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Aufenthaltsbestimmungsrecht, mein Kind will zu mir

| 21.10.2008 09:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Bastian


Hi !

Ich bin geschieden, mein jetzt 13 jähriger Sohn lebt bei der Mutter.
Er wollte schon früher zu mir.
Nach der Scheidung haben wir uns aber vor Gericht geeinigt, das er bei der Mutter bleibt, nachdem mir der Richter /und das Jugendamt) klargemacht hatte, dass bei einer gerichtlichen Entscheidung das Kind zur Mutter kommt.

Wir wollen jetzt einen weiteren Versuch starten, da mein Sohn im Juni 14 wird und dann selber entscheiden kann, bzw. seine Entscheidung vom Gericht auch ernst genommen wird.

Wie läuft das ganze dann ab, was muss ich im Vorfeld unternehmen?

Gruß Halon

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Für die Übertragung der elterlichen Sorge bzw. des Aufenthaltsbestimmungsrechts müssen Sie gem. § 1671 BGB einen Antrag beim zuständigen Familiengericht stellen.

Sofern die Kindesmutter zustimmt und Ihr dann 14-jähriger Sohn der Übertragung nicht widerspricht, muss das Gericht Ihrem Antrag stattgeben.

Sollte die Kindesmutter sich gegen die Übertragung aussprechen, wird eine solche vom Gericht nur durchgeführt werden, wenn dies dem Kindeswohl am besten entspricht.
Hier werden alle Umstände des Einzelfalles geprüft. U.a. wird natürlich auch der Kindeswille zu berücksichtigen sein – er wird jedoch nicht das alleinige Kriterium darstellen. Insofern ist es auch wichtig, dass Sie die Betreuung Ihres Sohnes im erforderlichen Maße gewährleisten können.

Sie sollten daher bereits im Vorwege ein „Betreuungskonzept“ erstellen, welches dem Gericht aufzeigt, dass Sie Ihren Sohn im gleichen Umfang bzw. genauso gut umsorgen können, wie die Kindesmutter.
Auch im häuslichen Umfeld sollten die erforderlichen Maßnahmen getroffen werden bzw. jedenfalls „ausbaufähig“ sein. Dies bedeutet, dass Ihr Sohn natürlich – sofern noch nicht vorhanden – ein eigenes Zimmer benötigt. Insofern sollte jedenfalls genügend Platz vorhanden sein.

Sie könnten evtl. auch jetzt schon mal beim Jugendamt vorsprechen und so dokumentieren, dass der Wille Ihres Sohnes durchaus erheblich ist und die Einleitung eines Verfahrens im nächsten Jahr nicht nur aus einer Laune heraus erfolgt.


Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

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§ 1671 BGB

1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so kann jeder Elternteil beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge allein überträgt.
(2) Dem Antrag ist stattzugeben, soweit
1. der andere Elternteil zustimmt, es sei denn, dass das Kind das 14. Lebensjahr vollendet hat und der Übertragung widerspricht, oder
2. zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht.

[…]

Bewertung des Fragestellers 21.10.2008 | 10:25

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