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Staatsbürgerschaftswechsel vor 2000

| 18. November 2022 23:02 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgende Sachverhalt:

Bis 1995 hatte ich eine Nicht-EU Staatsbürgerschaft (auch nicht Schweiz).

.eine Eltern lebten zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Jahre in Deutschland, ich bin in Deutschland geboren und habe auch hier die Schule besucht (inkl. Abitur).

1995 habe ich unter Aufgabe meiner damaligen Staatsbürgerschaft die deutsche Staatsbürgerschaft abgenommen.
Nun überlege ich einen Antrag auf meine vorherige Staatsbürgerschaft zu stellen, um dann quasi eine doppelte staatsbürgerschaft zu haben.

Mir wurde von verschiedenen Seiten mitgeteilt, dass ich dies ohne Genehmigung der deutschen Behörden tun kann, ohne die deutsche Staatsbürgerschaft automatisch per Gesetzt zu verlieren da ich die deutsche Staatsbürgerschaft vor dem Jahr 2000 erworben habe.

Ist dies so richtig?

Den bürokratischen Aufwand mit einer Genehmigung würde ich mir gerne ersparen.

MfG

19. November 2022 | 00:10

Antwort

von


(1346)
Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
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Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der heutige § 25 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) lautet wie folgt:

(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte. Der Verlust nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 3 abgeschlossen hat.

(2) Die Staatsangehörigkeit verliert nicht, wer vor dem Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit auf seinen Antrag die schriftliche Genehmigung der zuständigen Behörde zur Beibehaltung seiner Staatsangehörigkeit erhalten hat. Hat ein Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, ist die deutsche Auslandsvertretung zu hören. Bei der Entscheidung über einen Antrag nach Satz 1 sind die öffentlichen und privaten Belange abzuwägen. Bei einem Antragsteller, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, ist insbesondere zu berücksichtigen, ob er fortbestehende Bindungen an Deutschland glaubhaft machen kann.


Sie meinen vermutlich § 25 Abs. 1 StAG i.d.F. bis zum 31. Dezember 1999. Mit Wirkung zum 1. Januar 2000 wurde in § 25 RuStAG 1913 durch das StARG die sog. Inlandsklausel aufgehoben, wonach für den Eintritt des Verlustes der Staatsangehörigkeit vorausgesetzt wurde, dass der deutsche Staatsangehörige "im Inland weder seinen Wohnsitz noch seinen dauernden Aufenthalt hat". Seitdem tritt der Staatsangehörigkeitsverlust auch dann ein, wenn der deutsche Staatsangehörige im Zeitpunkt des Erwerbs der fremden Staatsangehörigkeit im Inland seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt hat.

Heute ist aber die aktuelle Fassung des § 25 StAG anzuwenden. Das Gesetz enthält keine Übergangsvorschrift für deutsche Staatsangehörige, welche die deutsche Staatsangehörigkeit bis zum 31. Dezember 1999 erworben haben.

Sie würden also eine Beibehaltungsgenehmigung nach § 25 Abs. 2 StAG benötigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Bewertung des Fragestellers 19. November 2022 | 09:55

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