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Anzeige wegen Fahrerflucht

28.04.2008 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 27.04.2008 wollte ich mit meinem PKW wenden und fuhr rückwärts in eine Straße wo ein Haus mit hölzernem Gartenzaun stand! Plötzlich hörte ich ein Knacksen, als würde ein großer Ast zerbrechen. Da ich mein Radio aufgedreht hatte, kam mir das Knacksen auch nicht so laut vor! Ich habe nur kurz im rechten Seitenspielgel geschaut, ob etwas passiert ist, weil ich annahm ich wäre auf einen großen Ast aufgefahren, konnte aber nichts erkennen und bin nach Hause gefahren. Daheim habe ich unter meinen Auto noch geschaut, ob der Ast Beschädigungen angerichtet hat, aber es waren keine Spuren zu sehen Meine Freundin rief mich eine halbe Stunde später an und sagte, ich solle umgehend ihren Nachbarn anrufen, da zwei hölzerne Zaunlatten beschädigt seien! Ich nahm unverzüglich telefonischen Kontakt, der Herr meinte ich solle sofort kommen, ansonsten ruft er die Polizei. Ich habe mich natürlich entschuldigt und gesagt, dass ich sofort komme! Keine halbe Stunde später waren wir bei dem Herrn angekommen, da mein Wohnort 20 km von seinem Haus entfernt liegt. Ich habe die zwei Zaunlatten angeschaut und ebenfalls meine Eltern, eine war etwas durchgebrochen und die andere angeknackst.Der Zaun ist schon älter und an manchen Stellen vermodert und auch kaputt. Ich klingelte bei dem Herrn, dieser kam heraus und sagte sofort, er habe schon die Polizei gerufen, weil wir 10 Minuten zu spät dran wären und man für eine 20 km Strecke nur 10 Minuten bräuchte. Er wollte weder meine Entschuldigung hören, noch dass ich ihm diesen Schaden umgehend auch ersetzen werden. Ich habe dann auch bei der Polizei angerufen und gesagt,dass ich schon in XXX bin- zu diesem zeitpunkt war die Polizei jedoch schon unterwegs. Die Polizei kam,schaute sich den Schaden an den zwei hölzernen Zaunlatten an und sagte, dass dies ein Bagatell-Schaden unter 500 € ist, wenn überhaupt und man das auch ohnePolzei hätte regeln könnte. Fotos wurden von den Polizisten gemacht, auch habe ich den Sachverhalt genau so dargelegt wie hier. Nun habe ich eine Anzeige wegen Fahrerflucht- was droht mir nun wegen der Fahrerflucht, wird die Strafe gemildert oder kann ich ganz aus der Sache heraus kommen?Wie hoch ist die Geldbuße? Auch hat der Herr gemeint, er will diese Sache über seinen Anwalt laufen lassen.Aus der Probezeit bin ich schon raus.Ich bin Schülerin und bekomme wenig Bafög.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, strafbar gemäß § 142 StGB (Strafgesetzbuch), sieht als Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor.

Eine abschließende Einschätzung der von Ihnen zu erwartenden Strafe kann ohne genaue Sachverhaltskenntnis und Kenntnis der Ermittlungsakte nicht erfolgen. Angesichts der (niedrigen) Höhe des Schadens erscheint vorliegend eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflage gemäß § 153 a StPO (Strafprozessordnung) möglich. Voraussetzung hierfür wäre, dass Sie den Schaden wiedergutmachen, mithin die Reparaturkosten des Zaunes unter Einbeziehung des Zeitwertes begleichen.
Alternativ kommt eine Geldstrafe im unteren Bereich samt Fahrverbot bis zu drei Monaten in Betracht. Die Entziehung der Fahrerlaubnis gemäß § 69 StGB scheidet auf Grund Absatz 2 Nr. 3 aus, da die beschädigte Sache ausweislich Ihrer Schilderung nicht von bedeutendem Wert war. Die Begleichung des Schadens der auch hier von Vorteil, diese würde sich strafmildernd auswirken.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Strafrecht - Verkehrsrecht Anwalt München

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2008 | 19:57

Vielen Dank für ihre Antwort,
die Reparaturkosten werden natürlich übernommen, also müßte ja dann das Verfahren ja eingestellt werden. Über die Reparaturkosten müßte ja dann einfach eine Bestätigung der Staatsanwalt ausreichen? Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2008 | 15:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich wie folgt:

Offenbar haben Sie mich falsch verstanden. Eine Verpflichtung der Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen, besteht auch bei Wiedergutmachung des eingetretenen Schadens nicht! Durch die Begleichung des Schadens erhöhen Sie aber jedenfalls die Chance für eine Verfahrenseinstellung.

Die Schadenswiedergutmachung sollte der Staatsanwaltschaft gegenüber bereits im Ermittlungsverfahren angezeigt und durch geeignete Dokumente (Rechnungen o.ä.) nachgewiesen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

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