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Wer zahlt Anwaltskosten bei einem Verkehrsunfall?

14.08.2008 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bin auf einem die Straße kreuzenden Radfahrstreifen von einem rechtsabbiegenden Auto erfaßt worden und vom Fahrrad gestürzt. (Der Autofahrer hat bereits am Ort volle Schuld zugegeben) Habe mir durch diesen Unfall eine starke Prellung an der Schulter zugezogen, die sehr schmerzhaft ist und mich bisher für eine Woche daran gehindert hat, arbeiten zu gehen.
Da ich als selbständige Physiotherapeutin (Praxisinhaberin) mit einer derartigen Verletzung überhaupt nicht arbeiten konnte, möchte ich neben dem Schmerzensgeld noch Ersatz für den Verlust der bisher krankgeschriebenen Woche haben und auch einen Verlust für die von mir abgewiesenen Patienten, da ich noch nicht weiß ob ich wieder vollständig arbeiten kann. Morgen ist mein 1. Arbeitstag.
Da ich nicht im Rechtschutz bin. 1. Frage: Bekomme ich in diesem evtl. Rechtsanwaltgebühren sicher erstattet?
2. Kann ich auch ohne Anwalt auftreten und wenn ja...was genau kann ich für Schmerzensgeld und Arbeitsausfall geltend machen?

14.08.2008 | 22:44

Antwort

von


(206)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Schädiger, hier in Person seine KfZ-Haftpflicht-Versicherers, hat Ihnen als Geschädigter die Anwaltskosten nach seinem Verschuldensanteil zu zahlen, da es sich um sogenante "adäquate Kosten der Rechtsverfolgung" handelt. Nach Ihrer Schilderung beträgt die Haftung 100 % zu Lasten der Gegenseite, so dass diese Ihnen die entstehenden Anwaltskosten zu zahlen hat. Bitte beachten Sie, dass die anwaltlcihen Gebühren nur an dem Wert von der Gegenseite zu erstatten ist, den sie tatsächlich berechtigterweise zahlen musste.

Ein Beispiel: Sie beauftragen Ihren Anwalt, insgesamt 5.000,00 EUR geltend zu machen. Die Gegenseite zahlt nur 4.000,00 EUR. Sie wollen kein Prozeßrisiko eingehen und sehen von einer Klage auf den Differenzbetrag ab. Die Gegenseite müsste dann Anwaltskosten aus einem Gegenstandswert von 4.000,00 € zahlen, die Differenz der Anwaltskosten zum ursprünglich geltend gemachten Betrag wäre von Ihnen zu zahlen.

Grundsätzlich können Sie Ihre Anspürche auch selbst geltend machen- rechnen Sie aber damit, dass der Versicherer der Gegenseite Sie nicht ernst nehmen wird, da Sie ohne Anwalt nicht "auf Augenhöhe" mit ihm stehen. Mit einer deutlichen Kürzung Ihrer Ansprüche, bzw. sogar mit dem Unterstellen eines Mitverschuldens müssen Sie rechnen.

Zu anwaltlicher Inanspruchnahem rate ich daher ausdrücklich, auf diesem Weg werdn Sie auch über allen Ihnen zustehenden Schadens(ersatz)positionen aufgeklärt, die Ihnen allein vermutlich nicht allebekannt sind.

Ihr Schmerzensgeldanspruch bemisst sich naturgemäß an den erlittenen Beeinträchtigungen. Ohne Kenntnis des ärztlichen Abschlussberichtes lässt sich dazu nur wenig sagen. Eine Prellung der Schulter, die zu einer einwöchigen Krankschreibung führte, lässt sich vorsichtig mit 250-500 EUR beziffern, aber diese Schätzung ist ohne Kenntnis des ärztlichen Abschlussberichtes nur sehr vage.

Da Sie selbständig sind, müssen Sie den Verdienstausfall konkret darlegen, eine Pauschale o.ä. ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Aufgrund Ihrer Bilanz bzw. der Einnahme/Überschussrechnung 2007 können Sie Ihren Verdienst belegen, der dann auf den Zeitraum von einer Woche zu quoteln wäre. Falls diese für 2007 noch nicht vorliegt, können Sie anbieten auch mit dem Nachweis Ihrer bisherigen Umsatzsteuervorauszahlungen für 2008 als Berechnungsgrundlage zu arbeiten.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe.

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt


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