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Grenzzaunsetzung

31.03.2008 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe eine Doppelhaushälfte, wo die Grenze genau zwischen den beiden Häusern verläuft. Ein bisheriger Zaun stand bis 2004 direkt an der Grenze auf dem Grundstück des Nachbarn zur Rechten. Dieser war noch von den vorherigen Nachbarn errichtet worden. Wir haben 2004 den alten Zaun entfernt und ein Teilstück eines neuen Zauns errichten lassen, sowie ein Zaunprovisorium (Weidenzaun)(auf unsere Kosten).Dies alles wurde genau im Verlauf des alten Zaunes errichtet (an der Grenze, aber auf dem Grundstück des Nachbarn).Dies alles geschah mit Billigung des Nachbarn, der keinerlei Einwände hatte. Wir haben jetzt im März 2008 das Zaunprovisorium entfernt und zwei Pfostenträger einbetoniert, auch wieder im Verlauf des Zauns auf dem Nachbargrundstück, um den Zaun mit dem vorhandenen Teilstück zu komplettieren. Der Nachbar verlangt jetzt eine Entfernung der neuen Pfostenträger und eine Errichtung eines Zaunes nur auf unserem Grundstück (inkl. der Betonfundamente). Der Nachbar will selber auch keinen Zaun haben ("braucht keinen"). Wir möchten aber unbedingt einen haben, wären auch bereit die Pfostenträger zu entfernen, und einen Zaun auf der Grenze zu errichten, wobei ca. 10-15 cm neu zu errichtendes Betonfundament in das Grundstück des Nachbarn ragen würden. Wir hätten hier auch eine Stufe zum schon errichteten Teilstück des Zaunes, der sich an der Grenze, aber auf dem Nachbargrundstück befindet.
Folgende Fragen: Können wir den Zaun auf der Grenze errichten, in o. g. Weise, auch gegen den Willen des Nachbarn? Oder müssen wir den Zaun komplett auf unserem Grundstück errichten, wenn der Nachbar dies wünscht? Müssen wir die Pfostenträger, die jetzt genau im Verlauf des alten Zaunes auf dem Nachbargrundstück stehen entfernen? Im Nachbarschaftsgesetz NRW §32 ff. steht außerdem, daß ein Nachbar, wenn der Andere einen Zaun will, hiermit einverstanden sein muß und sogar noch 50% der Kosten übernehmen muß, sich also an einer Einfriedung beteiligen muß. Trifft das hier auch zu?

Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Schilderung geht es um die ERSETZUNG einer vorhandenen Einfriedung, die im beiderseitigen Einvernehmen errichtet worden ist. Allein deshalb werden Sie schon den Zaun richten können.


Wie Sie aber auch selbst schon ausführen, besteht das Recht auch nach § 32 NachbG NRW, so dass Sie vorsorglich den Anspruch auf Einfriedung schriftlich anmelden sollten. Auch können Sie die nach § 37 NachbG NRW bestehende Kostenverteilung anfordern, also die hälftigen Aufwendungen geltend machen.

Sollte mit den Nachbarn trotzdem kein vernünftiges Gespräch mehr zu führen sein, würde sich hier die Einschaltung des Schiedsmannes der Gemeinde empfehlen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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