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Zivilrecht Akteneinsicht gegen Partei

13.05.2022 17:41 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


19:01

Folgende Schilderung, ich habe vor mehren Jahren eine Körperverletzung begangen. Habe dafür eine Bewährung bekommen von 4 Jahren. Diese habe ich ohne weitere zwischen Fälle ohne neue Straftat bewältigt. Als Auflage gab es Schadens wiedergutmachung an das Opfer . Dies habe ich auch gemacht und jeden Monat 150€ monatlich an den Geschädigten überwiesen. Nach Beendigung meiner Bewährungsstrafe habe ich die Zahlung eingestellt. Weil mir seitens des Geschädigten nie eine genaue Summe genannt wurde was er an Schmerzensgeld verlangt. Jetzt habe ich Post von der Staatsanwaltschaft bekommen, wo der Rechtsanwalt des Geschädigten für Zivilrechtliche Schritte Akteneinsicht verlangt. Und ich diesen zustimmen soll. Meine Frage an Sie soll ich dieses tun und gestatten oder verweigern.

Mit freundlichen Grüßen

13.05.2022 | 18:37

Antwort

von


(318)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im deutschen Strafrecht bietet das Adhäsionsverfahren den durch eine Straftat Verletzten die Möglichkeit, bereits im Strafverfahren gegen den Täter etwa durch die Tat entstandene zivilrechtliche vermögensrechtliche Ansprüche (wie z.B. Schadensersatz oder Schmerzensgeld) geltend zu machen.

Das ist offenbar nicht geschehen, aber das Gericht hat von sich aus einen Ausgleich geschaffen.

Schlimm, dass es diesen Anspruch nicht zeitlich begrenzt hatte, oder der Höhe nach.

Wenn Sie jetzt 7.200€ bezahlt haben ist dann an sich eine hohe Summe, das deutsche Schmerzensgeldrecht ist eher geizig geprägt.

Aber es kommt natürlich auf die Art der Schäden und Verletzungen an und die Umstände des Vorfalls selbst

Gem. § 406e Abs. I StPO können die durch eine Straftat Geschädigten oder Verletzten Personen über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht in die Ermittlungsakte gegen den oder die Beschuldigten beantragen, auch um Beweismittel zu sichern, soweit hierfür ein berechtigtes Interesse besteht.

Gem. § 475 StPO besteht ein sogar ein Anspruch auf Auskunft bzw. Akteneinsicht von Privaten zu verfahrensübergreifenden Zwecken auch zu Gunsten von nicht am Verfahren beteiligten Dritten.

sie sollten der Staatsanwaltschaft mitteilen, dass und wie viel Sie bezahlt haben und das berechtigte Interesse des Verletzten in Frage stellen, wegen Zeitablauf und wegen der Höhe der von Ihnen bereits gezahlten Entschädigung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 13.05.2022 | 18:58

Könnten Sie mir solch ein Schreiben verfassen? Nartürlich würde ich dieses bezahlen . Ich weiß das der Geschädigte eine sehr lange Zeit nicht arbeiten konnte . Verletzung war eine ausgekugelte Schulter und Einschränkungen den Beruf weiter auszuüben . Ich würde trotzdem gerne solch ein Schreiben zur Staatsanwaltschaft schicken. Ich habe nie ein Schreiben erhalten was der Geschädigte von mir genau verlangt. Durch Beendigung der Bewährungsauflagen wie ich schrieb habe ich die Zahlungen eingestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.05.2022 | 19:01

Natürlich kann ich das! Senden Sie mir bitte das Schreiben der Staatsanwaltschaft, das damalige Urteil und eine Aufstellung über die von Ihnen geleisteten Zahlungen an den Geschädigten, am besten per eMail.

ANTWORT VON

(318)

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86899 Landsberg
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