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Habe schon Bewährung und muß jetzt noch mal Vor Gericht Betrug in 3 Fällen

25.02.2009 11:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo muß jetzt nochmal vor Gericht wegen Betruges in Drei Fällen.
Hatte schon 3 Jahre Bewährung die jetzt eigentlich abgelaufen ist,aber weil ich die Straftat wärend der Bewährungszeit begangen habe noch nicht rum.Frage kann ich nochmal eine Bewährungstrafe bekommen?Bin jetzt in Arbeit (Ausbidung) was ich aber sonst nie war.voher Harz 4 Empfänger.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese kann ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung bietet und auf keinen Fall die das Kontaktieren eines Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Bei meiner Antwort gehe ich davon aus, dass Sie alle Straftaten als Erwachesener begangen haben und nicht als Jugendlcher (bis zum Ende des 18. Lebenjahres) oder Heranwachsender (bis zum Ende des 21. Lebensjahres).

Die Strafaussetzung zur Bewährung bestimmt sich nach §§ 56 ff StGB.

Zum besseren Verständnis füge ich den § 56 StGB an:

§ 56
Strafaussetzung

(1) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus, wenn zu erwarten ist, daß der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird. Dabei sind namentlich die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind.

(2) Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 auch die Vollstreckung einer höheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung aussetzen, wenn nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen. Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu berücksichtigen.

(3) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet.

(4) Die Strafaussetzung kann nicht auf einen Teil der Strafe beschränkt werden. Sie wird durch eine Anrechnung von Untersuchungshaft oder einer anderen Freiheitsentziehung nicht ausgeschlossen.

Gem. § 56 I Satz 2 StGB sind die Voraussetzung für eine Strafaussetzung zur Bewährung die Persönlichkeit, das Vorleben, die Umstände seiner Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen welche durch die Aussetzung der Strafe zur Bewährung zu erwarten sind.

In Ihrem Fall kommt jedoch belastend hinzu, dass Sie ein sogenannter " Bewährungsbrecher" sind, das heißt, dass Sie während der laufenden Bewährungszeit erneut eine einschlägige Straftat begangen haben.Dies kann zudem zu einem Widerruf der Strafaussetzung gem. § 56 f StGB führen.

Bei der neueren Tat kann Ihnen zwar zugute gehalten werden, dass Sie nun ein Arbeits- /Ausbildungsverhältnis haben und dieses durch eine Haftstrafe nicht fortbestehen wird, jedoch steht dem entgegen, dass Sie trotz laufender Bewährung erneut eine einschlägige Straftat begangen haben.

Sie machen keine weiteren Angaben zur Tat und Ihren Lebensumständen, so dass ich weitere für und gegen Sie sprechende Aspekte nicht bewerten kann.

Tendenziell würde ich nach den von Ihnen gemachten Angaben die Chancen auf eine erneute Strafaussetzung zur Bewährung eher schlecht einschätzen.

Ich rate Ihnen daher dringend einen Kollegen in Ihrer Nähe zu beauftragen.

Gerne können Sie mich auch über die kostenlose Rückfragefunktion kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen


Katrin Müller

Rechtsanwältin




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