1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Muß die Eigentumswohnung in der Vermögensaufstellung aufgeführt werden?

12.08.2008 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sachverhalt:

• Erblasser hat Ehefrau (gesetzl.Güterstand/Zugewinngemeinschaft) und zwei erwachsene Kinder.
• Ein Testament existiert nicht. Es besteht also die gesetzl. Erbfolge. (Ehefrau:(1/4 Erbe+1/4 ZugewinnAusgleich) igs. 1/2 + Kinder: 2 x 1/4 je Kind)
• Erblasser hat zu Lebzeiten seine EigentumsWohnung (in der nur die Eheleute lebten) der Ehefrau per notarieller SchenkungsUrkunden in zwei Hälften vermacht (mit GrundbuchEinträgen).
• Die erste Hälfte per SchenkungsUrk. im Okt.1986 als GeburtstagsGeschenk. – (Der Geb. der Ehefrau war ein paar Tage später – dies ist als solches aber nicht in der Urkunde vermerkt), also vor ca. 21 Jahren.
• Die zweite Hälfte per notarieller SchenkungsUrkunde (als Schenkung von Todes wegen im Febr. 1999), also vor ca. 9 Jahren.
• Die Wohnung wurde zwei Monate nach dem Ableben des Erblassers im Grundbuch auf die Ehefrau im Gesamten eingetragen.

Fragen:

1. Muß die Eigentumswohnung in der vom gegnerischen Anwalt zu Recht angeforderten Vermögensaufstellung trotzdem noch mit aufgeführt werden oder gehört sie nicht mehr dazu?
2. Der Ehefrau steht gem. §1932 BGB der sog. VORAUS neben dem Erbe zu (Haushaltsggstände, Möbel etc – es existiert eine durchschnittliche Einrichtung.) Muß die Wohnungseinrichtung trotzdem in der Vermögensaufstellung mit aufgeführt werden ? (Es existieren KEINE wertvollen Gegenstände.). Die Einrichtung ist ca. 25-30 Jahre alt !)
3. Wie verhält es sich bei den Einrichtungsgegenständen der Ferienwohnung - auch alt und noch weniger komfortabel eingerichtet !

Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit den in das Inventar-/Vermögens-/Nachlassverzeichnis aufzunehmenden Vermögenswerte Stellung und beantworte diese wie folgt:

Dabei möchte ich zunächst die hierfür maßgebliche Vorschrift des § 2001 BGB wie folgt zitieren:
„(1) In dem Inventar sollen die bei dem Eintritte des Erbfalls vorhandenen Nachlaßgegenstände und die Nachlaßverbindlichkeiten vollständig angegeben werden.
(2) Das Inventar soll außerdem eine Beschreibung der Nachlaßgegenstände, soweit eine solche zur Bestimmung des Wertes erforderlich ist, und die Angabe des Wertes enthalten.“

Dies vorausgeschickt, sind Ihre Fragen wie folgt zu beantworten:


1.Muß die Eigentumswohnung in der vom gegnerischen Anwalt zu Recht angeforderten Vermögensaufstellung trotzdem noch mit aufgeführt werden oder gehört sie nicht mehr dazu?

Die ETW fällt nicht in den Nachlass des Erblassers, sondern war Ihnen bereits zu Lebzeiten schenkweise übertragen worden. Die ETW ist daher nicht in das Vermögensverzeichnis aufzunehmen.


2.Der Ehefrau steht gem. §1932 BGB der sog. VORAUS neben dem Erbe zu (Haushaltsggstände, Möbel etc – es existiert eine durchschnittliche Einrichtung.) Muß die Wohnungseinrichtung trotzdem in der Vermögensaufstellung mit aufgeführt werden ? (Es existieren KEINE wertvollen Gegenstände.). Die Einrichtung ist ca. 25-30 Jahre alt !)

Auch wenn keine wertvollen Einrichtungsgegenstände vorhanden sind und der Ehefrau der Voraus zusteht, fällt die Wohnungseinrichtung dennoch in den Nachlass und ist daher als Nachlassgegenstand im Nachlassverzeichnis/Vermögensverzeichnis anzugeben.


3.Wie verhält es sich bei den Einrichtungsgegenständen der Ferienwohnung - auch alt und noch weniger komfortabel eingerichtet !

Vgl. Antwort zu Frage 2.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

Rückfrage vom Fragesteller 13.08.2008 | 00:52

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin !

Vielen Dank für Ihre klare Auskunft !

Muß ich dann von jedem Raum eine Einzel-Aufstellung (1 Stuhl, 1 Schrank, Auslegware, 10 Bettbezüge etc) mit Wertbestimmung machen oder kann ich pauschal auf den vorhandenen Hausrats-Versicherungswert von soundsoviel Euro verweisen ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 17:26

Im Extremfall könnte von Ihnen leider tatsächlich eine Einzelaufstellung verlangt werden, mfG
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89416 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Frage umfassend (und auch in meinem Sinne) beantwortet. Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Ausführungen zu meiner weiteren Vorgehensweise. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre engagierte und umfassend klare Hilfe!! Absolute Weiterempfehlung. ...
FRAGESTELLER