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Inkassomahnung ohne vorherige Mahnung von Vodafone

25.02.2009 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich im Ausland arbeite und nur alle 4-5 Wochen zu Hause bin, habe ich heute eine Mahnung einer Inkassogesellschaft erhalten, die im Namen von Vodafone eine Mahnung mit Androhung eines Mahnbescheides geschickt hat. Leider ist der Zahlungstermin schon verstrichen.
Mein Problem liegt aber woanders: ich habe alle mir von Vodafone zugestellten Rechnungen/ Mahnungen beglichen. Bei dieser Mahnung handelt es sich um eine angeblich seit August 2008 nicht beglichene Rechnung. Leider hat Vodafone hierzu keine Mahnungen geschickt.
Der Betrag in der Mahnung des Inkassobüros laufen ca. 100,00€ mehr Kosten auf.
Auf meine Nachfrage hin, habe ich vom Inkassobüro die Antwort bekommen, dass Vodafone NICHT verpflichtet ist, eine Mahnung zu senden. Das sehe ich aber anders, denn sonst bekomme ich ebenfalls Mahnungen.
Was kann ich nun machen, um wenigstens diese 100,00€ zu sparen, falls ein Betrag überhaupt offen ist?
Ich muss dazu sagen, dass Vodafone sich solche Spiele nicht zum ersten Mal erlaubt.
Für Ihre Hilfe bin ich unendlich dankbar.

Sehr geehrte(r) Fragesteller/in,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Nun zu der/den von Ihnen gestellten Frage(n), die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Ihr Gläubiger, in diesem Fall Vodafone, ist grundsätzlich dann nicht verpflichtet, Ihnen eine Mahnung zuzusenden, wenn z.B. in der Vodafone Rechnung ein Datum benannt ist, bis zu dem der in der Rechnung benannte Zahlungsbetrag auszugleichen ist. Dies ergibt sich aus § 286 Absatz 2 Nr. 1 BGB . Ihre Vodafone-Rechnung müsste also dahingehend überprüft werden.

Ist ein konkreter Zahlungstermin benannt und lässt der Schuldner diesen verstreichen, befindet er sich grundsätzlich im Verzug. Er ist dann verpflichtet, dem Gläubiger den durch den Verzug entstehenden Schaden zu ersetzen. Falls es nach § 286 Absatz 2 Nr. 1 BGB keiner vorherigen Mahnung bedarf, handelt es sich bei den Kosten, die durch die Beauftragung des Inkassounternehmens entstanden sind, um einen solchen Verzugsschaden. Diesen hat der Schuldner grundsätzlich zu erstatten. Voraussetzung hierfür ist zum einen, dass das Inkassounternehmen seine Gebühren richtig berechnet hat. Zulässige Obergrenze sind insoweit die Sätze des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes. Zum anderen darf die Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht unstatthaft sein.

Soweit Sie mit der Rechnung von Vodafone aus dem Jahr 2008 nicht einverstanden sind, müssten Sie sich mit Vodafone in Verbindung setzen und dies entsprechend mitteilen. Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass diese Rechnung durch Vodafone zu Unrecht gestellt wurde (beispielsweise weil die darin benannten Leistungen durch Vodafone nicht erbracht worden sind) oder die Rechnung von Ihnen möglicherweise in der Vergangenheit bereits bezahlt worden ist, sind Sie grundsätzlich auch nicht verpflichtet, die Inkassokosten zu tragen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen weiterhelfen. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.

Darüberhinaus stehe ich Ihnen selbstverständlich auch im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. Den geleisteten Erstberatungsbetrag würde ich Ihnen in voller Höhe anrechnen.

Eine größere Entfernung zwischen Anwalt und Mandant stellt grundsätzlich kein Problem dar. Mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel wie E-Mail, Post, Fax und Telefon ist eine Mandatsausführung ebenfalls möglich.

Mit freundlichen Grüßen


Katja Schulze
Rechtsanwältin

Rechtsanwälte Schulze & Greif
Partnerschaftsgesellschaft
Zwickauer Straße 154
09116 Chemnitz

Tel.: 0371/433111-0
Fax: 0371/433111-11

E-Mail: info@schulze-greif.de
www.schulze-greif.de

Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2009 | 13:13

Guten Tag Frau Schulze,

vielen Dank für die Antwort.
Das Problem was ich habe, ist in erster Linie die Handhabung der Sache seitens Vodafone. Ich habe noch in diesem Monat eine Mahnung bezahlt. Dies zeigt, dass Vodafone Mahnungen schickt. Warum aber für eine andere Rufnummer keine Mahnung geschickt wird, ist mir unklar. Ich habe letztes Jahr alle Verträge bei Vodafone gekündigt und um Eingangsbestätigung sowie eine Kostenaufstellung gebeten, die noch alle offenen Forderungen enthält.
Alles wurde beglichen. Warum ausgerechnet eine so hohe Summe (ca. 500€) zustande kommt, ist mir unklar.
Das Inkassobüro fordert jetzt die Rechnungen bei Vodafone ein und dann ist es an mir zu prüfen, was bezahlt wurde.
Naja mal sehen.
Wünsche Ihnen Alles Gute!

Viele Grüsse aus Köln

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2009 | 15:18

Sehr geehrter Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihnen die Nachfrage wie folgt:

Warum Ihnen Vodafone gerade bei dieser einen Rechnung keine Mahnung geschickt hat, kann ich leider nicht beurteilen. Möglicherweise ist die Mahnung versehentlich nicht verschickt worden oder sie ist zwar verschickt worden, aber bei Ihnen nicht angekommen. Wie in meiner Ausgangsantwort geschildert, sollten Sie, wenn die Rechnungen vorliegen, genau prüfen, ob die dort aufgeführten Leistungen von Vodafone tatsächlich erbracht worden sind und ob sich die Tätigkeit des Inkassounternehmens gerade auf diese – gegebenenfalls noch offene – Rechnung bezogen hat (z. B. durch Vergleich von Rechnungsnummer und –datum). Ich wünsche Ihnen bei der Klärung der Angelegenheit in jedem Falle viel Erfolg und alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen


Katja Schulze
Rechtsanwältin

Rechtsanwälte Schulze & Greif
Partnerschaftsgesellschaft
Zwickauer Straße 154
09116 Chemnitz

Tel.: 0371/433111-0
Fax: 0371/433111-11

E-Mail: info@schulze-greif.de
www.schulze-greif.de

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