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Aussenputz

| 28.12.2008 02:30 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht




Hallo, ich dachte dass ich Streßfrei durch die Bauphase kommen werde...aber mal wieder Falsch gedacht..

Meine Außenwände sind komplett voller Beulen. Wenn die Sonne draufscheint dann sieht man das richtig gut. Mein Freund arbeitet in der Branche und hat mir dies bestätigt dass die Beulen asserhalb der Toleranz sind.
Die Wände sind schon fast komlett verputzt und ich sehe es nicht ein diesen Pfusch zu bezahlen. Wie kann ich dagegen vorgehen? Kann ich dias Geld einbehalten?? Wenn ja wieviel Prozent??Wäre über Ratschläge wirklich dankbar.


Gruß und vielen Dank im Voraus

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Guten Tag,

Wenn die Ausführung des Außenputzes nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht, dann stehen Ihnen die Mängelrechte gemäß BGB bzw. VOB/B zu. (Ich gehe davon aus, dass noch keine Abnahme stattgefunden hat.)

Zunächst muss grundsätzlich der Anspruch auf Nacherfüllung geltend gemacht werden: Fordern Sie den Auftragnehmer auf, die Mängel am Verputz zu beseitigen. Wenn der Auftragnehmer dies verweigert, können Sie entweder - nach Setzen einer angemessenen Nachfrist - den Mangel selbst beseitigen und dafür den Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, vom Vertrag zurücktreten, den Werklohn mindern oder u. U. Schadensersatz verlangen.

Erster Schritt ist aber, wie gesagt, dass Sie den Auftragnehmer - schriftlich - zur Beseitigung der Mängel auffordern. Die Anspruchsgrundlage ergibt sich aus §§ 634 Ziff. 1, 635 BGB oder, wenn Sie die Geltung der VOB/B vertraglich vereinbart haben, § 13 Ziff. 5 VOB/B.

Alles weitere hängt dann von der Reaktion des Auftragnehmers ab. Bei Problemen sollten Sie, da das Baurecht eine komplexe Materie ist, für das weitere Vorgehen einen Anwalt beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2008 | 11:03

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Abnahme hat noch nicht stattgefunden. Es müssen noch kleinigkeiten gemacht werden und natürlich der Außenputz auch.
Ich werde heute ein Brief fertig machen und per nachnahme schicken.

Der Bauleiter hat sich das schon mal angeschaut und als gut befundet.
Allerdings muss ich dazu sagen das der Bauleiter bei der Baufirma angestellt ist und somit kann ih auf sein Wort nicht wirklich vertrauen.
Die Arbeiten führen Subunternehmer aus.

Mit freundlichen Grüßen
Kempa

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2008 | 11:39

Noch kurz zur Klarstellung: Gegen die Subunternehmer können Sie nicht direkt vorgehen, weil insoweit kein Vertragsverhältnis besteht. Allerdings haftet Ihr Vertragspartner, d. h. der Generalunternehmer, natürlich für Fehler, die seine beauftragten Subunternehmer machen (es handelt sich um sog. Erfüllungsgehilfen). Sie müssen sich also an den Generalunternehmer wenden, mit dem Sie den Bauvertrag geschlossen haben.

Beim weiteren Vorgehen wünsche ich Ihnen viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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Stellungnahme vom Anwalt:
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