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Kindergeld zwischen dem 1. Studium und 2. Studium?

| 23.02.2009 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


meine Tochter, 22Jahre, beendet erfolgreich im März09 ihr Bachelorstudium. Sie beabsichtigt sich für das Masterstudium im Wintersemester09 einzuschreiben (beginnend Okt09). Leider gilt die Übergangsregelung für das Kindergeld nur 4 volle Kalendermonate (also April bis Juli).
Frage:
1. Gibt es eine Regelung um das Kindergeld über diese Frist hinaus weiterhin zu bekommen?
2. wenn ja, welche gesetzliche Grundlage greift (Paragraph, Rechtsurteil bitte angeben)?
3. was muss sie alles unternehmen um bis zum weiterbildenden Masterstudiengang das Kindergeld zu bekommen? reicht hier der glaubhafte Nachweis bzw. die Erklärung mittels Bewerbungen auf Praktikaplätze zur Überbrückung oder auch auf geringfügige Beschäftigung?

vielen Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage.

1.
Es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, dass Sie auch weiterhin Kindergeld für ihre Tochter beziehen können. Ihre Tochter kann in dem Zeitraum zwischen den beiden Studiengängen als sogenanntes ausbildungswilliges Kind kindergeldrechtlich berücksichtigt werden.

2.
Dieses richtet ich nach § 32 Abs. 4 Nr. 2 c Einkommensteuergesetz (EStG). Hiernach sind Kinder (über 18 Jahren - unter 25 Jahren) kindergeldrechtlich zu berücksichtigen, wenn Sie eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können. Ihre Tochter kann ihr Masterstudium erst im Wintersemster 2009 beginnen, da ein früher Studienbeginn nicht möglich ist. Sie ist daher mangels Ausbildungsplatz gehindert ihre Berufsausbildung zu beginnen. Auf die von Ihnen genannte Übergangzeit von vier Monaten kommt es in einer solchen Fallgestaltung nicht an, da die Ausbildungswilligkeit vorliegen muss.

3. Ihre Tochter müsste sich umgehend um den Masterstudiengang bewerben. Diese Bewerbung muss der zuständigen Familienkasse glaubhaft gemacht werden. Dieses geschieht in der Regel durch Nachweis der Bewerbung (Bestätigungsschreiben der Uni/FH). Die Bewerbung sollte Ihre Tochter also schnellstmöglich vornehmen. Falls dieses schon geschehen ist, sollte der Familienkasse dies zugeleitet werden, oder, falls schon vorhanden, die Zusagen des Studienplatzes.

Selbstverständlich kann ihre Tochter in der Wartezeit Praktika absolvieren oder eine geringfügige Tätigkeit ausüben. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die Einkommensgrenze in Höhe von 7680 € im Jahr nicht überschritten wird.

Sie können sich auch an die für Sie zuständige Familienkasse wenden.

Sollte Ihre Familienkasse den Sachverhalt anders beurteilen, stehe ich Ihnen auch gerne für das Einspruchsverfahren zur Verfügung.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten. Benutzen Sie ansonsten bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Bewertung des Fragestellers 24.02.2009 | 08:53

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