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Falschaussage/ Unterschiedliche Aussagen

| 09.03.2009 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrter Anwalt/ Sehr geehrte Anwältin,

Vor ca. 5 Monaten beging mein Bekannter eine gefährliche Körperverletzung. Er verletzte in einer Kneipe einen anderen mit einem Barhocker. Auf die Frage der Polizei ob ich dessen Name kenne verneinte ich fälschlicherweise. Dafür wurde ich bereits rechtskräftig zu 2000 Euro Strafe verurteilt.

Nun fand heute die Verhandlung statt. Ich machte nach bestem Wissen und Gewissen meine Aussage. Ich wollte ja nicht nochmal bestraft werden. Ich sagte aus, mein Bekannter hätte den Barhocker von unten nach oben geworfen. Offensichtlich sagten die Zeugen des Opfers(kamen zusammen, sind scheinbar eng befreundet) aus, er hätte mit dem Barhocker über Kopf ausgeholt und zugeschlagen. Des weiteren sei die Platzwunde am Oberkopf gewesen. Man fragte mich wie ich mir das erkläre, was ich natürlich nicht konnte. Ich bin mir aber 100% sicher das meine Aussage richtig ist.

Daraufhin wurde die Staatsanwältin ziemlich laut, und hat mir unter anderem mit einem weiteren Verfahren gedroht. Sie beruhigte sich erst wieder als der Verteidiger einschritt. Ich blieb jedenfalls unvereidigt, und wurde entlassen. Nun wurde die Verhandlung unterbrochen um weitere Zeugen zu hören. Die kenne ich nicht und weis folglich auch nicht was diese gesehen haben.

Ich habe jetzt ziemlich Angst das ich nochmal ein Verfahren bekomme obwohl ich die Wahrheit gesagt habe. Vor allem weil ich wegen oben genannter Strafvereitelung wohl mit einer drastischen Strafe zu rechnen hätte.

Muss ich ihrer Meinung nach mit einem Verfahren rechnen? Insbesondere wenn die weiteren 6 Zeugen auch anders aussagen? Muss ich damit rechnen zu der zweiten Verhandlung nochmal vorgeladen zu werden. Macht es Sinn im Falle einer zweiten Vorladung einen Anwalt zu Rate zu ziehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand Ihrer Angaben und des von Ihnen ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Nach Ihrer Schilderung ist es sehr wahrscheinlich, dass ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet wird. Ob dieses dann Folgen hat kann ohne vorherige Akteneinsicht nicht seriös beantwortet werden. Hier wird es insbesondere darauf ankommen, ob die anderen Zeugen alle die von Ihnen geschilderten Tatsachen anders und glaubhaft dargelegt haben. Zu Ihren Lasten wird sicherlich gewertet, dass Sie bereits zuvor eine falsche Aussage getätigt haben.

2. Sie sollten nun zunächst den weiteren Termin abwarten. Sollten Sie von der Polizei eine Ladung als Beschuldigter erhalten, sollten Sie umgehend einen Verteidiger beauftragen, damit dieser Akteneinsicht erhalten kann. Gerne stehe ich Ihnen in einem solchen Fall zur Verfügung.

Unwahrscheinlich ist jedoch, dass Sie erneut zu der Hauptverhandlung Ihres Bekannten geladen werden, dies wird nur der Fall sein wenn die Beteiligten Rückfragen hätten. Da hier eine große Anzahl von Zeugen gehört wurde, wird jedoch auf eine erneute Anhörung Ihrerseits verzichtet werden.

Rückfrage vom Fragesteller 09.03.2009 | 13:43

Vielen Dank für die schnelle Antwort, mir drängt sich jedoch noch eine Frage auf: Warum ist es so wichtig ob der Hocker von oben oder unten geschlagen wurde?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.03.2009 | 13:49

Sehr geehrter Fragesteller,

sicherlich ist es nicht von höchster Bedeutung ob nun von oben oder unten geschlagen wurde. Letztlich wird bei einem Schlag von oben viel mehr Kraft aufgewandt, was wiederum in der Strafbemessung sich niederschlagen wird. Für die Prüfung einer falschen Aussage ist jedoch allein entscheiden, ob Ihre Angaben der Wahrheit entsprechen oder nicht.

Ich hoffe Ihre Nachfrage hiermit ausreichend beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Haberbosch

Bewertung des Fragestellers 09.03.2009 | 14:17

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