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Änderung Nachnamen uneheliches Kind ohne Zustimmung Kindsvater

25.03.2009 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


09:21
Guten Tag,

Rahmendaten:
Ich habe ein uneheliches Kind (5 Jahre alt) das seit der Geburt meinen Nachnamen trägt. Kein gemeinsames Sorgerecht. Lebe seit ca. 4 Jahren von Kindsmutter getrennt. Seitdem lebt das Kind bei ihr. Ich besuche das Kind ca. alle 5-7 Wochen (wegen grosser Entfernung und Terminabsagen durch Kindsmutter nicht häufiger). Ich zahle regelmässig den vorgeschriebenen Unterhalt (gemäss Unterhaltstitel).
Problem:
Kindmutter (angeblich waren es die im Kindergarten) hat Kind beigebracht, es hätte ihren Nachnamen und verlangt nun von mir, dass ich einer Nachnamensänderung zustimme um "das Kindswohl nicht zu gefährden". So nach dem Motto: Jetzt hat es sich schon an den falschen Nachnamen gewöhnt. Ausserdem behauptet sie, ich hätte den Nachnamen gegen ihren Willen durchgedrückt (was natürlich nicht stimmt) und sie hätte nur aus Angst vor mir nichts dagegen gesagt (weil ich angeblich ihr gegenüber gewalttätig war).
Ich werde der Änderung des Nachnamens nicht zustimmen.
Fragen:
Wie stehen die Chancen dass sie die Namensänderung vor Gericht durchkriegt? Ich habe bisher nur die Rechtsgrundlage der Einbenennung und der Scheinvaterschaft gefunden, die ja beide nicht zutreffen.
Wie schnell wird in der Regel so ein Verfahren angesetzt?
Brauche ich für das Gerichtsverfahren einen Anwalt?
Wird der Wille des Kindes berücksichtigt (dürfte wegen des Alters noch leicht manipulierbar sein)?
Wird das Jugendamt nach seiner Meinung gefragt?

Viele Dank
25.03.2009 | 13:54

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte.

Eine Änderung des Familiennamens des Kindes wäre hier allenfalls nach § 3 Namensänderungsgesetz möglich.

Gem. § 3 I NamÄndG müßte dann ein wichtiger Grund die Änderung des Familiennamens rechtfertigen.
Hier müßte das Kindeswohl gefährdet sein, würde der bisherige Familienname beibehalten werden.

Eine Gefährdung des Kindeswohls ist aber wohl nur anzunehmen, sofern eine starke Entfremdung zum Vater vorliegt. Des weiteren könnten starke Antipathien des Kindes gegenüber dem Vater eine Namensänderung des Kindes aufgrund von Kindeswohlgefährdung herbeiführen.

Nach Ihren Angaben findet jedoch ein regelmäßiger Umgang mit dem Kind statt.
Des weiteren ist aus dem bloßen Gebrauchmachen des "falschen" Familiennamens noch keine Kindeswohlgefährdung ersichtlich.

Die Chancen für eine Durchsetzung der Namensänderung vor Gericht würden somit vermutlich vom Ausgang eines psychologischen Gutachtens abhängen, welches das Gericht wohl in Auftrag geben müßte.

Welchen zeitlichen Vorlauf das Gericht hier benötigt, hängt in erster Linie von der Auslastung des Gerichtes ab, bei dem der Antrag auf Namensänderung gestellt wird.
Eine Prognose ist hier nur schwer abzugeben.

Im Rahmen des Verfahrens wird nicht zwangsläufig das Jugendamt angehört werden. Angehört werden sollen gem. § 3 II NamÄndG diejenigen Personen, die mit der Namensänderung unmittelbar betroffen sind.

Es wäre Ihnen hier anzuraten, anwaltlichen Beistand aufzusuchen.
Gerne bin ich Ihnen weiterhin behilflich.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 25.03.2009 | 17:16

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Verstehe ich es richtig, dass zu den Personen gem. § 3 II NamÄndG angehört werden mindestens Kindsmutter, Kindsvater und Kind zählen?
Es kann also auch nicht passieren, dass ich zu der Verhandlung gar nicht geladen werde, oder?

Wovon hängt ab ob das Gericht ein psychologisches Gutachten in Auftrag gibt?

Viele Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.03.2009 | 09:21

Sehr geehrter Ratsuchender!

Sie werden vom Gericht zu der Frage der Namensänderung angehört werden, zumal Sie Ihre Einwilligung nicht geben.

Die Inauftraggabe eines Psych. Gutachtens hängt wohl in erster Linie davon ab, wie eindeutig oder eben auch schwierig der jeweilige Richter
den Sachverhalt hier beurteilt.
Meines Erachtens dürfte die Inauftraggabe eines Gutachtens vor allen Dingen vom Vorbringen der Mutter hinsichtlich der Gefährdung des Kindeswohls hier abhängen.

Mit freundl. Gruß,

Türk
Rechtsanwältin

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