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Rente nach Arbeitslosigkeit

| 28.10.2008 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mirko Ziegler


Meine Situation:

Ich werde im März 2009 sechzig Jahre alt und bin seit 1. Januar 2008 arbeitslos.
Da ich wegen einer Kündigung im Dez. 2003 für 2004 bei einem früheren Arbeitgeber nun mit sechzig in Rente gehen könnte (Vertrauensschutz lt. Rentenversicherung wg. Rente nach Arbeitslosigkeit) habe ich folgende Fragen:

1.)Muss ich mit sechzig ab April 2009 in Rente gehen oder kann ich diesen Zeitpunkt nach hinten verschieben, da das ALG 1 bis zum 31. 12. 2009 läuft?

2.)Sollte ich während der Arbeitslosigkeit krank werden (länger als 6 Wochen), kann sich dieser Zeitpunkt dadurch um die Dauer der Erkrankung weiter verschieben?

3.)Müssen zwischen dem Ende der Krankheit und dem Zeitpunkt des Rentenbeginns 52 Wochen Arbeitslosigkeit liegen oder gilt die gesamte Arbeitslosigkeit von 2 Jahren durch die Krankheit als nicht unterbrochen?

Für Ihre Mühe vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen.
maxim_1

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

1. Sie müssen nicht mit sechzig in Rente gehen. Gemäß § 117 Abs. 2 SGb V haben Arbeitnehmer, die das für die Regelaltersrente im Sinne des Sechsten Buches erforderliche Lebensjahr vollendet haben, vom Beginn des folgenden Monats an keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Sie haben die Regelaltersgrenze (§ 35 SGB VI) jedoch nicht erreicht. Die Regelung, die Sie meinen gibt das Recht früher die Altersrente zu beanspruchen; die Pflicht hierzu besteht nicht.
2. Eine Krankheit verlängert den Anspruch auf Arbeitlosengeld nicht über den Zeitpunkt der Regelaltersgrenze hinaus. Allerdings verlängert das nach sechs Wochen zu zahlende Krankengeld den Anspruch, weil das Krankengeld selbst versicherungspflichtig ist. Oberste Grenze ist aber die Regelaltersgrenze
3. Krankheit unterbricht die Arbeitslosigkeit im Regelfall nicht. Dies liegt daran, dass eine Arbeitsunfähigkeit nicht begriffsnotwendig die Annahme der Verfügbarkeit ausschließt.


___

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren. Nutzen Sie hierzu die kostenlose Nachfragefunktion, die persönliche Beratungsanfrage oder die kanzleieigenen Kontaktmöglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nur Fragen beantwortet werden können, die den Regeln dieses Forums entsprechen.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen. Die hier gegebene Antwort basiert vollständig auf Ihren eigenen Angaben.


Mit freundlichen Grüßen

Mirko Zieger
-Rechtsanwalt-



Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock

fon : 0381-25296960
fax : 0381-25296961
mail: drewelow@mv-recht.de
web: www.mv-recht.de



Nachfrage vom Fragesteller 30.10.2008 | 10:32

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Zieger,

vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.
Um sicher zu sein, alles richtig verstanden zu haben, möchte ich mit meinen Worten zusammenfassen.

Ich könnte ab 1. April 2009 mit dann 60 Jahren in Rente gehen, muss es aber nicht.

Wenn ich es nicht tue, könnte ich aber ab 1. Feb. 2010 gehen, wenn das ALG1 im Jan. 2010 ausläuft obwohl ich die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht habe.

Wenn ich während der zweiten Hälfte des 24 monatigen Bezugs von ALG1 länger erkranken sollte (max. 1,5 Jahre) dann könnte ich Mitte des Jahres 2012 in Rente gehen, obwohl auch dann die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht ist.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Verfällt der Vertrauenschutz, wenn ich mit 60 nach Arbeitslosigkeit nicht in Rente gehe, oder kann ich auch auf Grund dieses Vertrauensschutzes zu einem späteren Zeitpunkt vor Erreichen der Regelaltersgrenze gehen? Siehe oben.

Für Ihre Mühe vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen.

maxim_1

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.10.2008 | 12:40

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Vertrauensschutz verfällt nicht - der Anspruch bleibt demnach erhalten.
Sie können mit Erreichen des 60. Lebensjahres jederzeit einen Rentenantrag stellen.


Mit freundlichen Grüßen

M.Ziegler
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 30.10.2008 | 12:50

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