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Kind zurück holen

| 20.04.2009 22:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

meine Ehe ist gescheitert und die Scheidung eingereicht.
Mein Mann ist vor mehr als 2 Wochen zu seinem Bruder gezogen und nahm beide Kinder mit.
Er hat mich in der Ehe psychisch Stück für stück fertig gemacht bis ich einen Hilfeschrei losgelassen habe und mich selbst mit einem Messer verletzt habe. Ich war in einer Klinik (Krisenintervention) und habe auch eine Therapie schon vorher begonnen.
Mein Mann hat mir meinen 5 Jahre alten sohn nach 3 Tagen ausgehändigt (sein Adoptivsohn). Seinen leiblichen hat er jetzt seit über 2 Wochen bei sich und verweigert den Kontakt und wenn dann nur mit seiner Anwesenheit für 2 Stunden in der Woche.
Wir haben im Moment noch beide ABR, ich habe heute das alleinige ABR für beide beantragt. Eine Familienhilfe ist auch beantragt.
Ich möchte meinen kleinen Sohn bei mir haben, er hat hier sein Zimmer und sein soziales Umfeld. Mein Mann hat nichts er versorgt auch den kleinen nicht selbst, sondern seine Familie.
Was passiert, wenn ich den kleinen Morgen einfach aus der kita mit nach Hause nehme. Eine Kindeswohlgefährdung besteht nicht. Die Kinder haben auch nichts davon mitbekommen.

Ich werde ihm nie ein Kind verwehren, aber er rückt den kleinen einfach nicht raus.
Darf ich das Kind einfach mitnehmen.
Ich sehe das Problem, dass er am nächsten Tag das gleiche tut. Ich bin in der Ausbildung und muss die Kinder zur Kita bringen, er ist arbeitslos.
Der Antrag auf ABR läuft zwar, aber dauert noch. Ich rechne damit, dass ich mein Kind ca. 4 Wochen nicht sehen kann, weil er nie Zeit hat wenn ich von der Schule oder Arbeit komme oder es ist zu spät etc.

Ich bin aus der Klinik entlassen worden und er haut mit den Kindern ab. Darf ich mir mein Kind holen?

Er begründet es mit angst, die kann er ja nicht haben, denn ich habe den großen Sohn. Der kleine ist 21 Monate und brauch auch seine Mutter.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Sie sind grundsätzlich berechtigt Ihren Sohn mitzunehmen, da auch sie das ABR haben. Anders wäre es nur, wenn Ihr Sohn mit Zustimmung beim Vater leben würde, dann wäre ein Verfahren auf Herausgabe des Kindes zu führen. Sollte es nicht gelingen, Ihren Sohn zu sich zu holen, oder sollte Ihr Mann diesen wiederholen, dann müssen Sie dringend auch die Herausgabe beantragen und zwar im Wege der einstweiligen Anordnung. Das Gleiche gilt für den Antrag auf das ABR, dieser muss im einstweiligen Rechtsschutz gestellt werden, dann wird darüber sehr kurzfristig verhandelt. Sie sollten dringend einen Anwalt beauftragen, falls Ihr Einkommen nicht ausreicht, würde Ihnen Prozesskostenhilfe bewilligt.

Angesichts des Alters Ihres Sohnes, spricht alles dafür, dass Ihnen das AFB zugesprochen wird, voraussgesetzt Ihre Therapie war erfolgreich. Sie sollten auch den Kontakt mit dem Jugendamt suchen, bzw. aufrechterhalten, denn das Jugendamt wird immer in Verfahren wg. der elterlichen Sorge beteiligt.




Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2009 | 23:24

Den Kontakt mit dem jugendamt habe ich, aber die wollen nicht wirklich helfen.
Einen anwalt habe ich.
Mein ist der Meinung ich würde mich wieder selbst verletzen. Meine Therapie setze in fort die ist im Gange. Nur mein Mann denkt er ist im Recht, weil ich mich verletzt habe.

Ich möchte, dass mein Kind in seinem sozialen umfeld aufwächst.
Die Dame vom Jugendamt hört nur meinem Mann zu, aber nicht mir.
Sie findet das so in Ordnung und meinte ich soll froh sein, dass ich ein kind habe.

Wie ich sie verstanden habe, kann ich das kind holen, er aber nicht wieder zurück holen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.04.2009 | 20:25

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich rate davon ab, an dem Kind "herumzuziehen". Wenn die Gefahr besteht, dass Ihr Mann den Sohn wiederholt, dann sollten Sie ihn lieber bis zur gerichtlichen Klärung dort belassen. Wenn im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes vorgegangen wird, dann wird es auch bald eine Verhandlung geben.

Ein eigenmächtiges Vorgehen könnte Ihnen im Gerichtsverfahren nachteilig angelastet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.05.2009 | 19:45

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FRAGESTELLER 26.05.2009 5/5,0
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