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Erbschaft der Hälfte eines Hauses, in welchem der andere Eigentümer noch lebt

03.08.2008 19:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Mutter hat zusammen mit ihrem nicht ehelichen Lebensgefährten ein Reihenhaus gekauft (Wert c.a. 200000 €. Sie sind beide im Grundbuch eingetragen. Sie hat alle Darlehensschulden bereits bezahlt, ihr Partner noch nicht. In ihrem nicht beglaubigten Testament hat sie zunächst verfügt, dass ihr Partner Wohnrecht auf Lebenszeit erhält, ihre Kinder dann erst ihre Hälfte erben. Das Testament hat sie handschriftlich geändert, ohne es erneut zu unterschreiben. Hier legt sie fest, dass sie das Wohnrecht für ihren Partner nur auf 2 Jahre begrenzt und dann möchte, dass das Haus verkauft und ihre Kinder die Hälfte des Verkaufs ohne Abzug der noch bestehenden Restschuld erhalten sollen, da sie der Ansicht war, dass diese Schulden von ihrem Partner alleine getragen werden müssen.
Können wir Kinder nun damit rechnen, nach zwei Jahren von dem Lebensgefährten meiner Mutter, wie es im Sinne meiner Mutter wäre, ausbezahlt zu werden, oder ist das rechtlich so nicht möglich? Sie hat diesen Wunsch auch mündlich noch einer Freundin mitgeteilt.

Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Ein Testament ist nur wirksam mit der Unterschrift des Erblassers.
Ich gehe davon aus, dass das (erste) Testament unterzeichnet wurde und somit wirksam ist.
Eine Beglaubigung ist nicht zwingend erforderlich. Ein Nachtrag zu einem Testament ist grundsätzlich möglich. Man sollte hier lediglich darauf achten, dass deutlich wird, dass es sich bei dem hinzugefügten Text um eine Ergänzung des ursprünglichen Testamentes handelt und nunmehr der gesamte Erklärungsinhalt als letzter Wille gelten soll. Etwaige Ergänzungen sind sicherheitshalber immer mit einer gesonderten Unterschrift zu versehen. Voraussetzung ist dies aber nicht. Das Testament wird sodann notfalls ausgelegt.
M.E. kann Ihre Mutter aber gar nicht über das gesamte Haus als solches testamentarisch verfügen, da der Lebenspartner ebenfalls zur Hälfte als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Sie kann deshalb nicht zwingend verfügen, dass das Haus verkauft wird; ein Wohnrecht des Lebenspartners ist irrelevant. Falls sich die Erben nach dem Ableben der Mutter nicht einig werden, kann allerdings die Teilungsversteigerung über das gesamte Haus eingeleitet werden.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

Nachfrage vom Fragesteller 04.08.2008 | 07:58

Sehr geehrter Herr Hermes,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Bedeutet das, dass die Kinder auf Auszahlung des Wertes der (unverschuldeten) Hälfte des Hauses bestehen können, auch wenn der Lebensgefährte seine Hälfte bewohnt und nicht ausziehen möchte?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.08.2008 | 10:05

Nein, Sie können falls Sie die Hälfte des Hauses erben, einen ANTRAG auf Teilungsversteigerung stellen, falls Ihnen der Lebensgefährte zB die Hälfte des Hauses nicht abkauft. Auf diesem Wege können Sie Ihren Anteil "versilbern".
Ihre Mutter sollte sich umfassend hinsichtlich der Abfassung des Testaments beraten lassen, so dass ihr Wille auch entsprechende Niederlegung in dem Testament findet.

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