meine Oma lebt. Restschuld auf dieser Wohnung 38000 Euro.
Meine Ehefrau hat nichts mit in die Ehe gebracht.

Im folgenden einige verbindliche Eckdaten was wir an Einnahmen haben.

Verdienst Mann : 2250 Euro netto
Verdienst Frau : 350 Euro netto + 312 Euro Kindergeld

Verbindliche Ausgaben für Eigentumswohnung ETW1 :
Zinsen / Tilgung 8% = 185 Euro / 345 Euro = Gesamt = 530 Euro
Hausgeldzahlungen wie Instandhaltungsrücklagen aber ohne Strom,Wasser etc. = 110 Euro


Verbindliche Ausgaben für Eigentumswohnung ETW 2 :
Zinsen = 170 Euro
Lebensversicherung mit der die Restrate der Eigentumswohnung getilgt wird = 80 Euro
Noch einen Hinweis zu dieser Wohnung.
Wie geschrieben lebt meine Oma darin und sie zahlt mir keine Miete sonder nur die Nebenkosten da ihre Rente zu gering ist.

Nachdem meine Frau sich nun trennen und die Wohnung verlassen möchte, stehe ich vor verschiedenen Fragen:

1.) Wie hoch könnte der Trennungsunterhalt ausfallen ?
2.) Bin ich nach der Scheidung immer noch an die Freizügigkeitsbescheinigung gebunden ?
3.) Würde die sehr hohe Tilgung auf der ETW 1, nach 1,5 bis 2 Jahren wenn die Scheidung ist, mit als Zugewinn gerechnet und müßte ich sie dann auszahlen ?
4.) Einen Nachehelichen Unterhalt werde ich ja wegen der kurzen Ehedauer nicht bezahlen müssen ?

Vielen Dank für ihre Antwort
06.06.2009 | 17:56

Antwort

von


(258)
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Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Vorab darf ich Sie darauf hinweisen, dass Sie im Falle einer Trennung und/oder Scheidung eine Vereinbarung über den Unterhalt und den Zugewinn treffen können.

zu 1) Grundsätzlich ist der Trennungsunterhalt maximal so hoch wie die Hälfte des Unterschiedsbetrages der unterhaltsrelevanten Einkommen beider Ehegatten. Von dem Nettoeinkommen sind bestimmte Versicherungen, so wie ein Erwerbstätigenbonus in Höhe von 5 % in Abzug zu bringen. Einkommen ist auch ein Wohnvorteil. Ehebedingte Schulden können abgezogen werden. Insofern kann ich mangels detaillierter Angaben keine genaue Aussage treffen. Eine solche Berechnung ist auch nicht für eine Beratung im Rahmen dieses Portals geeignet.

Seit dem neuen Unterhaltsrecht hat das Selbstverantwortungsprinzip eine bedeutendere Rolle eingenommen, das heißt der unterhaltsberechtigte Ehegatte muss eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, um für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen zu können. Natürlich muss diese Tätigkeit zumutbar sein, insbesondere im Hinblick auf betreuungsbedürftige Kinder. Prägend sind zudem nun nicht mehr die ehelichen Lebensverhältnisse. Es ist maßgebend, welche Vermögensverschlechterung der unterhaltsbegünstigte Ehegatte wegen der Ehe aufgenommen hat, also beispielsweise sein Studium aufgegeben hat, um die gemeinsamen Kinder zu betreuen. Es ist auch bedeutsam, ob der unterhalsberechtigte Ehegatte mit einem neuen Lebensgefährten in einem gemeinsamen Haushalt zieht. Zu den Lebensverhältnissen Ihrer Gattin vor der Ehe fehlen die Anhaltspunkte.

zu 2) Nein, die Freizügigkeitsbescheinigung gilt nur für Familienangehörige, i. e. Ehegatten und nach der Scheidung erfüllt Ihre derzeitige Gattin diese Voraussetzung nicht mehr.

zu 3) Wenn die Schulden verringert wurden, dann gehört dies grundsätzlich zum Zugewinn. Da aber auch die Schulden Ihrer Gattin verringert wurden, besteht kein Ausgleichsanspruch.

zu 4) Bei einer derart kurzen Ehedauer sind die ehelichen Lebensverhältnisse nicht prägend. Insbesondere nach dem neuen Unterhaltsrecht kommt es wie oben bereits geschildert auf die Lebensverhältnisse vor der Ehe an.

Ich würde eine Vereinbarung dahingehend treffen, dass der Unterhalt bestimmt wird oder Ihre Gattin darauf verzichtet. Außerdem müssen Sie sich eine Auseinandersetzung mit der Wohnung überlegen. Hier könnte eine Vereinbarung dahingehend getroffen werden, dass Sie in der Wohnung bleiben, die Schulden übernehmen und als Alleineigentümer in die Wohnung eingetragen werden.

Sollten Sie eine genaue Unterhaltsberechnung und/oder den Entwurf eine solchen Scheidungs – und Trennungsvereinbarung, dann können Sie sich gerne mit mir unter meinen Kontaktdaten in Verbindung setzen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2009 | 18:19

Sehr geehrte Frau Hein,

könnten sie den Satz "Einkommen ist auch ein Wohnvorteil." genauer erläutern.
Was würde eine genaue Unterhaltsberechnung kosten ?

Besten Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2009 | 20:08

Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:
Wenn Sie in einer selbstgenutzten Eigentumswohnung wohnen, wird Ihnen der Mietwert als unterhaltsrelevantes Einkommen angerechnet.

Hinsichtlich der Kostenfrage werde ich mich in Kürze direkt per E – Mail an Sie wenden und verbleibe bis dahin

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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