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Bedrohung / Nötigung durch Nachbarn ...

| 12.01.2009 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

der Sachverhalt:
Ich habe kürzlich den Keller meines Reihenhauses renoviert. Dabei kam es naturgemäß zu Baulärm, insbesondere beim Bohren. Ich habe mich aber strikt an die gesetzlichen Ruhezeiten gehalten. Gebohrt habe ich sogar nur zw. 10:00 und 19:00 Uhr. Trotzdem fühlte sich ein Nachbarsjunge (25 J.) offensichtlich so gestört, dass er wutentbrannt in den Garten lief und wie ein Irrer an meine Adresse gerichtet schrie: "Wenn Du noch einmal bohrst, hacke ich Dir die Hand ab". Das habe ich, bei offenem Fenster im Keller arbeitend, natürlich wie gewünscht gehört. Zeugen gibt es wahrscheinlich leider keine.

Vorgeschichte:
Dieser Bursche ist in der Nachbarschaft berühmt-berüchtigt und fällt immer wieder durch unflätiges Verhalten auf. In einem entsprechenden Brief hatte ich den jungen Mann bereits gewarnt, das die nächste Verfehlung in jedem Fall geahndet würde.

Meine Frage:
Welche Tatbestände erfüllt die Bedrohung durch meinen Nachbarn? Ist die Bedrohung meiner Gesundheit schon ein Straftatbestand wie etwa Nötigung? Kann ich mich dagegen wehren, geduzt zu werden? Und vor allem, macht eine Anzeige Sinn (und sei es nur als Warnschuß)? Mir ist auch klar, dass ohne Zeugen nichts zu machen sein wird. Ich möchte aber mit Blick auf mögliche weitere Vorfälle, dass die Aktion wenigstens aktenkundig wird.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Das Verhalten Ihres Nachbars stellt eine (versuchte) Nötigung, strafbar gemäß § 240 StGB (Strafgesetzbuch), dar.
Bezüglich der Frage, ob er die Nötigung lediglich versuchte, kommt es darauf an, ob Sie Ihre Arbeiten einstellten oder auch nach der Aufforderung des Nachbarn fort führten. Im zweiten Falle läge eine versuchte Nötigung vor, da Ihr Nachbar nicht das gewünschte Nötigungsziel (Beendigung Ihrer Arbeiten) erreichte.
Die Tatsache, dass Ihr Nachbar Sie duzte, könnte allenfalls eine Beleidigung sein. Ich gehe aber davon aus, dass dieses als bloße Unhöflichkeit bewertet wird.

Im Strafprozess benötigen Sie als Geschädigter nicht zwingend einen Dritten als Zeugen, da Sie selbst Zeuge sein können.
Das bedeutet, dass im Rahmen einer eventuellen mündlichen Hauptverhandlung seitens des Gerichts zu bewerten wäre, ob Ihre Zeugenaussage oder die eventuell entgegenstehenden Angaben des Nachbarn glaubhaft sind. Aus diesem Grunde kann es durchaus zu einer Verurteilung alleine auf Grund Ihrer Zeugenaussage kommen.

Sie können den Sachverhalt bei jeder Polizeidienststelle oder der Staatsanwaltschaft schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle anzeigen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Inkasso - Strafverteidiger München

Bewertung des Fragestellers 12.01.2009 | 19:06

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