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Ex hat Geld auf Konto des Kindes eingezahlt, Zugewinn damit ausgeschlossen?

| 21.08.2008 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Folgende Konstellation:
Ehepaar mit 4jährigem Kind, getrennt lebend, Frau hat alleiniges Sorgerecht (und somit auch die Vermögenssorge).
Bei Eheschließung hatten beide kein Vermögen (vor 6 Jahren).
Während der Ehe erwirbt die Frau ein Haus im Ausland, das zwar der Mann finanzierte, das aber auf ihrem Namen ist. Sie verkauft das Haus während der Trennungszeit und vor Scheidungsantrag und zahlt das Geld (100 000 Euro) auf das Sparbuch des Kindes ein. Einige Monate später reicht der Mann Scheidungsklage ein und verlangt Zugewinnausgleich. Bei Einreichung der Scheidung hat er kein Vermögen, keinen Zugewinn, die Frau hat noch 85 000 Euro auf dem Sparbuch des Kindes. Der Mann fordert 50 Prozent aus 100 000 Euro. Welche Chancen hat er?
Das Ehepaar lebte im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

21.08.2008 | 21:16

Antwort

von


(1220)
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50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Maßgeblicher Stichtag für die Bestimmung des Endvermögens ist der Tag der Zustellung des Scheidungsantrags an den Ehegatten.


2.

Aufgrund des Sachverhalts könnte der Ehemann die Hälfte von 85.000,00 € verlangen.


3.

Da die Berechnung des Zugewinnausgleichs im Einzelfall jedoch komplizierter ist, rate ich, einen Anwalt aufzusuchen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 21.08.2008 | 21:24

Ich verstehe das folgendermaßen: die Frau kann nicht sagen, das Geld gehört meinem Kind.

Ergänzung vom Anwalt 21.08.2008 | 22:00

Sehr geehrter Fragesteller,

diesbezüglich gilt der Juristensatz "es kommt darauf an".

Wenn die Ehefrau 85.000,00 € dem Kind geschenkt hat, stellt sich die Frage, ob die Schenkung gem. § 1375 Abs. 2 BGB dem Endvermögen der Ehefrau hinzuzurechnen ist.

Das wäre dann der Fall, wenn die Schenkung weder einer sittlichen Pflicht noch einer auf den Anstand zu nehmenden Rücksicht entspricht.

Hier soll die "Schenkung" wohl deshalb erfolgen, um den Ehemann nicht am Zugewinn teilhaben zu lassen. Deshalb halte ich es für richtig, die Schenkung dem Zugewinn hinzuzurechnen. Danach hätte der Ehemann einen Anspruch auf die Hälfte von 85.000,00 €.

Die Beurteilung dieser Rechtsfrage wird aber von den Umständen des Einzelfalls abhängen. Deshalb ist auch eine andere Meinung vertretbar.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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