1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Möglicher Arbeitsplatzwechsel mit einigen Fragen vorab

30.10.2008 18:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


20:12

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin aktuell in einem mittelständischen Unternehmen tätig. Dies seit Mitte 2004. Im Jahr 2007 wurde die Kündigungsfrist auf 3 Monate zum Monatsende für "beide" Seiten vereinbart, in Verbindung mit einer Lohnerhöhung.

Nun habe ich eine Zusage eines anderen Unternehmens wo ich morgen eine vorab Bestätigung per E-Mail (Unterschrieben) bekomme, bis der Arbeitsvertrag fertiggestellt ist. Diese möchten ich so schnell wie möglich einstellen.

Jetzt habe ich ein paar Fragen:

1. Ist die Kündigungsfrist meines jetztigen Arbeitgebers rechtlich gültig?
2. Ist die vorab Bestätigung per E-Mail des möglicherweise neuen Arbeitgebers rechtlich gültig? Nicht dass ich morgen (Monatsende) kündige und dann möglicherweise ohne Job da stehe.
3. Wie genau muss die Kündigung beim jetztigen Arbeitgeber aussehen, bzw. muss ich mir im Falle der morgigen Kündigung diese gegenzeichnen lassen !?!
4. Kann mir vom jetztigen Arbeitgeber der bereits genehmigte Urlaub gestrichen werden?
5. Gibt es eine gesetzliche Regelung, dass ich den Resturlaub am Ende des Arbeitsverhältnisses antreten darf? Oder kann der Arbeitgeber auf eine Ausbezahlung bestehen?

Vielen Dank
Mfg

30.10.2008 | 18:51

Antwort

von


(2309)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,


vorbehaltlich der Einsicht in den Arbeitsvertrag und eines eventuell bestehenden Tarifvertrages wird die Kündigungsfrist wirksam sein. Diese wurde vereinbart und ist für beide Sieten auch nicht unterschiedlich geregelt, so dass aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung kein Unwirksamkeitsgrund ersichtlich ist.

Die Bestätigung des neuen Arbeitgebers ist möglich (sofern nicht wieder in einem Tarifvertrag die ausschließliche Schriftform gefordert wird.) Im Gegensatz zur Kündigung bedarf es zum wirksamen Abschluss eines Arbeitsvertrages (sofern die obige Ausnahme NICHT vorliegt) keiner bestimmten Form.

Sie müssen sich den Zugang der Kündigung bestätigen lassen, da die Kündigungserklärung eine emfangsbedürftige Willenserklärung ist; die muss auch eigenhändig unterschreiben und an den richtigen Arbeitgeber gerichtet sein. Einen Grund müssen Sie nicht angeben.

Der Urlaub kann nur bei dringenden betrieblichen Belangen gestrichen werden. Dann wäre er aber abzugelten, wobei Sie bitte da Verbot von Doppelansprüchen beachten wollen; beim neuen Arbeitgeber können Sie dann nicht nochmals Urlaub verlangen.

Der Urlaub sind die Wünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen. Nur - siehe oben - bei dringenden betrieblichen Gründen kann davon abgewichen werden. Dann wäre aber wieder abzugelten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 30.10.2008 | 18:56

Sehr geehrter Herr Bohle,

Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
2 ganz kleine Fragen habe ich noch:

1. Bezgl. dringenden betrieblichen Gründen, gibt es hier eine Definition? Sonst kann der Arbeitgeber ja einfach einen "dringenden Grund" suchen.

2. Liege ich richtig, dass wenn ich morgen kündige, bei 3 Monaten Kündigungsfrist zum Monatsende der Kündigungstag der 31.01.2009 ist !?!

Vielen Dank
Mfg


PS: Haben Sie eine Art Vorlage zwecks Kündigung? Habe nur welche gefunden wo nichts von Arbeitgeber Unterschrift steht.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.10.2008 | 20:12

Sehr geehrter Ratsuchender,

dringende betriebliche Belange liegen vor, wenn der Urlaub zu nicht unerheblichen Beeinträchtigungen im Ablauf des Betriebes führt, wobei eine ledigliche Störung nicht ausreicht. Dringende betriebliche Belange bestehen vor allem zu Saisonzeiten (z.B. weihnachtsgeschäft) oder wenn Aufträge fristgebunden sind.

Ja, der Beendigungszeitraum wäre dann der 31.01.2009.

Eine Vorlage sollten Sie nicht nutzen. Hier ist es aber wohl zu einem Missverständnis gekommen. SIE müssen Ihre Kündigung eigenhändig unterzeichen. Der Arbeitgeber sollte lediglich den Empfang quittieren, da SIE diesen Empfang nachweisen müssen.

Aufgrund dieses Missverständnisses stelle ich anheim, eine daraus resultierende Nachfrage direkt und kostenlos an mich noch zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

ANTWORT VON

(2309)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90264 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top! Verständlich und vor allem sehr schnelle und ausführliche Antwort! 1a+****** ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und hilfreiche Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort des Anwaltes war sehr ausführlich und hat mir sehr weitergeholfen ...
FRAGESTELLER