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Spiele von blizzard gekauft, Accountdaten verloren/wergessen

| 12.02.2021 20:57 |
Preis: 25,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich habe mir vor Jahren zwei Spiele von "Blirrard Entertainement" gekauft.
"Starcraft II - Wings of Liberty" und "Starcraft II - Heart of Swarm".
Bei JEDEM dieser Spiele ist ein separater "Key-Code" in der Innenseite der Spiele-Hülle, welche MICH im Zweifelsfall als den Besitzer dieser Spiele "verifiziert". Ursprünglich musste man auch, bei der Installation besagter Spiele, genau diese "Key-Codes" eingeben, um spielen zu können.
Allerdings musste man auch einen "Account" anlegen, mit Email-Adresse" und "SPIELER-Name". Wohlgemerkt Spielername und NICHT den realen Namen.
Die Daten dieses Accounts finde ich nicht mehr, da diese auf einem alten Rechner waren, den ich mittlerweile für andere Zwecke nutze.

Nun ist es so, dass sich Blizzard - oder vielmehr deren "Kundenservice" - weigert, mir meine alten Daten zu nennen, damit ich MEINE Spiele wieder spielen kann. Immerhin haben mich diese Spiele 120€ gekostet. Außer den originalen Key-Codes, verlangen sie auch noch persönliche Daten, welche ich per Foto von meinem Ausweis einsenden soll. Ursprünglich (in der Zeit als ich die Spiele käuflich erworben habe) reichte es völlig, sich mittels Email und/oder dem jeweiligen "Key-Code" zu "verifizieren". Ich habe auch sonst noch nie gehört/erlebt, dass man PERSÖNLICHE Daten bräuchte, um sich als Besitzer der eigenen PC-Spiele zu verifizieren.

Meine Frage ist nun, ob man Blizzard dazu bringen kann, mir meine alten Account-Daten zu nennen, damit ich MEINE Spiele wieder spielen kann?

mfg
ein geprellter Kunde

12.02.2021 | 22:36

Antwort

von


(635)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie haben nach meiner Bewertung sowohl nach Art. 15 DSGVO als auch nach § 242 BGB aus einer vertraglichen Nebenpflicht im Rahmen des Vertrags über die Nutzung des Computerspiels einen

Aufgrund der Registrierung des Key Codes auf Ihre Person handelt es sich bei dem Spielernamen um personenbezogene Daten. Deshalb ist die verlangte Identifizierung Ihrer Person zur Erteilung der Auskunft so auch geboten und zulässig. Anderenfalls könnte sich eine andere Person aufgrund des Key Codes Ihren Account aneignene, was unzulässig wäre und wofür Sie den Anbieter in Anspruch nehmen könnten, wenn Ihnen Ihr Account entzogen werden würde. Deshalb sollten Sie sich gegenüber dem Anbieter identifizieren, damit Ihnen die gewünschte Auskunft erteilt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 14.02.2021 | 16:01

Wenn ich "einen Ausweis abfotografiere/einscanne", weiß mein Gegenüber trotzdem nicht ob ICH das bin oder eine andere Person. Das abfotografiere/einscanne eines Ausweises war beim Erstellen des Accounts NICHT notwendig!
Ich habe allerdings meine beiden Spielehüllen, beidseitig, jeweils mit der drin befindlichen DVD und dem IN der Spielhülle deutlich zu erkennenden Key-Code eingescannt (das waren dann VIER gestochen scharfe Bilder) und an Blizzard/Kundendienst gesendet.
Mehr "Identifikation" gibt es wohl nicht. Es sei denn man würde mir ein Verbrechen (Diebstahl) unterstellen.

Meine Frage ist eben, ob diese Bilder nun ausreichen, mich als den Besitzer meiner Spiele "zu verifizieren"?

Ich sende nämlich höchst ungern PERSÖNLICHE Daten/Bilder meiner Ausweise an irgendwelche Leute, die irgendwo "auf der anderen Seite" hinter einem Rechner sitzen und deren Identität ich ebenfalls nicht kenne.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.02.2021 | 16:09

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage:

Der Spielername ist als Online-Kennung nach Art. 4 Nr. 1 DSGVO ein personenbezogenes Datum.

Da sollte die Zuordnung zur dahinterstehenden natürlichen Person schon gewährleistet sein. Wenn man die Identifizierung nicht wie verlangt durchführt und die Daten an eine andere Person herausgibt, dann könnte man sich als Spielebetreiber gegenüber dem berechtigten Käufer des Spieles schadensersatzpflichtig machen.

Dass eine solche Identifizierung beim Kauf und der Erstregistrierung nicht stattgefunden hat steht dem nicht entgegen.

Ich verstehe Ihre Bedenken gegen die Identifizierung, aber ich habe keine rechtlichen Bedenken dagegen, dass man das so von Ihnen verlangt.

Es tut mir Leid, dass ich keine günstiger Antwort für Sie habe.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 13.02.2021 | 01:21

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte lassen Sie mich meine Antwort wie folgt ergänzen, es muss heißen:

Zitat:
"Sie haben nach meiner Bewertung sowohl nach Art. 15 DSGVO als auch nach § 242 BGB aus einer vertraglichen Nebenpflicht im Rahmen des Vertrags über die Nutzung des Computerspiels einen Anspruch auf eine Auskunft über Ihren Spielernamen."


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.02.2021 | 16:14

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