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Arbeitsaufnahme nach Elternzeit

03.02.2008 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Ich habe meine Arbeit nach einem Jahr Elternzeit jetzt wieder aufgenommen. Ich bin aber in derselben Abteilung an einen anderen Arbeitsplatz versetzt worden. Meine Arbeitsplatzbeschreibung ist auch entsprechend weitläufig (unbefristeter Arbeitsvertrag).
Für mich wurde während meiner Elternzeit jemand befristet eingestellt für diese Zeit. Ich bin jetzt für eine andere Person als Vertretung für deren Elternzeit eingesetzt worden. Auf meinem alten Arbeitsplatz wurde der Vetrag für meine damalige Vertretung verlängert unter dem Gesichtspunkt der weiteren Elternzeitvertretung (die ich ja jetzt eigentlich mache). Mein Vorgesetzter war der Meinung, ich könnte die andere jetzt in Elternzeit gehende Person besser vertreten und bin demnach nicht an meinen alten Arbeitsplatz zurück gekommen. Ich denke, dass das bestimmt so möglich ist hinsichtlich des Direktionsrechts meines Vorgesetzten, oder?
Inwieweit kann überhaupt dieses Direktionsrecht ausgeübt werden? Wenn ich die Arbeit letztlich doch nicht so ausführen kann, wie gefordert (weil z.B. Einarbeitungszeit zu gering und auch teilweise fehlende Ausbildung), inwieweit kann ich dann den Einspruch äußern, dass ich dann eine neue Arbeit bekomme, die ich auch leisten kann? Gibt es da auch einen bestimmten Zeitrahmen?
Habe ich eigentlich, wenn die Person, deren Elternzeitvertretung ich jetzt mache, wieder kommt, einen Anspruch auf meinen alten Arbeitsplatz?
Vielen Dank für eine Antwort!

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Nach Rückkehr aus der Elternzeit haben Sie keinen Anspruch auf Ihren alten Arbeitsplatz, sondern nur auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Die Frage der Gleichwertigkeit kann arbeitsgerichtlich überprüft werden.

Eine zeitliche Grenze, innerhalb der eine fehlende Gleichwertigkeit gerügt werden muss, gibt es nicht. Der Arbeitnehmer kann sein Recht zur Rüge aber unter Umständen verwirken, wenn er sich widerspruchslos dauerhaft auf die geänderten Bedingungen einlässt.

Ihrer Schilderung entnehme ich, dass sich in Ihrem Fall nur die Arbeitsinhalte geändert haben. Eine fehlende Gleichwertigkeit wird in diesen Fällen bei einer Umsetzung innerhalb einer Abteilung nicht ohne weiteres begründet sein. Sie sollten insbesondere ein gerichtliches Vorgehen sorgfältig abwägen, um das Arbeitsverhältnis nicht zu zerrütten.

Es besteht kein Rechtsanspruch, bei Ausscheiden der Vertretung auf Ihren alten Arbeitsplatz zu wechseln.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bedaure, Ihnen keine anderslautende Antwort geben zu können.

Abschliessend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Sie in diesem Forum eine erste überschlägige Einschätzung auf der Basis Ihrer Schilderung erhalten, die nur in einfachen Fällen eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung ersetzen kann. Das Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben kann zu einer anderen Beurteilung Ihres Falles führen; verbindliche Empfehlungen sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung nach vollständiger Überprüfung des Sachverhaltes möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.02.2008 | 17:07

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Sie haben recht: die Arbeitsinhalte haben sich geändert; die Arbeitszeiten und auch die Entlohnung sind gleich. Der Arbeitsvertrag musste auch nicht mal gändert werden, weil auch die Betitelung so allgemein lautet "Mitarbeiter in der Abteilung A". Diese hat sich ja nicht verändert.
Nachdem ich nun gelesen hab, dass ich nach dem einen Jahr keinen Anspruch auf den alten Arbeitsplatz hab, inwieweit muss ich dann neue (vielleicht schlechtere) Bedingungen, die sich dann ergeben könnten, hinnehmen? Mein Vorgesetzter hat mir nämlich auch gesagt, dass er noch nicht weiß, wie er mich nach einem Jahr einsetzen wird (das ist keine große Motivation für mich für meinen jetzigen neuen Arbeitsplatz)! Ich denke mal, er kann mich z.B. nicht so ohne Weiteres in eine andere Abteilung versetzen. Wie sieht es dann auch hinsichtlich Arbeitszeiten und Entlohnung aus? Ich denke zumindest, dass die allgemeine Betitelung im Arbeitsvertrag z.B. gut ist hinsichtlich der Tatsache, dass, wenn mein alter Arbeitsplatz abgebaut wird, ich nicht gleich deshalb gekündigt werden kann, weil sie diesen Arbeitsplatz nicht genau beschreibt und ich dann anderweitig in der Abteilung Möglichkeiten hab (oder allg. bei Kündigungen in der Abteilung nach Beachtung anderer sozialer Belange).

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2008 | 21:16

Eine Verringerung des Arbeitsentgeltes ist nicht einseitig möglich. Ob eine Umsetzung/Versetzung oder die Änderung der Arbeitszeiten einseitig im Wege des Direktionsrechtes durchgesetzt werden können, kann pauschal aus der Ferne nicht beurteilt werden. Wenn dieser Fall eintritt, sollten Sie sich ergänzend anwaltlich beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

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