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Urkundenfälschung, Unterschlagung, Verletzung des Postgeheimnisses???

26.06.2008 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

folgendes ist mir passiert:

Mein Schwester hat mir ein Geburtstagsgeschenk (Schmuckstück im Wert von 320 EUR) mit DPD versichert geschickt.

Laut Aussage von DPD soll das Paket am 13.06. 13:39 zugestellt worden sein - an mich. Allerdings war ich zu dieser Zeit im Büro.... der Zustellbeleg wurde uns von DPD vorgelegt, er ist unterschrieben mit meinem Namen (bin die einzige im Haus mit diesem - ungewöhnlichen - Namen), aber nicht von mir!

Natürlich habe ich weder das Paket noch eine Benachrichtigung über Zustellung bei einer dritten Person bekommen.

Der Fahrer, der an dem Tag ausgeliefert hat, kann sich an nichts erinnern, DPD kann gegen Vorlage der Rechnung nur den Kaufpreis erstatten - sehr ärgerlich, da es ein individuell angefertiges Schmuckstück war.

Es ist so gut wie sicher, dass es jemand bei mir im Haus angenommen hat (ca 10 Mietparteien) ODER der Fahrer selbst die Unterschrift gefälscht hat.

Meine Frage nun: Welche Möglichkeiten habe ich, gegen den Unterschriftenfälscher vorzugehen?

Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt wegen Urkundenfälschung, Unterschlagung und Verletzung des Postgeheimnisses etc pp?
Hat das Aussicht auf Erfolg oder eher nicht, da man ja auch nicht so einfach herausbekommen kann, wer es war, ohne die Wohnung zu durchsuchen....

... oder eher bleiben lassen und nie erfahren, was da passiert ist?

DANKE!

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Aussichten, dass der Täter ermittelt werden kann, sind nicht besonders groß.
Trotzdem sollten Sie bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Denn es gibt durchaus einige Ansatzpunkte für Ermittlungen.

Wenn der Fahrer der Täter war, wird es sicher nicht seine einzige Tat gewesen sein. Wenn mehrere Strafanträge gegen Unbekannt bei der Polizei eingehen, die alle gemeinsam haben, dass die gestohlenen Pakete vom gleichen Fahrer zugestellt wurden, ergibt sich daraus ein Verdacht, der Ermittlungen gegen den Fahrer rechtfertigt.

Dann werden zur Tatzeit nicht alle Mietparteien zu hause gewesen sein. Durch Ausschluß der Mieter, die ein Alibi haben, kann der Kreis der Tatverdächtigen reduziert werden.

Schließlich können die Mieter und der Fahrer als Zeugen geladen werden. Auch wenn alle aussagen, dass sie nichts wissen oder sich an nichts erinnern können, werden die Zeugen am Ende Ihrer Aussage bei der Polizei doch das Protokoll der Aussage unterschreiben. Dadurch kann die Polizei Schriftproben sammeln, die mit der Unterschrift auf dem Zustellbeleg verglichen werden können.

Einer Ladung bei der Polizei muß zwar keiner nachkommen, aber wenn von 10 Mietern 9 eine Schriftprobe abgeben und als Täter ausgeschlossen werden, während einer der Ladung nicht nachkommt, weiß man auch gegen wen man ermitteln muß. Das jemand der Ladung nicht nachkommt, kann zwar nicht gegen Ihn verwendet werden, aber die weiteren Ermittlungen können danach durchaus Beweise erbringen, die dann verwertbar sind.

Zuletzt ist da noch das Schmuckstück. Da es eine individuelle Anfertigung ist, dürfte dieses relative leicht erkennbar sein, wenn es irgendwo auftaucht. Der Täter selber hat oft keine Verwendung für den Schmuck und wird wahrscheinlich versuchen, diesen bei einem Juwelier zu verkaufen.

Wenn die Polizei eine möglichst genaue Beschreibung der Beute an alle Juweliere geben kann, oder Ihre Schwester vielleicht sogar Fotos von der Beute gemacht hat, ergeben sich auch hier Anhaltspunkte um den Täter zu ermitteln, oder die Beute sicherzustellen.

Auch wenn es viele Ansatzpunkte für Ermittlungen gibt, kann ich Ihnen jedoch keine großen Hoffnungen machen. Wahrscheinlich werden sie bei der Polizei auf gelangweilte Beamte treffen, die „Dienst nach Vorschrift" machen und sich keine besondere Mühe geben, den Täter zu ermitteln.

Eine kleine Chance den Täter zu ermitteln, ist jedoch besser als keine.
Deshalb sollten Sie zur Polizei gehen und Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

Die Anzeige gegen Unbekannt ist die einzige Möglichkeit, die Sie hier haben, etwas zu unternehmen.

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