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Krank beim Überstunden abbummeln

02.02.2009 19:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


21:24
Ich arbeite in einer Zeitarbeitsfirma. Die letzten zwei Wochen vor Weihnachten musste ich Überstunden abbummeln da meine Firma keine Aufträge für mich hatte. Eigentlich wollte ich diese zwei Wochen noch arbeiten musste nun aber frei machen. Bei uns gibt es Urlaubsanträge die man ausfüllen muss auf denen man die Wahl hat zwischen bezahltem Urlaub, unbezahlten Urlaub und Gleitzeitabbau. Ich füllte diesen Schein aus und wurde dann am Montag krank (Grippe). Ich war am Montag beim Hausarzt und der schrieb mich erst für eine Woche und am Montag drauf noch für die nächste Woche krank. Die zwei Krankenscheine reichte ich jeweils am darauffolgenden Tag im Büro ein. Jetzt bekam ich im Januar meine Gehaltsabrechnung und sah das da nichts von Krank drauf stand. Mir wurden für die zwei Wochen 70 Überstunden abgezogen. Habe 35 Stundenwoche laut Arbeitsvertrag. Auf meine Frage ob da ein Fehler passiert ist sagte man mir das es nicht so sei. Wenn ich bezahlten Urlaub gehabt hätte würde man mir die Tage zurückrechnen die ich krank war. Aber da ich Überstunden abgebummelt habe ist das mein Problem wenn ich da krank werde. Ich war für die 70 Stunden arbeiten und hatte jetzt nichts davon da ich ja krank war.
Aus diesem Sachverhalt ergeben sich jetzt zwei Fragen. Ist es wirklich so das ich die Stunden nicht zurück bekomme? Und. Kann meine Firma mich zwingen Überstunden abzubummeln nur weil sie keine Arbeit für mich haben?
02.02.2009 | 20:09

Antwort

von


(1209)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie haben grundsätzlich keinen Anspruch auf einen unbezahlten Freizeitausgleich dafür, wenn Sie während der Freischicht erkranken. Dies hat das Bundesarbeitsgericht entschieden. Die Überstunden gelten vielmehr als abgegolten.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn der geltende Tarifvertrag eine andere Regelung vorsieht. Durch Tarifvertrag kann das Risiko einer Erkrankung während des "Abbummelns der Überstunden" auf den Arbeitgeber abgewälzt werden.


2.

Die Abgeltung von Überstunden in Form von Freizeitausgleich kann der Arbeitgeber nicht erzwingen. Hier bedarf es einer einvernehmlichen Regelung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dies kann durch den Arbeitsvertrag oder auch durch eine Betriebsvereinbarung geregelt sein.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.02.2009 | 20:20

Danke für ihre schnelle Antwort auch wenn ich gern etwas anderes gehört hätte. Kann man wohl nichts mahcen wenn es so ist.

Werde ich also in Zukunft solche Gleitzeitanträge nicht mehr im Voraus schreiben

Was ist mit einer Betriebsvereinbarung gemeint?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.02.2009 | 21:24

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Eine Betriebsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen Arbeitgeber und den Mitarbeitern, also der Belegschaft. Geschlossen wird die Betriebsvereinbarung durch Arbeitgeber und Betriebsrat, der die Arbeitnehmer vertritt.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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