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PKV und Arbeitgeberanteil

12.02.2008 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,

ich bin Gehaltsempfänger und freiwillig versichertes Mitglied einer privaten krankenversicherung. Ich habe kürzl. geheiratet. Meine Frau promoviert und war bisher als Selbständige (auf Honorarbasis) mit nahezu 0 Einkommen zum Mindestsatz gesetzl. versichert.
Nun möchte die GKV meiner Frau mein Einkommen zur Betragsberechnung heranziehen. Ich vermute, dass die Hälfte meines Bruttoeinkommens bis zur Betragsbemessungsgrenze als "ihr" Einkommen angerechnet wird und sie damit den vollen GKV Beitragssatz zahlen soll.
Da sie selbständig ist trägt sie den Beitrag ohne Arbeitgeberanteil.

Gibt es die Möglichkeit meine Frau in meiner PKV zu versichern und die Versicherungsbeiträge über meinen Arbeitgeber laufen zu lassen, wie man das ja bei unserem (zukünftigen) Nachwuchs auch kann?
Gibts es alternativ die Möglichkeit meine Zuzahlung zu ihrer GKV über meinen Arbeitgeber abzurechnen oder irgendwie steuerlich anzurechnen?

Mit freundlichen Grüßen,
Eric Sachse

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Die beitragspflichtigen Einnahmen freiwilliger Mitglieder (Selbständige) richten sich nach § 240 SGB V .
„Für freiwillige Mitglieder wird die Beitragsbemessung durch die Satzung geregelt. Dabei ist sicherzustellen, dass die Beitragsbelastung die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds berücksichtigt“
Es sind mindestens die Einnahmen zu berücksichtigen, die bei einem vergleichbaren versicherungspflichtig Beschäftigten der Beitragsbemessung zu Grunde zu legen sind.

Leider haben Sie mir nicht mitgeteilt bei welcher Krankenkasse Ihre Ehefrau versichert ist; von daher kenne ich die Satzungsregelung nicht.
In fast allen Satzungen ist allerdings geregelt, dass die Hälfte des Einkommens des Ehegatten zu Grunde gelegt werden muss; es sei denn das Einkommen Ihrer Frau wäre höher als Ihres. Da Ihre Frau geringes Einkommen hat ist die Hälfte Ihres Einkommens anzurechnen, begrenzt auf die Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze. Diese beträgt im Jahr 2008 3.600 €, folglich würden 1.800 € als beitragspflichtige Einnahmen angesetzt.

Sie haben nun die Möglichkeit die Mitgliedschaft Ihrer Frau zu kündigen und sie in Ihrer privaten Krankenversicherung zu versichern. Allerdings sind die Beiträge für Frauen meistens sehr hoch; von daher lohnt sich ein Vergleich der Beiträge der privaten Krankenversicherung gegenüber der gesetzlichen.

Den Zuschuss von Ihrem Arbeitgeber zu Ihrer privaten Krankenversicherung erhalten Sie nicht für Ihre Ehefrau. Mir ist auch nicht bekannt, dass ein Arbeitgeber einen Zuschuss für Kinder zahlt.

Steuerlich gesehen können die Beiträge, die Ihre Ehefrau an die gesetzliche bzw. an die private Krankenversicherung zahlt lediglich als Sonderausgaben bei der Steuererklärung angegeben werden.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

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