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Berechnung einer Witwenrente

| 24.04.2008 11:50 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


Meine Frau und ich beziehen seit Januar 2007 eine Rente der Deutschen Rentenversicherung ( früher BfA ) zuzüglich eine Betriebsrente.Ich = €1.400 plus € 400 Betriebsrente / Partner € 900 plus € 180 Betriebsrente.

Meine Frage:
Gibt es eine "Faustformel" nach der ungefähr berechnet werden kann, wie hoch der Anteil (prozentual o. Euro) der Hinterbliebenenrente für den jeweiligen Hinterbliebenen nach dem Tode des Ehepartners ist.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

der Monatsbetrag einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung wird berechnet, indem die unter Berücksichtigung des Zugangsfaktors ermittelten persönlichen Entgeltpunkte, der Rentenartfaktor und der aktuelle Rentenwert mit ihrem Wert bei Rentenbeginn miteinander vervielfältigt werden (§ 64 SGB 6 ).

Handelt es sich bei der Rente des Versicherten um eine Rente wegen Alters, die mit Erreichen des 65. Lebensjahres in Anspruch genommen wurde, so gilt für die entsprechende Rente des Hinterbliebenen des Versicherten aber derselbe Zugangsfaktor (1,0), also grundsätzlich auch die gleichen Entgeltpunkte.

Der Rentenartfaktor beträgt für Renten wegen Alters 1,0. Für eine große Witwen- oder Witwerrente gilt bis zum Ende des dritten Monats, in dem der Versicherte verstorben ist, ein Rentenartfaktor von 1,0, danach von 0,55 (§ 67 SGB 6 ). D.h. die Höhe der großen Witwen- oder Witwerrente beträgt nach Ablauf von drei Monaten nach dem Tod des Versicherten ungefähr 55 % der Altersrente des Versicherten.

Der aktuelle Rentenwert verändert sich aber jährlich.
Soweit bei dem Hinterbliebenen Kindererziehungszeiten zu berücksichtigen sind, kommt für die Witwen- oder Witwerrente ggf. auch noch ein Zuschlag an persönlichen Entgeltpunkten in Betracht (§ 78 a SGB 6 ).

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2008 | 16:04

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung meiner Frage.

Durch Ihre Antwort ergab sich jedoch für mich eine erneute Frage:
Wie unterscheidet sich die große von der kleinen Witwen-bzw. Witwerrente?
Im voraus Danke für Ihre "Aufklärung"

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2008 | 18:27

Sehr geehrter Fragesteller,

die genauen Voraussetzungen für eine Witwen- oder Witwerrente finden Sie in § 46 SGB 6 .
Ein Anspruch auf die große Witwen- oder Witwerrente setzt anders als ein Anspruch auf die kleine Witwen- oder Witwerrente u.a. voraus, dass der hinterbliebene Ehegatte das 47. Lebensjahr vollendet hat, erwerbsgemindert ist oder ein minderjähriges eigenes Kind bzw. ein minderjähriges Kind des verstorbenen Ehegatten erzieht. Die kleine Witwen- oder Witwerrente beträgt nach Ablauf von drei Monaten nur ca. 25 % der Altersrente des Versicherten. Sie wird nur für 24 Monate gewährt.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 24.04.2008 | 13:16

Eigenes Einkommen des Hinterbliebenen ist auf die Hinterbliebenenrente aber anzurechnen, soweit der Freibetrag (das 26,4fache des aktuellen Rentenwerts, derzeit 26,27 €) überschritten wird.

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