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(Rück-) Auflassvormerkung

29.04.2009 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Auf dem eigenen Haus des Sohnes hatten die Eltern zu Lebzeiten eine Rückauflassvormerkung im Grundbuchamt eintragen lassen.

Nach Ableben der beiden Elternteile wurden die beiden leiblichen Kinder (Schwester+Bruder) jeweils zu gleichen Teilen Erben.

Die Rückauflassvormerkung der Eltern auf dem eigenen Haus des Sohnes wurde laut Auskunft des Grundbuchamtes mitverebt.
Ist das richtig?

Ist somit die Löschung Rückauflassvormerkung im Grundbuchamt bei Haus des Sohnes nur mit Einwilligung des anderen Geschwisterteils ( = Schwester = 50% Miterbe ) möglich?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung gerne wie folgt beantworten darf:

Richtig ist, dass auch die Rechtsstellung aus einer erklärten Auflassung vererbbar ist. In diesem Fall wären sowohl Sie als auch Ihre Schwester Erbe dieses Anspruches.

Aufgrund Ihrer Schilderung vermute ich jedoch, dass Sie ursprünglich das Haus von den Eltern geschenkt bekommen haben. Da aber eine Schenkung einen Eigentümerwechsel bedeutet und somit definitiv „weg ist“, wird in diesen Fällen häufig eine Rückauflassungsvermerk in den Schenkungsvertrag aufgenommen. In bestimmten Fällen kann dann die Schenkung rückgängig gemacht werden, z.B. wenn das beschenkte Kind vor den Eltern stirbt. Der Anspruch Rückauflassung ist in diesen Fällen von dem Eintritt einer Bedingung abhängig.

In diesem Fall wäre der Anspruch ausschließlich an Ihre Eltern gebunden, also höchstpersönlicher Natur, was in Ihrem Fall zu vermuten ist. Es handelt sich dann um ein unvererbliches Recht mit der Folge, dass Sie die Zustimmung ihrer Schwester zur Löschung der Rückauflassungsvormerkung nicht benötigen.

Wichtig ist also, nachzuschauen, was in dem ursprünglichen Vertrag dazu vermerkt wurde und diesen dem Grundbuchamt vorzulegen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Online-Beratung lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung auf Grund der von Ihnen geschilderten Sachverhaltsumstände handelt. Das Weglassen oder Hinzufügen von Umständen kann die rechtliche Beurteilung nicht nur unerheblich verändern.
Abschließend hoffe ich, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Bildstein
Rechtsanwältin

Sarnowstr. 32
18435 Stralsund
Kanzlei-Bildstein@web.de

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