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Hangsicherung Grenze - Wer trägt welche Kosten durch Änderung des Lastfall?

| 29.05.2021 16:13 |
Preis: 30,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Fragesteller: höhere Grundstück - an der Grenze geplant: 1m aufschütten - Realisierung: L-Steine
Nachbar: tieferes Grundstück - an der Grenze geplant: 1m abgraben - Realisierung: Gabionen

Bekannt ist: Jeder muss für seinen Teil der Hangabsicherung aufkommen. Jetzt gehts ins Detail:
"Im Normalfall" würde eine 1m hohe Gabionen-Wand 50 cm breit sein zur Hangabsicherung. Wenn aber darüber nochmal eine Aufschüttung mit 1m Höhe folgt, sagt der Statiker, es liege ein anderer Lastfall vor, und die Gabionen-Wand sollte 1m breit sein. Spontan würde man wahrscheinlich sagen, dass der Fragesteller die Kosten tragen muss. Auf der anderen Seite, mal angenommen, wir würden 1 Jahr früher als der Nachbar unsere L-Steine setzen. In dem Fall sagt der Statiker, es würde alles passen, und der Grund wäre tragfähig genug. Ein Jahr später kommt dann der Nachbar. Jetzt würde ich als Laie denken, na dann muss der Nachbar für die breite Gabionen-Wand aufkommen, weil er ja jetzt das Gelände verändert.

Wer muss für die Mehrkosten der breiteren Gabionenwand aufkommen - im Fall etwa gleichzeitiger Errichtung?
und auf Basis welcher Rechtsgrundlagen?

30.05.2021 | 18:24

Antwort

von


(746)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben beide als Nachbarn die Pflicht der Sicherung (§909 BGB). d.h. die Kosten wären 50/50 zu verteilen, wenn sich beide Maßnahmen bedingen.
Sie haben das als Laie richtig gesehen, dass wenn Sie alleine handeln, noch kein Nachbar etwas unternimmt und die Sicherung ausreicht, muss nichts weiter unternommen werden. Nun handeln Sie aber gleichzeitig und hängen zwangsweise aneinander.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 30.05.2021 | 18:50

Vielen Dank für die Antwort. So hab ich die Antwort jetzt verstanden:
- Wir müssten die Kosten für unsere L-Steine tragen.
- Der Nachbar müsste die Kosten für die 50 cm Gabionenwand tragen.
- Die Mehrkosten für die 100 cm Gabionenwand zu der 50 cm Gabionenwand würden 50/50 geteilt.
Passt das Verständnis?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.05.2021 | 20:08

Ja - das wäre richtig - leider ist es im Nachbarrecht ja immer schwierig, Ansprüche durchzusetzen, aber ich denke, dass das auch der Nachbar plausibel fände, viel Erfolg!

Bewertung des Fragestellers 01.06.2021 | 10:01

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.06.2021
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Vielen Dank für die hilfreiche Antwort und die Erklärung.


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