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Mieterhöhung: Überprüfung des Mietspiegels

13.07.2008 22:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Grundmiete (Kaltmiete) beträgt derzeit 229,69 Euro. Zum 01.07.2008 soll die Miete um 39,10 Euro (17,46%) auf 268,79 Euro erhöht werden. Als Grund wird die Anpassung an den Mietspiegel genannt. Dieser wurde beigefügt. Das gekennzeichnete Fach sieht eine Miete von 3,41-4,18 vor. Die Wohnung ist 60 qm groß.

Der Mietvertrag wurde zum 01.03.2004 mit 191,41 Euro Grundmiete geschlossen.

Die letzten Mieterhöungen fanden statt zum:
01.06.2005 191,41 + 32,58 = 223,99 (lt. Anschreiben 17,02%)
01.09.2006 223,99 + 5,70 = 229,69 (lt. Anschreiben 2,98%)
01.07.2008 229,69 + 39,10 = 268,79 (lt. Anschreiben 17,46%)

Nun meine Frage:
Lässt sich die geforderte Mieterhöhung abwenden, oder muss ich dieser zustimmen, weil alle rechtlichen Gegebenheiten stimmig sind?
Nach meiner Berechnung sind die Prozentsätze nicht korrekt und innerhalb von (leider) 37 Monaten wurde die Grundmiete um mehr als 40% erhöht.

Ich danke Ihnen im Voraus für die Beantwortung dieser Frage.

Eingrenzung vom Fragesteller
13.07.2008 | 22:22

Sehr geehrte Fragestellerin,

nach § 558 III BGB darf die Miete innerhalb von 3 Jahren um 20 % bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden. Nach Ihren Angaben lag die Miete am 01.07.2005 bei 223,99 Euro. 20 % mehr sind 268,79 Euro. Von daher sind die Prozentsätze richtig berechnet.
Allerdings dürften die Daten über das Fach im Mietspiegel falsch sein. Im aktuellen Berliner Mietspiegel gibt es kein Fach, dass Mieten von 3,41 - 4,18 Euro vorsieht.

Um die Spanneneinordnung innerhalb des Fachs eines Mietspiegels überprüfen zu können, wären detailliertere Angaben dazu erforderlich, welche Wohnwerterhöhenden oder Wohnwertmindernden Merkmale Ihre Wohnung enthält.
Für Wohnungen innerhalb Berlins können Sie die ortsübliche Vergleichsmiete unter www.berlin.de berechnen. Geben Sie in das Suchfeld Mietspiegel ein und kreuzen Sie dann alle Merkmale an, die Ihre Wohnung erfüllt.

Sollte die Wohnung außerhalb Berlins liegen, wo ein Mietspiegel mit den von Ihnen genannten Werten gilt dann ergibt eine Quadratmetermiete von 4,18 Euro bei einer Wohnungsgröße von 60 qm eine höchstzulässige Nettokaltmiete von 250,80 Euro. Somit müssen Sie der Mieterhöhung dann maximal bis zu diesem Betrag zustimmen.

Damit die Mieterhöhung zum 01.07. wirksam werden kann, hätte Ihnen das Mieterhöhungsverlangen im April zugegangen sein müssen. Wenn es Ihnen erst im Mai zugegangen ist, wird die erhöhte Miete erst ab August geschuldet. Ist Ihnen das Erhöhungsverlangen im Juni zugegangen, wird die erhöhte Miete ab September geschuldet und wenn Ihnen das Mieterhöhungsverlangen in diesem Monat zugegangen ist, wird die erhöhte Miete erst ab Oktober geschuldet.

Unter der Voraussetzung, dass Ihre Wohnung tatsächlich in einem Gebiet liegt, das ein Mietspiegelfach hat, dass von 3,41 - 4,18 Euro vorsieht und die Ausstattung Ihrer Wohnung eine Einordnung zum Höchstwert des Mietspiegelfaches rechtfertigt, sollten Sie Ihrem Vermieter schreiben, dass sie der Mieterhöhung nur teilweise bis zu einer Nettokaltmiete von 250,80 Euro zustimmen und die Zustimmung im übrigen verweigern.

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