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Eigenheim nach Trennung

| 03.05.2009 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrter Herr Anwalt,

bei mir stellt sich folgendes Problem: Im letzten Jahr trennte ich mich von meinem Mann und zog mit unserem Sohn in eine Mietwohnung. Mein Mann blieb im gemeinsamen Eigenheim wohnen. Er wollte versuchen, es alleine zu halten und kam auch für die Kosten auf. Im Grundbuch stehen wir beide zu 50 % und die Kreditverträge wurden ebenfalls von beiden unterschrieben.
Nun lebt mein Mann seit einigen Monaten bei seiner Freundin, die ebenfalls ein Eigenheim bewohnt. Jetzt fordert mein Mann eine mtl. Zahlung für die Kreditraten, da er es alleine nicht mehr schaffen würde. Jetzt meine Frage: Muss ich mich an den Raten beteiligen? Gibt es dafür eine gesetztliche Grundlage und wer setzt die Höhe der Summe fest? Er möchte 250 € und droht mir damit, dass, sollte ich nicht zahlen, schon sehen würde, was auf mich zukommen würde, wenn das Haus "unter den Hammer" käme. Zahlt er gar nicht mehr, gehe ich davon aus, dass die Banken zu mir kommen. Ich habe doch selber eine Miete für unseren Sohn und mich aufzubringen. Für das Kind zahlt er Unterhalt, für mich nicht, da ich in Vollzeit arbeite. Kann ich etwas dafür, dass er das Haus nicht nutzt? Ihm wurden als "Naturaleinkommen" als Wohnwert 400 € angesetzt. Mein Mann möchte das Haus jetzt verkaufen, aber der Markt ist ziemlich tot in der Hinsicht.
Ich stelle keine Ansprüche an das Haus, obwohl mein Vater handwerklich sehr viel zur Wertsteigerung beigetragen hat. Komme ich ohne Weiteres aus dem Grundbuch sowie aus den Kreditverträgen raus? Können Sie mir helfen? Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Kreditverträgen müssen Sie losgelöst von den ehelichen Problemen und familienrechtlichen Ansprüchen betrachten, da diese mit den kreditgebenden Banken geschlossen worden sind und Sie offenbar als Gesamtschuldnerin haften.

Eine Freistellung der Haftung kommt daher nur in Betracht, wenn die Gläubigerbanken zustimmen. Wenn Sie aber ausführen, dass in Ihrer Region der Markt derzeit schlecht ist, stehen die Chancen, dass die Gläubigerbank Sie aus den Verträgen lässt, denkbar schlecht. Hier hilft allein die Verhandlung mit der Bank und eventuell das Anbieten einer Vergleichssumme.

Sofern Sie beide im Grundbuch stehen, sind Sie, sofern es keine besondere Absprache gibt, auch verpflichtet, die Kosten je zu 1/2 zu tragen. Die Höhe richtet sich also nach den Gesamtraten.

Sofern Sie keinerlei Ansprüche stellen wollen, könnten Sie nach Absprache mit Ihrem Mann zwar durch eine Änderung im Grundbuch gelöscht werden; davon unabhängig ist aber der Kreditvertrag mit der Bank zu bewerten. Also selbst, wenn Sie im Grundbuch gelöscht werden, würden Sie gegenüber der Bank weiterhin haften. Eine Löschung im Grundbuch wäre also wegen der weiterhin bestehende Haftung aus dem Kreditvertrag nicht recht nachvollziehbar.

Ein Verkauf insgesamt wäre somit nicht die schlechteste Lösung, WENN die Bank Sie nicht aus der Haftung entlassen will.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 05.05.2009 | 21:02

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